17.03.2026
Nordseekrabben: Höhere Fangmengen, entspannte Preise
Die Preise für Nordseekrabben und Nordseekrabbenfleisch sollen aktuell vergleichsweise niedrig sein, meldet die Radio Bremen-Sendung buten un binnen. Grund seien höhere Fangmengen der Küstenfischer im vergangenen Jahr.
Das gehe aus dem neuen Jahresbericht 2025 des Landesfischereiverbands Weser-Ems hervor. Vor allem ab Sommer seien die Fangmengen deutlich gestiegen, teilte Dirk Sander (76), Präsident des Verbands der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landesfischereiverband Weser-Ems, anlässlich der Jahreshauptversammlung am 6. März in Neuharlingersiel mit. So wurden 2025 insgesamt 2.092 Tonnen gefischt und damit fast doppelt soviel wie 2024. Der Jahresumsatz der Fischerei stieg von 25 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro. Der Fischer habe für die Krabben 6,60 Euro/kg erhalten (2024: 7,45 Euro/kg). Als eine Ursache für die guten Fangergebnisse nannte Sander das Ausbleiben des Wittlings, des größten Fressfeindes der Krabben.
Die Entwicklung mache sich auch an der Fischtheke bemerkbar. Hatten Kunden im vergangenen Sommer noch bis zu 15,- Euro für ein Krabbenbrötchen ausgeben müssen, so bewegten sich die Preise nach Angaben des TV-Senders Sylt1 derzeit zwischen 8,50 Euro und 12,- Euro auf Sylt und – laut buten un binnen – 7,20 Euro in Greetsiel. In Schleswig-Holsteins Häfen sollen ungeschälte Nordseegarnelen derzeit bei Abgabe an den Endverbraucher zwischen 15,- und 28,- Euro kosten. Die Fischer haben jedoch weiterhin zu kämpfen – mit strengeren Vorgaben für die Fischerei, Fanggebietsverlusten durch den Ausbau der Offshore-Windparks, einer überalterten Flotte und aktuell auch noch mit steigenden Preisen für Schiffsdiesel. "Wie wir die Kutter da am Laufen halten können, das wissen wir noch nicht", zitiert die Bild-Zeitung Dirk Sander.
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