09.02.2024

Russland: Hohe Fischpreise lassen Konsum einbrechen

Der Versuch Russlands, angesichts westlicher Einfuhrverbote den Binnenkonsum zu forcieren und den heimischen Markt entsprechend aufzubauen, gelingt offenbar nicht wie gewünscht, meldet das Portal IntraFish. Aufgrund gestiegener Preise im Lebensmitteleinzelhandel sei der Fischabsatz nach Angaben des russischen Verbands der Einzelhandelsunternehmen bei den Lebensmittelfilialisten des Landes 2023 binnen Jahresfrist zwischen 15 und 18 % zurückgegangen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern waren die Preise für Lachs im LEH im vergangenen Jahr um rund 50 % gestiegen, jene für Weißfisch im Durchschnitt um 15 %. Entsprechend hätten Russlands Seafood-Produzenten ihre Exporte verstärkt nach Asien gelenkt und suchten parallel nach neuen Märkten in Afrika und Lateinamerika. Erfolgreich soll allerdings die Werbung für Alaska-Seelachs auf dem heimischen Markt sein. Angesichts eines starken Auftakts der diesjährigen Fangsaison für den AP will Russland den Binnenkonsum in den kommenden zwei Jahren auf 350.000 t steigern. Nach Angaben des Präsidenten des Verbands der Pollack-Fischer (PCA), Alexey Buglak, habe eine Promotion-Kampagne für den "fernöstlichen Seelachs" den Bekanntheitsgrad des Fischs von 43 % vor Kampagnenbeginn auf 70 % heben können.
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