18.02.2021

Irland: EU-Sanktionen wegen massiver Überfischung

Irland hat in den Jahren 2012 bis 2016 seine Fangquoten für Schwarmfische um 42.400 t überfischt, meldet The Irish Times unter Verweis auf eine Untersuchung der Europäischen Kommission. Demnach überfischten irische Fischer in den besagten vier Jahren ihre Quote für Makrele um 28.700 t, jene für Stöcker um 8.100 t und die Quote für den Blauen Wittling um 5.600 t. Diese Mengen sollen Irland in den kommenden Jahren sukzessive von zukünftigen Quoten abgezogen werden. Außerdem verliert das Land Fördergelder aus dem EU-Fischereifond von bis zu 40 Mio. Euro. Grundlage für die EU-Entscheidung sei ein Audit der EU-Kommission im Jahre 2018 gewesen. Dabei hätten die Kontrolleure im nordwestirischen Fischereihafen Killybegs massive Verstöße gegen das irische Fischereikontrollsystem entdeckt. In drei fischverarbeitenden Betrieben waren manipulierte Wiegesysteme gefunden worden. In anderen Fällen hatten Schiffe ihre Lagerkapazitäten an Bord offiziell geringer angegeben als tatsächlich vorhanden. Irland wiederum hatte nicht, wie gefordert, ein Punktesystem eingeführt, um Regelverstöße der Schiffseigner zu sanktionieren.

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