29.12.2021

Krabbenfischer: "Die Stimmung kippt Richtung Resignation"

Deutschlands Krabbenfischer haben in diesem Jahr nach vorläufigen Angaben etwa 7.000 bis 8.000 t Nordseekrabben gefangen, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Den Umsatz beziffert Philipp Oberdörffer, Fischereiexperte bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, auf rund 30 Mio. Euro. Das sei etwa ein Drittel weniger als das Mittel der vergangenen zehn Jahre und soviel wie im Vorjahr. Nach drei schlechten Jahren in Folge frustriere die Krabbenfischer der niedrige Erzeugerpreis, der bei etwa 3,- Euro/kg liege. "Das ist eigentlich für die Fangmenge, die angelandet wurde, zu gering. Es hätten doch an die 10,- Euro sein müssen", meint Günter Klever, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer der Nordsee. Neben den ausbleibenden Umsätzen leiden die Fischer unter der steigenden Inflation und höheren Betriebskosten. Der Dieselpreis habe sich etwa verdoppelt. "Die Stimmung ist nicht mehr schlecht. Die Stimmung kippt schon Richtung Resignation", urteilt Oberdörffer. Klever geht davon aus, dass es einiger seiner rund 50 Betrieb schwer haben würden, über den Winter zu kommen. Da die Lager der Großhändler langsam leer laufen, hoffen die Krabbenfischer auf allmählich wieder steigende Preise für die Krabben.
Krabbenfischer: "Die Stimmung kippt Richtung Resignation"
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin (2003)
Deutschlands Krabbenfischer haben in diesem Jahr nach vorläufigen Angaben etwa 7.000 bis 8.000 t Nordseekrabben gefangen.
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