24.02.2022

Russlands Fischexporte in die EU und nach Deutschland

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine plant die Europäische Union Sanktionen gegen Russland. Unklar ist aktuell, inwieweit die europäische Fischwirtschaft von den Wirtschaftsmaßnahmen betroffen sein wird. Russland hatte vor drei Jahren einen Anteil von 1,8 % am deutschen Import von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen und rangierte damit auf Platz 6 der liefernden Drittländer, insgesamt auf Platz 12. Jüngste vorliegende Daten für das Jahr 2020 weisen jedoch ein beachtliches Wachstum der Seefischeinfuhr aus Russland aus: waren es 2019 noch 17.636 t im Wert von 58,3 Mio. Euro, so stieg die Einfuhrmenge 2020 um 23,2 % auf 21.726 t im Wert von 71,1 Mio. Euro – ein Wertzuwachs von 21,9 %. Für die EU ist Russland ein wichtiger Lieferant insbesondere für Pazifischen Pollack, schreibt das von der EU-Kommission editierte Periodikum 'Der EU-Fischmarkt'. Im Jahre 2020 stammten demnach 16 % der Pollack-Importe aus Russland – nach China (ca. 47 %) und den USA (37 %). Deutschland war wichtigstes EU-Bestimmungsland für den Alaska-Seelachs. Daneben ist Russland die größte Fangnation weltweit für pazifischen Wildlachs und ein wichtiger Lieferant von Hering. Außerdem stammen etwa 20 % der EU-Kabeljau-Importe aus Russland, was 2020 rund 80.000 t – überwiegend gefroren – entsprach.
Russlands Fischexporte in die EU und nach Deutschland
Foto/Grafik: Superbass/Wikicommons
Die Basis zahlreicher Fischstäbchen ist Pazifischer Pollack. 16 % der EU-Importe des auch als Alaska-Seelachs bekannten Weißfischs stammen aus Russland.
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