02.01.2020

Schottland: Anhaltende Proteste gegen geplante 5.000 Tonnen-Farm

An der Nordspitze der schottischen Insel Arran will die Scottish Salmon Company (SSC) auf einer Fläche von 97 Hektar eine Netzgehegefarm installieren, um in 20 Käfigen jährlich 5.000 t Lachs zu produzieren. Die Pläne, auf der Urlaubsinsel im Firth of Clyde an der Westküste Schottlands Lachs zu züchten, stößt auf anhaltenden Widerstand insbesondere von Inselbewohnern, schreibt die britische Zeitung The Guardian. Der Council North Ayrshire, zu dem die Insel gehört, habe bereits 243 Einsprüche gegen das Projekt erhalten, darunter von der Naturschutzbehörde Scottish Natural Heritage (SNH). Die Farmgegner kritisieren vor allem drei Aspekte. Zum einen würde die Farm, die mehr als doppelt so groß werde wie die meisten anderen Lachsfarmen, Fäkalien in einer Menge produzieren, die einer Stadt mit 66.000 Einwohnern entspreche. Die SSC selbst spricht von einem Äquivalent von 14.000 Menschen.

Außerdem würden 32 akkustische Abschreckungsgeräte, die mit Hochfrequenzgeräuschen Robben von der Farm fernhalten sollen, auch gesetzlich geschützte Delphine und Meeresschildkröten schädigen - Tierarten, die wichtiger Bestandteil des örtlichen Umwelttourismus seien. Und schließlich beeinträchtige die Fischzucht, die 200 Meter vor der Küste des malerischen Ortes Lochranza liegen soll, die Schönheit der von vielen bewunderten Landschaft. Der SNH sieht außerdem die im nahen Fluss Endrick laichenden wilden Atlantischen Lachse insbesondere durch Lachsläuse bedroht. Von einer weiteren staatlichen Behörde - Marine Scotland Science - kommt der Einwand, der Standort liege zu nahe an einer "Seuchenschutzzone", die für weitere nahegelegene Fischzuchten notwendig sei.

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