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11.05.2016

PTC Germany verlagert Produktion aus Asien nach Serbien

Die Product Trade Company Germany (PTC Germany) hat im Februar eine neue Produktion in Serbien in Betrieb genommen, meldet das Portal Blic. In Smederevo, eine Autostunde südöstlich der Hauptstadt Belgrad, hat die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr für 3 Mio. Euro eine Produktionshalle von 3.000 qm errichtet, die PTC mietet. Ergänzend hat das in Kempen ansässige deutsche Handelshaus ein Kühlhaus mit 500 qm Fläche gebaut. PTC folgt mit der Produktionsaufnahme in Serbien anderen deutschen Unternehmen, die ihre Produktion aus Asien - im Falle von PTC aus China und Vietnam - nach Osteuropa verlagern. Ein Blick auf die Karte zeige, dass Serbien eher im Zentrum Europas liege als Brüssel, hatte PTC-Geschäftsführer Bruno Coornaert 2015 anlässlich der Unterzeichnung eines Memorandums gescherzt. Die Anwesenheit nicht nur der Bürgermeisterin von Smederevo, sondern auch des serbischen Wirtschaftsministers Zeljko Sertic und sogar des Premierministers Aleksandar Vucic verweisen auf die Bedeutung, die Serbien dem Wirtschaftsstandort Smederevo beimisst. PTC will dort zunächst 100 Mitarbeiter, zu 80 Prozent Frauen, und binnen zwei Jahren bis zu 300 beschäftigen.
10.05.2016

SEG Brüssel: Fast 300 Besucher bei gemeinsamer ASC-/MSC-Veranstaltung

Seit acht Jahren nimmt der Aquaculture Stewardship Council (ASC) an der Seafood-Messe in Brüssel teil. In diesem Jahr veranstaltete der ASC erstmals gemeinsam mit dem Marine Stewardship Council (MSC) das 'Seafood Futures Forum', das von nahezu 300 Gästen besucht wurde, meldet die Umweltorganisation. Im Rahmen der Veranstaltung sprachen Vertreter von IKEA, Hilton Worldwide und Carrefour darüber, inwiefern die Nachfrage von Verbraucherseite ihr Bekenntnis zu ASC- und MSC-zertifiziertem Seafood gefördert habe. So hatte IKEA im vergangenen Jahr angekündigt, in mehr als 370 Einrichtungshäusern in 43 Ländern weltweit MSC- und ASC-zertifizierte Meereskost zu verkaufen. Hilton Worldwide war im November 2015 die erste global aufgestellte Hotelkette, die MSC-zertifizierten Kabeljau in ihren Restaurants in Großbritannien, Holland und Belgien servierte. Lidl Deutschland will von Januar 2017 an unter seiner Eigenmarke (frisch und gefroren) ausschließlich MSC-Produkte anbieten. Ab Januar 2018 sollen Produkte aus Aquakultur entweder eine ASC- oder eine Biozertifizierung tragen.
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09.05.2016

Polen: Paula Fish übernimmt Lachsräucherei Limito

Der polnische Sprotten- und Heringsverarbeiter Paula Fish (Slupsk/Pommern) hat Anfang Mai die Mehrheitsanteile der ebenfalls polnischen Lachsräucherei Limito übernommen, meldet das Portal IntraFish. Paula Fish habe von Limito-Geschäftsführer und -Hauptgesellschafter Robert Wijata dessen 51% Anteile für eine nicht genannte Summe gekauft, teilte Pawel Nowakowski mit, Verkaufs- und Marketingmanager bei Limito. Wijata, ehemals Geschäftsführer von Graal, hatte im März 2015 die Geschäftsführung der Räucherei übernommen und die genannten 51% von dem Beteiligungskapitalfonds Avallon gekauft, der weiterhin 37% von Limito hält. Private Investoren sind im Besitz der verbleibenden 12%. Die Führung der Räucherei liege vorerst in den Händen des Paula-Eigners Slawomir Gojdz und seiner Finanzdirektorin (CFO) Bernardeta Majewska. "Derzeit arbeiten wir an einer neuen Strategie, werden aber in einigen Wochen mehr mitteilen können", kündigte Pawel Nowakowski an. Paula gilt als größter polnischer Sprotten- und Heringsverarbeiter, handelt vor allem IQF- und Blockware. 2013 nahm Paula eine neue Verarbeitung in Betrieb, in der täglich bis zu 500 t produziert werden können.
06.05.2016

