14.08.2026

Spanien: Höhere Beifangquote für Roten Thun stößt auf Kritik

Der Bestand des Roten Thunfischs (Thunnus thynnus) im Ostatlantik und im Mittelmeer gilt inzwischen nicht mehr als "zusammengebrochener Bestand". Spanien beispielsweise hält derzeit eine jährliche Fangquote – ohne Beifang-Quote – von 7.938 t für das Jahr 2026, schreibt das "Sur in English", eine englischsprachige Online-Nachrichtenplattform für den Süden Spaniens. Für 2027 und 2028 soll diese TAC beibehalten werden. Zum Vergleich: Gegenüber 2025, als 6.783 t gefischt werden durften, ist das eine Anhebung um 1.155 t oder 17 %. Angesichts der guten Bestandssituation hat das spanische Landwirtschaftsministerium jetzt die zulässige Beifangquote, die für 2024 und 2025 bei jeweils nur 11,5 t lag, auf 233 t Roten Thun angehoben. Diese TAC gilt für Schiffe, die eine Zielfischerei beispielsweise auf Bonito, Schwertfisch und weitere Arten betreiben. Fischer kritisieren jedoch, dass bei Fangfahrten, die nicht länger als einen Tag dauern, höchstens ein Roter Thun je Schiff und Tag als Beifang angelandet werden dürfe. Angesichts der Häufigkeit des Roten Thuns und eines bürokratischen Aufwandes, der jenem bei der Zielfischerei entspreche, mache diese Beschränkung keinen Sinn und belaste insbesondere kleinere Fischer über Gebühr.
Spanien: Höhere Beifangquote für Roten Thun stößt auf Kritik
Foto/Grafik: Yin Seafood
Spanien hat für den Roten Thun (Foto) im Ostatlantik und im Mittelmeer zusätzlich zur regulären TAC für die Zielfischerei eine Beifangquote von 233 t festgelegt – deren Bedingungen jedoch bei Fischern auf Kritik stoßen.
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