27.04.2018

Homann bleibt in Dissen

Anfang April hatte es sich angedeutet, jetzt ist es entschieden: der Feinkosthersteller Homann wird seine Produktion nicht in einem Großwerk im sächsischen Leppersdorf bündeln, meldet die Lebensmittel-Zeitung (LZ). Dies habe der Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe Theo Müller (UTM) beschlossen. Die Homann-Gruppe werde ihre Produktion an den bestehenden Standorten Dissen, Lintorp, Bottrop und Rogätz fortführen und 200 Mio. Euro in die Modernisierung dieser Werke investieren. Als Gründe für die Abkehr vom Leppersdorf-Projekt nannte die LZ mehrere. Der Konzern habe sich "gründlich verkalkuliert", wird ein Insider zitiert.

So berichten arbeitnehmernahe Kreise seit Längerem von Schwierigkeiten, in Sachsen geeignete Mitarbeiter zu finden. Unterdessen haben an den Alt-Standorten viele langjährige Fach- und Führungskräfte wegen der drohenden Schließung das Unternehmen verlassen. Außerdem sollen die zugesagten Fördergelder für eine Homann-Ansiedlung in Leppersdorf weit geringer ausgefallen sein als geplant, während die Projektkosten gestiegen seien. Schließlich soll der Fokus weniger auf die Intensivierung der Menge im hart umkämpften Feinkostmarkt gelegt werden. Stattdessen wolle Homann neue Sortimentsschwerpunkte setzen, insbesondere bei Dressings, Ketchup und Mayonnaise die Internationalisierung vorantreiben und den Fischbereich an den Standorten Rügen und Polen stärken.

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