24.11.2016

Alaska-Pollack: Fangquote bleibt 2017 stabil

Kurzfristig ist es um den Alaska-Pollack, den weltweit größten Weißfisch-Bestand, gut bestellt, teilen Wissenschaftler der US-amerikanischen Nationalen Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA mit. Deshalb werde die Fangquote für den Alaska-Pollack im Beringmeer und vor den Aleuten-Inseln (BSAI), die in diesem Jahr bei 1,34 Mio. t liegt, voraussichtlich auf diesem Niveau bleiben, zitiert das Portal IntraFish den Bestandsexperten Jim Ianelli. Eine endgültige Entscheidung werde das North Pacific Fishery Management Council (NPFMC) auf seiner Sitzung am 10. Dezember treffen. Obgleich die diesjährige Fangsaison gut gewesen sei, betrachtet Ianelli den AP-Bestand langfristig mit einer gewissen Sorge. So wanderten die Bestände allmählich gen Norden. "Mittelfristig sind wir vorsichtig", sagte der Fischereibiologe mit Blick auf den im kommenden Jahr zu fischenden Jahrgang 2012, der aus kälteren Gewässern komme. Angesichts der in den letzten Jahren höheren Wasssertemperaturen sieht Ianelli eine Bedrohung für das Überleben der Fischeier und -larven. Außerdem habe das Vorkommen von Krill, der Hauptnahrung des AP, im Vergleich mit den vorangegangenen Jahren abgenommen. Für endgültige Prognosen sei es jedoch noch zu früh. Der Alaska-Pollack ist derzeit der Deutschen "zweitliebster Fisch" mit einem Anteil am Pro-Kopf-Verzehr von zuletzt 18,3% (2015), direkt hinter dem Lachs als Erstplatziertem mit 20,5% Verzehranteil.

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