25.01.2013

Schottland: Entlassungen bei Lachsproduzent Scottish Salmon Company

Die Scottish Salmon Company (SSC), neben Morpol einer der beiden großen Lachszüchter und -verarbeiter in Schottland, muss Personal in seiner neuen Fabrik in Marybank entlassen, meldet das Portal IntraFish. Hintergrund seien Engpässe bei der Versorgung mit Rohware, was wiederum mehrere Ursachen habe. Zum einen hat SSC für mehrere beantragte neue Farmen noch keine Genehmigung erhalten, teilte SSC-Geschäftsführer Stewart McLelland mit. Außerdem habe die neuerdings auch in Schottland auftretende Fischkrankheit AGD (amoebic gill disease), ein Befall der Lachse mit Amöben, die Sterblichkeit erhöht und die Erntemengen reduziert. Schließlich hatten die ungewöhnlich niedrigen Marktpreise für Lachs im vergangenen Jahr die Bilanz belastet. So lag das operative Ergebnis (EBIT) im dritten Quartal 2012 mit 161.005 Euro bei nicht einmal einem Fünftel des Vergleichsquartals 2011, als 854.563 Euro verdient wurden. SSC erwartet, dass die Rohwarenversorgung Ende 2013 und 2014 wieder besser sei, wenn Fisch aus neuen Zuchten in der Highland-Region schlachtreif sei. 2014 will SSC 29.000 Tonnen verarbeiten. Derzeit beschäftigt der Produzent in seinen Betrieben entlang der Westküste über 380 Menschen, zum Teil eingestellt auf Basis eines Investmentplans, der von zehn neuen Farmen ausging. Tatsächlich habe man seitdem nur zwei neue Lizenzen erhalten.
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