06.10.2014

Alaska-Pollack: Mehr PBO-Filets, weniger tiefenenthäutete Filets

Da die B-Fangsaison für den Alaska-Pollack Ende September nahezu abgeschlossen war, ist inzwischen absehbar, dass diese Saison erheblich mehr Surimi und Filets ohne Stehgräten (PBO - pinbone out) produziert wurden als tiefenenthäutete Filets, schreiben die Undercurrent News. Statistiken des US National Marine Fisheries Service notieren für Surimi mit 103.900 t ein Plus von 11% (2013: 93.300 t). Die Produktion von PBO-Filets liegt mit 80.700 t sogar 27% höher als in der Vorjahressaison mit 63.300 t. Demgegenüber wurden nur 23.800 t tiefenenthäutete Filets geschnitten - ein Minus von 28% im Vergleich zu den 33.300 t im Jahre 2013. Während die A-Saison 2013 noch mit einem Überhang bei PBO-Filets von rund 10.000 t begann, gebe es nach Angaben aus der Industrie derzeit keine PBO-Lagerüberhänge: "Wenn Sie jetzt zum Saisonende PBO von der US-Industrie kaufen wollen, können Sie froh sein, wenn Sie überhaupt noch ein paar hundert Tonnen bekommen." Als Hauptursache für die Verlagerung zugunsten der PBO-Produktion nennt ein Insider das veränderte Einkaufsverhalten der US-Fastfoodkette Burger King, die seit diesem Sommer statt tiefenenthäuteter Filets PBO-Filets für ihre Produkte verwende. Ein anderer Trend in dieser B-Saison sei das größere Interesse an nur einmal gefrorener Ware - sprich: die Nachfrage geht auf single frozen statt auf double frozen. Insgesamt wurden bis zum 20. September fast 1,4 Mio. t Alaska-Seelachs angelandet - mehr als 95% der Gesamtquote.

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