31.03.2021

Alaska-Seelachs: Viele tiefenenthäutete Filets, weniger PBO-Filets

Die Produktion von tiefenenthäuteten Filets dominiert weiterhin die allmählich zu Ende gehende Fangsaison für Alaska-Seelachs, meldet das Portal IntraFish. Ursache sei die starke Nachfrage nach tiefenenthäuteten Filetblöcken. Außerdem erhalten die Produzenten für deep-skin fillets 20 Prozent mehr als für die bereits hochpreisigen Filets ohne Mittelgräte (PBO fillets), die derzeit aufgrund des geringeren Angebotes für 3.190 Euro/Tonne oder mehr gehandelt werden. Tiefenenthäutete Filets setzt beispielsweise der Großkunde McDonald's für seine Filet-o-Fish-Sandwichs ein oder Trident Seafoods für seine "pollock bites". Dieser hochwertige Schnitt wird nur von US-Produzenten hergestellt.

Russland fokussiert auf Alaska-Seelachs ausgenommen ohne Kopf (H&G), der in China weiterverarbeitet wird zu doppeltgefrorener Blockware. Filets ohne Mittelgräte hingegen werden sowohl als Doppelfrostware russischer Provenienz als auch als einmal gefrorene PBO-Filets aus Alaska angeboten. In den USA ist die PBO-Produktion in diesem Jahr mit einem Anteil von nur 19 Prozent an der gefischten Fangmenge von 102.339 t erheblich geringer als 2020.

Schlecht stehe es in diesem Jahr um die Rogenproduktion, da drei führende Verarbeitungsbetriebe in Alaska im Januar und Februar coronabedingt hatten schließen müssen. Die Produzenten hätten daher nur etwa die Hälfte ihrer 2021er-Quote ernten können. Inzwischen sei der angelandete Rogen überreif. Anders als bei andere Produktkategorien gebe es in der Fangsaison B keine relevante Rogenproduktion, sie belaufe sich auf nicht einmal 0,5 Prozent der Jahresproduktion 2021.

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