17.02.2026

Russland prognostiziert für 2026 schwache Wildlachsfänge

Russlands Wildlachssaison 2026 könnte in diesem Jahr noch schlechter ausfallen als 2024, das mit der geringsten Fangmenge in 20 Jahren endete, meldet das Portal IntraFish. So rechne das Allrussische Forschungsinstitut für Fischereiwirtschaft und Ozeanographie (VNIRO) für den Fernen Osten des Landes mit einem Ergebnis von 204.323 bis 260.773 t. Selbst bei einem optimistischen Szenario würde die Ernte unter dem Fangergebnis von 2025 liegen, das sich auf 335.468 t belief. Pessimistische Schätzungen befürchten sogar, dass die Lachsmenge niedriger sein könnte als jene 235.500 t im Jahre 2024, das schlechteste Ergebnis seit 2005.

VNIRO-Direktor Kirill V. Kolonchin führt die Fangrückgänge auf die schlechte Überlebensrate der Fische aufgrund der weltweiten Erwärmung zurück. Russlands Wildlachsfänge folgen einem Zwei-Jahres-Rhythmus, der den ebenfalls zweijährigen Zyklus des Buckellachses spiegelt, der das Gros der Fänge ausmacht. Für 2026 rechnen die Experten mit zwischen 88.000 und 140.600 t Buckellachs, je nach Szenario. Russische Branchenexperten raten jedoch in jedem Fall zur Vorsicht, da die wissenschaftlichen Prognosen für den pazifischen Lachs im Durchschnitt der letzten zehn Jahre erfahrungsgemäß rund 30 % von den tatsächlichen Fangmengen abwichen. Wildlachs aus Russland wird in Europa trotz Sanktionen und Einfuhrverboten in anderen Bereichen weiterhin gehandelt.
Russland prognostiziert für 2026 schwache Wildlachsfänge
Foto/Grafik: x
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