20.02.2026

Norwegen: Kabeljau-Züchter melden erstmals schwarze Zahlen

Erstmals seit Bestehen ihrer Farmen melden einige norwegische Kabeljau-Züchter Gewinne oder teilen mit, kurz vor Erreichen der Gewinnzone zu stehen, meldet das Portal IntraFish. Dabei spielen den Farmern die derzeit rekordhohen Preise für Kabeljau aus Wildfang in die Karten, die wiederum eine Folge der stark gekürzten Fangquoten sind. Den Optimismus teilen beispielsweise Ode, mit einer Produktionsmenge von rund 10.000 t im Jahre 2025 der größte der vier Züchter in Norwegen, und Kime Akva, Drittplatzierter unter den "cod farmers". Norcod, mit einer Produktionsmenge von derzeit etwa 8.000 t der zweitgrößte Kabeljau-Züchter des Landes, rechnet damit, dass das Wachstum dem Unternehmen frühestens 2027 Gewinne bescheren werde.

Rune Eriksen, Betriebsleiter beim viertgrößten Züchter Vesterålen Havbruk, meldet noch keine Gewinne, sieht sein Unternehmen aber auf dem richtigen Weg. Die geringen Fangquoten beim Kabeljau bewertet Eriksen übrigens kritisch. Denn eine instabile, volatile Versorgung mit dem Fisch führe dazu, dass die Bereitschaft bei der Kundschaft, Konzepte für Kabeljau zu entwickeln, sinke. Er sähe lieber eine anhaltend stabile Marktsituation. Allerdings beobachten die Züchter einen Anstieg der Nachfrage nach gezüchtetem Kabeljau – zum einen aus Qualitätsgründen, zum anderen, weil die Versorgung mit dem Fisch zuverlässiger sei.
Norwegen: Kabeljau-Züchter melden erstmals schwarze Zahlen
Foto/Grafik: Björn MArnau/FischMagazin
Die stark gekürzten Fangquoten beim Kabeljau mit der Folge hoher Marktpreise führen dazu, dass einige Kabeljau-Züchter erstmals Gewinne notieren. Foto: Anlandung von Kabeljau, 2003.
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