Brüsseler Seafood-Messen erfolgreich trotz Aussteller- und Besucherschwund

Vier Wochen nach den mörderischen Terroranschlägen auf Flughafen und Metro fand in der letzten Woche die 24. Brüsseler Seafood-Show unter schwierigen Rahmenbedingungen statt. Stadtverwaltung und die Messeveranstalter von Seafood Expo Global (SEG) und Seafood Processing Global (SPG) wurden täglich mit besorgten Anfragen, kritischen Kommentaren und gezielten Sicherheitswünschen konfrontiert. Obwohl etwa fünf Prozent der Aussteller ihre Teilnahme absagten und auch viele Besucher der Messe fernblieben, ist das Event seinem Ruf gerecht geworden, der wichtigste globale Marktplatz für den Handel von Seafood zu sein. Die Show hat die Absagen namhafter Aussteller wie Cermaq oder von Lerøy Seafood, HB Grandi, Salmar, der Pacific Seafood Group, Viciunai oder Trident, das erst kürzlich die Pickenpack-Fabrik in Riepe gekauft hat, gut verkraftet. In vielen Hallen klafften zwar die Lücken der fehlenden Stände, was jedoch wenige Besucher störte, weil dafür die locker arrangierten Sitzgruppen willkommene Gelegenheiten für kleine Pausen und Gespräche abseits der Messestände boten. Messeveranstalter und die Stadt Brüssel haben durch ihr solides Sicherheitskonzept einen erfolgreichen Verlauf ermöglicht. Brüssel hat mit diesem überzeugenden Engagement nicht nur vieles dafür getan, die Messe in der Stadt zu halten, sondern auch seinen arg ramponierten Ruf etwas aufpoliert, der nicht erst seit den Terroranschlägen bei Messebesuchern und Touristen gelitten hatte. Brüssel sei teuer und biete dafür zu wenig, monierten viele. Einen ausführlichen Nachbericht lesen Sie in unserer Mai-Ausgabe von FischMagazin.
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05.05.2016

Honduras: Shrimp-Farm erhält ASC-Zertifikat

Im lateinamerikanischen Honduras ist eine erste Shrimp-Farm der Granja Marinas Group erfolgreich nach dem Garnelenstandard des Aquaculture Stewardship Councils (ASC) zertifiziert worden, meldet der ASC. Die Finca Granjas Marinas San Bernado in der Gemeinde Choluteca war vor kurzem zusammen mit vier anderen Farmen des Shrimp-Züchters (Finca Crimasa, Finca Las Arenas, Aquacultivos de Honduras (AQH) & Finca Cadelpa) von dem unabhängigen Zertifizierer Control Union Peru auditiert worden und erhielt am 27. April als erste das ASC-Zertifikat für ihre Zucht von Litopenaeus vannamei. Die 1985 gegründete Farm, an der Pazifik-Küste von Honduras gelegen, produzierte in insgesamt 217 Teichen mit einer Fläche von 3.607,6 Hektar jährlich zuletzt 14.244.818 Pound (= 6.467 t) Weiße Garnelen.
04.05.2016

Österreich: Sushi-Kette Eat Happy plant 50 Standorte

Die deutsche Sushi-Kette Eat Happy expandiert nicht nur in Deutschland, sondern seit Herbst 2015 auch in Österreich. Das Shop-in-Shop-Konzept des früheren Investmentbankers Christian Kraft ist seit Ende 2014 bereits in mehr als hundert Supermärkten vor allem der führenden Ketten Rewe und Edeka realisiert worden. Bis Ende kommenden Jahres sollen Sushi-Liebhaber in Deutschland die frisch vor Ort produzierten und verpackten Spezialitäten an 250 Eat Happy-Standorten kaufen können. In Österreich kooperiert Kraft mit den Handelsketten Spar und ebenfalls Rewe, schreibt die österreichische Tageszeitung 'Der Standard'. Zwölfmal ist Eat Happy mittlerweile in dem Alpenland vertreten und beschäftigt dort 60 Mitarbeiter, bis Ende 2017 soll die Zahl der Filialen auf 50 wachsen. Geschäftsführer von Eat Happy Österreich ist Harald Sükar, einst langjähriger Chef von McDonald's Österreich und später Inhaber einer eigenen Fastfood- und Gastrogruppe. Eat Happy konzentriere sich auf hochfrequente Lagen im urbanen Bereich jenseits der Discounter, sagt Elisabeth Gruber, die das Österreich-Geschäft aufbaut. Sie will auch österreichische Züchter von Saiblingen und Forellen ins Konzept integrieren, außerdem soll mehr veganes und süßes Sushi angeboten werden.
04.05.2016

