13.08.2021

Vietnam drohen 400 Mio. Euro Verlust wegen illegaler Fischerei

Vietnams Seafood-Branche leidet zunehmend unter der "Gelben Karte", die die Europäische Union seit dem Jahre 2017 gegen das Land verhängt hat wegen fehlender Bekämpfung der Schwarzfischerei, melden die Vietnam News. Zwar ist Vietnam weiterhin der drittgrößte Exporteur von Fisch und Meeresfrüchten weltweit, doch die Exporte in die EU sind alleine von 2017 auf 2019 um 12 Prozent oder 156,3 Mio. Euro zurückgegangen. Nach Angaben der Vietnamesischen Vereinigung der Seafood-Exporteure und -Produzenten (VASEP) ist Vietnam vom ehemals zweitwichtigsten Seafood-Lieferland für die EU inzwischen auf Platz 4 hinter die USA, Japan und China zurückgefallen.

Das Gefährliche: sollte die Gemeinschaft dem Land die "Rote Karte" zeigen, weil es weiterhin im Kampf gegen illegale, nicht dokumentierte und nicht regulierte Fischerei (IUU) versagt, würde Vietnams Fischwirtschaft zur Gänze den Zugang zur EU verlieren, warnte VASEP-Vizepräsident Nguyen Thi Thu Sac. Das entspräche einem jährlichen Verlust von 408,9 Mio. Euro an Exportwert. Sollte ein derartiges Verbot zwei bis drei Jahre aufrechterhalten werden, könnten die Umsätze der Fischerei um 30 Prozent zurückgehen. Im Juli hatte der stellvertretende Premier des Landes, Le Van Thanh, angekündigt, dass Vietnam die Zahl der Fangschiffe, die IUU-Vorschriften verletzten, Stück für Stück reduzieren wolle, damit, so die Hoffnung, die Gelbe Karte bereits 2022 zurückgenommen werde.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
10.07.2019 Vietnam: Exporte in die EU um 11 Prozent gesunken
08.01.2019 EU-Kommission nimmt "Gelbe Karte" gegen Thailand zurück
26.10.2017 Vietnam erhält von der EU die "Gelbe Karte"
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