18.05.2022

Treibstoffkrise: Fischer warten auf zugesagte Finanzhilfen

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Seit nahezu drei Monaten leiden auch die deutschen Fischereibetriebe unter den weiterhin sehr hohen Treibstoffpreisen. Seit Ende Februar lohnt es sich für viele Fischer nicht mehr, zum Fang auf See zu fahren, da sie ihre Betriebskosten nicht mehr decken können. Die EU hatte auf die gestiegenen Kosten reagiert und bereits im März einen Rechtsrahmen geschaffen, damit die Mitgliedsstaaten ihren Fischern schnell Hilfen gewähren können. "In einigen EU-Nachbarstaaten wurden diese Voraussetzungen in Hilfen für die Fischerei schnell umgesetzt. Die hierzulande zugesagte Unterstützung lässt aber weiterhin auf sich warten", kritisiert heute der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer (VDKK). Dabei hätten bei einer Sitzung im Deutschen Bundestag am 8. April alle Parteien erkannt, dass dringender Handlungsbedarf besteht und darum Hilfe geleistet werden soll. "Darum wächst der Frust bei den Fischern von Woche zu Woche", sagt Verbandssprecher Claus Ubl. Einige Betriebe hätten bereits Insolvenz anmelden müssen. Um den Fischern Gehör zu verschaffen, bereiten diese nun gemeinsam mit Bürgermeistern der Fischereihäfen einen gemeinsamen Brief an Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir vor.
Treibstoffkrise: Fischer warten auf zugesagte Finanzhilfen
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
Deutschlands Kutterfischer warten auf dringend notwendige Finanzhilfen. Angesichts anhaltend hoher Treibstoffpreise lohnt es sich für viele derzeit nicht, zum Fang auf See zu fahren. Foto: Kutter im Fischereihafen Büsum, Februar 2022.
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