03.04.2008

Icelandic Group blickt auf enttäuschendes Jahr 2007 zurück

Die Icelandic Group hat das Jahr 2007 mit einem besonders schlechten Ergebnis im vierten Quartal abgeschlossen, teilt das multinationale Unternehmen mit. Im letzten Vierteljahr 2007 fuhr Icelandic Verluste in Höhe von 14,8 Mio. € vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein. Das Gesamtminus für das Jahr beläuft sich damit dem Jahresbericht zufolge auf 29,3 Mio. € bei einem Umsatz von 1,384 Mrd. €, ein Minus von 5,9% gegenüber 2006. Die schlechte Performance ist auf anhaltende strukturelle Probleme, ein besonders schwaches US-Geschäft, bedingt durch die dortige Rezession, sowie ein enttäuschendes Ergebnis der französischen Icelandic-Tochter Pickenpack Gelmer zurückzuführen. Icelandic-Geschäftsführer Finnbogi Baldvinsson zeigte sich jedoch optimistisch, dass sein Unternehmen im dritten Quartal dieses Jahres wieder das Gleichgewicht finden und 2009 erneut schwarze Zahlen schreiben werde.
03.04.2008

Philippinen produzierten 2007 rund 4,7 Millionen Tonnen Fisch

Die Philippinen erwarten für das aktuelle Jahr eine fischereiliche Produktion von 5,3 Mio. t Fisch, davon etwa 2,7 Mio. t aus Aquakultur. Mit diesen Zahlen zitiert der Daily Inquirer Behörden des südostasiatischen Inselstaates. Im vergangenen Jahr wurden 4,7 Mio. t Fisch im Wert von 4,357 Mrd. USD gefangen oder gezüchtet. Das waren 25,4% der philippinischen Agrarerzeugung. Das Landwirtschaftsministerium will in diesem Jahr die Zahl der Marikultur-Anlagen weiter erhöhen. Dabei sollen hochwertige Fischarten im Fokus stehen, die den Farmern höheres Einkommen versprechen.
03.04.2008

China: Fujian exportierte Kabayaki für 320 Mio. USD

Die südostchinesische Provinz Fujian hat im vergangenen Jahr 27.000 t Aal-Kabayaki (Unagi Kabayaki) im Wert von 205 Mio. € (320 Mio. USD) exportiert – das sind gegenüber dem Vorjahr 13,3% mehr auf der Basis Menge und 7,5% auf der Basis Wert. Das meldet das Nachrichtenportal Fish Information & Services (FIS). Das Gros von 21.000 t (78%) wurde nach Japan exportiert, das allerdings von Juli bis Oktober sämtliche Importe stoppte und daher insgesamt 0,6% weniger einführte als 2006. Die übrigen Märkte kauften im Vergleich zum Vorjahr entsprechend mehr Kabayaki aus Fujian: Hong Kong 2,4mal soviel (1.776 t), die EU sogar 20mal soviel (1.545 t) und die Exporte in die USA stiegen immerhin um 59,9% auf 1.028 t. Kabayaki ist mit süßer Sojasauce gegrillter Fisch. Die Aal-Rohware für das vor allem in Japan konsumierte Unagi Kabayaki stammt nach Expertenschätzungen zu 50 bis 70% aus Europa.
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02.04.2008

Norwegen: Domstein Enghav fusioniert mit Naustvik Holding

Die norwegischen Seafood-Produzenten Domstein Enghav und Naustvik Holding werden zum 30. Juni dieses Jahres fusionieren, teilte Domstein mit. Das neue Unternehmen werde mit fast 300 Mitarbeitern und einem erwarteten Umsatz zwischen 124 und 137 Mio. € der größte Lieferant von frischen, gefrorenen und wertgesteigerten Seafood-Produkten für den norwegischen Markt sein. Domstein soll mit 40% beteiligt sein. Domstein-Geschäftsführer Rolf Domstein übernimmt den Vorstandsvorsitz, Jan Dahl wird Geschäftsführer und Svein Lyngnes, derweil Geschäftsführer von Domstein Enghav, wird ihn vertreten. Nach dem Zusammenschluss werden zwei Fabriken in Haugesund und Vardo betrieben, außerdem neun Verteilzentren in Oslo, Valer, Biri, Kristiansand, Stavanger, Karmoy, Bergen, Trondheim und Bodo. Domstein Enghav war im Juli 2007 von Domstein Global Fish abgespalten worden, um mit Norway Pelagic den weltgrößten Schwarmfischverarbeiter zu schaffen (Jahresumsatz: 320 Mio. €).
02.04.2008

Frankreich setzt auf staatliches Öko-Label

Frankreich will innerhalb der kommenden drei Jahre ein eigenes Label für Fisch und Seafood aus nachhaltiger Fischerei entwickeln, schreibt die norwegische Zeitung IntraFish. Der rechtliche Rahmen soll schon im März 2009 geschaffen sein, darüber hinaus seien aber noch zeitaufwendige wissenschaftliche Forschungen zu Bestandsgrößen und Umwelteinflüssen sowie Chain-of-Custody-Audits erforderlich. Das teilte Michel Peltier mit, Direktor der französischen Seafood-Marketingorganisation Ofimer. Die Entscheidung für ein staatliches Seafood-Label begründete Peltier damit, dass „französische Konsumenten mehr Vertrauen in etwas haben, was vom Staat kommt“. Staatlich geprüfte Gütesiegel wie das Label Rouge oder Agriculture Biologique (AB) für Bioprodukte seien für den französischen Käufer ein gewohnter Anblick. Dennoch wollen die französischen Behörden auch zehn Fischereien vom MSC zertifizieren lassen. Die Arten stünden noch nicht fest, potentielle Kandidaten seien jedoch Makrele, Sardine, Jakobsmuscheln, Seezunge aus dem Englischen Kanal, Seehecht aus der Biskaya und Thunfisch aus dem Mittelmeer.
Länderreport Länderreport
01.04.2008

