16.10.2026

Berlin: "Mehr als nur Filet – die Zukunft von 100 % Fisch"

Während sich die Fischwirtschaft traditionell auf Fischerei und Fischverarbeitung konzentrierte, hat sich die Branche inzwischen zu einer High-Tech-Industrie gewandelt, die die Wertschöpfung erheblich gesteigert, "Abfälle" massiv reduziert hat und Nachhaltigkeit propagiert. Eine halbtägige Konferenz in Berlin thematisiert Ende Oktober die Erfahrungen, die auf Island und in Deutschland in dieser Hinsicht gemacht wurden, und zeigt, wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen das Prinzip "100 % Fisch" umgesetzt haben, um die Branche umzubauen. Ausgerichtet von der Isländischen Botschaft in Berlin und dem Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, werden ein gutes Dutzend Experten am Freitag, 30. Oktober 2026, von 14:00 bis 18:00 Uhr in den Nordischen Botschaften (Felleshus – Gemeinschaftshaus, Rauchstr. 1, 10787 Berlin) Informationen in englischer Sprache liefern. Nach Grußworten von Prof. Dr. Dr. Markus Schick (Staatssekretär BMELH) und Frau Hallveig Ólafsdóttir (Generaldirektorin, Isländisches Ministerium für Ressourcen) wird Dr. Thor Sigfusson, Gründer und Geschäftsführer des Iceland Ocean Cluster, einleitend das Thema skizzieren – "Von der Menge zum Wert: 100 % Fisch und Chancen in der 'Blue Economny'".

Petra Weigl, Marketingleiterin Regal Springs Europe und Óskar Sigmundsson, Inhaber und CEO von Fischimporteur Marós, liefern Best practice-Beispiele. Ein namentlich noch nicht feststehender Referent von der EU-Generaldirektion für maritime Angelegenheiten und Fischerei wird die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für den Umbau der Industrie darstellen. Gesichtspunkte aus der Forschung präsentieren Margrét Geirsdottir, Lebensmittelexpertin bei Matís Island, und Dominik Ewald als Leiter Geschäftsentwicklung beim Fraunhofer IGD, während Mark Saalmann, Betriebsleiter beim Zanderzüchter Kaiserzander und Orri Hauksson, Vorstandsvorsitzender bei First Water Salmon Farming, Lachszüchter mit landgestützten Farmen, die Sichtweise fischproduzierender Unternehmen darlegen. Eine Podiumsdiskussion, an der neben einigen der aufgeführten Referent:innen Prof. Dr. Engel Friederike Arkenau, Digitalisierungsbeauftragte beim BMEL, und Julia Lange, Koordinatorin des Innovation Cluster Bioeconomy at Marine Sites, teilnehmen, rundet den Nachmittag – Thema: "Vom kleinen Maßstab zum kommerziellen Maßstab". Ein Networking-Empfang bei Wein, Bier und Fischgerichten, gesponsored von Kaiserzander und Regal Springs und zubereitet von Küchenmeister Fri∂rik Sigur∂sson aus Reykjavík, bildet den Ausklang. Zur Anmeldung für die Konferenz – der Eintritt ist frei – geht es hier.
Berlin: "Mehr als nur Filet – die Zukunft von 100 % Fisch"
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
"Fischabfälle" erzielen oft mehr Ertrag als das klassische Filet.
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