17.06.2021

Schweiz: Koordinationsstelle für die Aquakultur

Eine Koordinationsstelle für die Schweizer Aquakultur will das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) aufbauen, meldet die Schweizer Bauern-Zeitung. Das BLV reagiert damit auf das starke Wachstum der dortigen Aquakultur. Die Koordinationsstelle soll die Sichtbarkeit der Aquakultur erhöhen und ein nachhaltiges Wachstum der Branche unterstützen. Im Lande bestehe zwar ein großes Interesse an einer solchen Einrichtung, doch die Vorstellungen über deren Aufgaben, Finanzierung und Organisation gingen auseinander, heißt es in einem Bericht.

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hatten die Situation der Aquakulturbranche erfasst und dabei folgende Probleme aufgezeigt: 1. die Mehrheit der Befragten ist mit der Situation der Schweizer Aquakultur nicht zufrieden; 2. es gibt viele Akteure mit eigenen Zielen, die stark von den Produktionsfaktoren abhängen; 3. Synergien werden schwach genutzt, branchenrelevante Informationen sind nicht zugänglich, Produktion, Verarbeitung und Verkauf erfolgen sehr isoliert und das Wissen über Planung und Betrieb der Anlagen ist lückenhaft; 4. die hohen Preise in der Schweiz führen zu hohen Produktionskosten; 5. der fehlende Zollschutz führt, verglichen mit Importware, zu bescheidenen Margen von inländischen Aquakulturprodukten. Als erster Schritt soll ein Webportal erstellt werden, das den Akteuren der Branche einen unmittelbaren Mehrwert biete.

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