Frankreich: Findus will MSC-Kabeljau über Ebay versteigern

Findus France, führender französischer Händler von Tiefkühlfisch, bietet als erstes Unternehmen pazifischen Kabeljau aus nachhaltiger, vom Marine Stewardship Council (MSC) zertifizierter Fischerei an, meldet IntraFish am heutigen 1. April. Um Publicity zu erhalten, verauktioniert Findus den ersten, 4,2 kg schweren Kabeljau über das Internet-Auktionsportal Ebay und will den Erlös dem MSC spenden. Der 1. April ist in Frankreich traditionell als „April-Fisch-Tag“ bekannt. Der zur FoodVest-Gruppe gehörende Fischproduzent führt derzeit 11 MSC-Produkte und beansprucht für sich, 70% der in Frankreich verkauften MSC-Artikel zu liefern.
01.04.2008

USA: Supermarkt Safeway listet Chile-Lachs aus

Die US-amerikanische Supermarktkette Safeway, mit 1.775 Märkten einer der größten LEH-Filialisten Nordamerikas, hat chilenischen Lachs ausgelistet, meldet die norwegische Zeitung IntraFish. Auslöser sei ein Artikel in The New York Times, der kritisch über Probleme der chilenischen Zuchtlachsindustrie berichtet hatte, insbesondere über die Lachsseuche ISA. Unklar sei, ob Safeway den Handel von Lachs aus Chile nur zeitweilig einstelle. Es sei zweifelhaft, ob Lachsfilet aus Kanada, Norwegen und von den Färöern die Lücke mengenmäßig füllen könne.
TK-Report TK-Report
01.04.2008

Dänemark: Skagerak Fiskeeksport übernimmt Essi

Der nordjütländische Fischverarbeiter Skagerak Fiskeeksport wird zum 21. April dieses Jahres sämtliche Aktivitäten des Schwarmfischverarbeiters Essi A/S in Esbjerg übernehmen. Das teilte Skagerak-Geschäftsführer Iver Espersen Ende März mit. Die Filetierung in Esbjerg solle umgehend eingestellt und die Weiterarbeitung in die Betriebe des in Hirtshals ansässigen Unternehmens verlegt werden. Essi war vor allem durch die Reduzierung der Heringsfangquote in der Nordsee in Schwierigkeiten geraten. Noch vor etwa drei Jahren verarbeitete Essi mit 80 Beschäftigten etwa 40.000 t Hering.
27.03.2008

Fischindustrie: Beschäftigte erhalten 3,8 Prozent mehr

Die rund 1.700 tarifgebundenen Beschäftigten der Fischindustrie in Bremerhaven und Cuxhaven erhalten ab dem 1. Juni dieses Jahres 3,8% mehr Lohn und Gehalt. Dieses Ergebnis wurde bereits in der ersten Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Arbeitgeberseite erzielt, teilt Jürgen Ohlzen von der NGG Region Bremen-Weser-Elbe mit. Die NGG hatte eine Erhöhung um 6,5% gefordert. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. April 2009. Nach dem Abschluss bei Deutsche See vom 25. März steht jetzt noch die Verhandlung für die Beschäftigten bei Frosta aus, deren Lohn- und Gehaltstarifvertrag zum 30. April 2008 gekündigt wurde.
27.03.2008

Thailand richtet Behörde für Biozertifizierung ein

Thailand hat Ende März eine Behörde für die Biozertifizierung von Aquakulturbetrieben offiziell ins Leben gerufen, schreibt die norwegische Zeitung IntraFish. Das Land sei damit auf dem Weg, eine der führenden Produktions- und Exportnationen für Premium-Shrimps zu werden, meint die Bangkok Post. Das Büro für die Zertifizierung ökologischer Agrar- und Aquakultur-Erzeugnisse, eine Abteilung des Fischereiministeriums, soll Bioprodukte für den Export zertifizieren. Obgleich Thailand als weltweit größter Exporteur von Garnelen gilt, ist der Anteil von Bio-Garnelen an den für dieses Jahr geplanten 340.000 t Export-Shrimps zu klein für einen Bio-Markt, der insbesondere in Europa derzeit ein jährliches Wachstum von 10 bis 20% aufweist. Derzeit gibt es in Thailand fünf Gruppen von Farmern, die zusammen 1.073 t Bio-Shrimps liefern könnten: die Eastern Organic Prawn Alliance und das Kungkrabaen Bay Royal Development Study Centre, beide in Chanthaburi, die Laemfapha Shrimp Aquaculture Community Enterprise Group in Samut Prakan, die Black Tiger Trang Group Farm in Trang und die Dumrong Farm in Songkhla. Den Optimismus schürt der Erfolg eines Pilot-Projektes, der von Naturland zertifizierten Sureerath Farm in Chanthaburi, die dieses Jahr 60 t Bio-Shrimps in die Schweiz und nach Deutschland exportieren will.
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