Die von West Coast Salmon seit fünf Jahren geplante Indoor-Lachszucht im US-Bundesstaat Nevada schien erfolgversprechend und erhielt Unterstützung von namhaften Seafood-Akteuren. Gestern nun wurde für das Projekt mit einer intendierten Jahreskapazität von 50.000 t Insolvenz angemeldet.
Norwegen und Russland haben sich jetzt auf die Fangquoten für die gemeinsam verwalteten Weißfischbestände in der Barentssee geeinigt, meldet das Portal IntraFish. So soll die Fangquote für Kabeljau im Nordostatlantik für das Jahr 2026 um 16 % auf 285.000 t gesenkt werden.
Die Bestände des Capelin in der Barentssee seien derzeit so niedrig, dass Meereswissenschaftler für 2026 den Verzicht auf jede Fischerei empfehlen, schreibt Seafood Media. Schon für 2025 war eine "Null-Quote" angeraten worden, jetzt sei der Bestand um weitere 40 % zurückgegangen.
Karl Buiks war gerade erst im November zum neuen CEO des niederländischen Fischzüchter The Kingfish Company bestellt worden, jetzt ist er wieder ausgeschieden.
Im November sind in einer Lachsfarm des Züchters Mowi in Norwegen über 496.000 Lachse verendet.
Der prominente Geschäftsmann Oleg Kan von der größten russischen Insel Sachalin ist vom Bezirksgericht Frunzensky in Wladiwostok in Abwesenheit zu 24 Jahren Haft in einer Hochsicherheits-Strafkolonie verurteilt worden.
Die deutschen Fangquoten für 2026 für Nordsee und Nordostatlantik sehen erhebliche Kürzungen bei mehreren wichtigen Konsumfischarten vor. Dennoch betont Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: "Mit dem Verhandlungsergebnis haben wir in sehr schwierigen Zeiten für die deutsche Fischerei wichtige Fangmöglichkeiten gesichert."
Am vergangenen Wochenende haben die Chilenen den ultra-konservativen José Antonio Kast zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Von der Präsidentschaft des deutschstämmigen Kast werden starke Auswirkungen auf die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes, die Umweltpolitik Chiles und die Zukunft der starken Lachsindustrie erwartet.
Der weltweiten Lachszucht entstehen durch Lachsläuse jährlich Kosten, die sich geschätzt auf 900 Mio. bis 3,5 Mrd. Euro belaufen, meldet das Portal IntraFish. Dr. Ian Bricknell, Professor für Aquakultur-Biologie an der Universität von Maine (USA), schätzt, dass die Kosten für die Industrie von 518 bis 862 Mio. Euro im Jahre 2018 auf inzwischen 862 bis 1,3 Mrd. Euro gestiegen sind. EVAH, ein kanadisches Biotech-Unternehmen, geht sogar von mehr als 3,5 Mrd. Euro aus, wenn neben den Kosten für die Bekämpfung der Meeresläuse auch die indirekten Kosten berücksichtigt werden, die durch Verletzungen und höhere Sterblichkeit der Fische sowie eine Herabstufung der Qualität entstehen.