Lüneburg: Pickenpack-Fabrik wird definitiv geschlossen

Die Pickenpack-Produktion in Lüneburg wird zum 30. Juni endgültig geschlossen. Das teilte der Insolvenzverwalter Friedrich von Kaltenborn-Stachau gestern mit, meldete der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Die rund 400 Mitarbeiter des Tiefkühlkost-Herstellers wechseln zu diesem Tag in eine Transfergesellschaft. Allerdings sei die Gesellschaft nur auf vier Monate befristet, kritisierte Silke Kettner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). In dieser Zeit bekommen die Beschäftigten 85 Prozent ihrer Bezüge. Am früheren Pickenpack-Standort im ostfriesischen Riepe konnten hingegen sämtliche 170 Arbeitsplätze gesichert werden. Dort hatte das US-Fischereiunternehmen Trident Seafoods die moderne Fischfabrik übernommen. Allerdings stehe die kartellrechtliche Freigabe der Übernahme durch Trident noch aus, sagte von Kaltenborn-Stachau.
04.05.2016

Spanien: Chinesen kaufen Konservenhersteller Albo für 61 Mio. Euro

Die chinesische Gruppe Shanghai Kaichuang Marine International hat den spanischen Fischkonserven-Produzenten Conservas Albo für 61 Mio. Euro gekauft, meldet IntraFish. Albo (Umsatz 2014: 84,5 Mio. Euro) ist spezialisiert auf Bonito, Thunfisch, Sardinen, Muscheln und Sardellen in Olivenöl in Dosen. Shanghai Kaichuang exportiert - trotz eines Jahresumsatzes von 161 Mrd. Euro [!] - bislang vergleichsweise wenig, und zwar in die Schweiz, nach Lybien, Puerto Rico, in die Dominikanische Republik und nach Mexiko. Durch die Übernahme von Conservas Albo, die in Spanien und auf dem EU-Markt aktiv sind, verspricht sich Shanghai Kaichuang ein Standbein auf dem europäischen Markt.
04.05.2016

Island: "Die umweltfreundlichsten Trawler der Welt"

Zwei neue isländische Trawler könnten die "umweltfreundlichsten der Welt" sein, meint Rakel Sævarsdóttir, Projektleiterin der Werft Skipasyn. Die in Island entworfenen und in China gebauten Schiffe - 'Páll Pálsson IS' und 'Breki VE' - wurden auf der Huanghai-Werft in China gebaut. Schiffsschrauben mit fünf statt bislang drei Metern Durchmesser reduzierten den Schiffsdieselverbrauch um 30 bis 40%, schreibt die Iceland Review. Rakel Sævarsdóttir sieht die Neubauten im Kontext eines größeren Trends zu umweltbewussteren Lösungen in der Fischindustrie. Ein Nachteil der Trawler: in einigen flacheren Häfen können die Fangschiffe aufgrund der Propellergröße nicht anlegen.
03.05.2016

Fischmarkt Hamburg: Neuer Tiefkühlraum mit umweltfreundlicher Kältetechnik

Für die Lagerung von Tiefkühlware am Fischmarkt Hamburg-Altona werden noch in diesem Sommer neue Kühlräumlichkeiten errichtet. Die vorhandene, in Teilen mehr als 50 Jahre alte Kühlanlage entspreche nicht mehr dem lokalen Bedarf und den heutigen Anforderungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH (FMH), einer Tochtergesellschaft der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Für den Bedarf der mehr als 40 Unternehmen der Fischwirtschaft sei das bisherige, mittlerweile sanierungsbedürftige Lager deutlich überdimensioniert. "Die bisher unterhaltene Kapazität stammt noch aus der Zeit der Anlandung und Verarbeitung von Massenware", erklärt FMH-Geschäftsführer Matthias Funk. Die Volumenlagerung mit längerer Verweildauer sei in spezialisierte Großkühlhäuser ausgelagert, während das FMH-Kühlhaus den ansässigen Betrieben eine Vorhaltefunktion für Waren garantiere, die tagtäglich im Quartier gehandelt oder verarbeitet werden. Mit der Investition in das neue, mehr als 600 Quadratmeter große Lager in Halle IV wechsele die Betreibergesellschaft auf eine umweltfreundliche Kältetechnik, senke den Energieverbrauch vor Ort und versorge die Anlage zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien. Die alte Halle wird noch bis zum Jahresende 2016 als Tiefkühllager zur Verfügung stehen.
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