01.07.2026
Fischanlandungen: 7 Prozent mehr Fisch, 32 Prozent höhere Erlöse
Die 1.077 Fischereifahrzeuge der deutschen Hochsee- und Küstenfischerei landeten im vergangenen Jahr und 173.733 t an und damit 7 % mehr als im Vorjahr 2024. Das geht aus der Anlandestatistik für 2025 hervor, die die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) jetzt veröffentlicht hat. Die Erlöse stiegen um 32 % auf 236,4 Mio. Euro. Der Anstieg sei vor allem durch die vermehrte Anlandung von höherpreisigen Fischen wie Kabeljau und Schwarzen Heilbutt sowie durch mehr Speisekrabben bedingt. "2025 war mit Abstand das beste seit vielen Fangjahren für die Krabbenfischer, was ihnen betriebswirtschaftlich wieder Aufschwung gegeben hat," teilte BLE-Referatsleiter Lutz Wessendorf mit. Alleine die Erlöse für Nordseekrabben haben sich 2025 auf 64,6 Mio. Euro mehr als verdoppelt und machen damit über 27 % der Gesamterlöse aus. Unter den angelandeten Fischarten waren auf Basis Wert die Top 3 Blauer Wittling (35,7 %), Hering (26,7 %) und Sprotte (8,5 %), gefolgt von Makrele (6 %), die gleichauf lag mit der Speisekrabbe.
Nur 13.423 t oder 7,7 % der Gesamtanlandungen wurden in inländischen Fischereihäfen – also in den Küstenländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen – gelöscht, einschließlich Beifang, eingelagerter Ware, Fischmehl und Futterfisch. Von 12.748 t verkaufter und eingelagerter Ware fielen die Hauptmengen auf Speisekrabbe (74,4 %), Plattfische wie Scholle, Flunder und Steinbutt (6,4 %) sowie Schwarzer Heilbutt (5,7 %). Die stark gesunkene deutsche Fangquote bei Makrele führte dazu, dass 2025 nur noch 3 t Makrele verkauft und eingelagert wurden – 2024 waren es noch rund 3.560 t. Mit rund 160.310 t (Anlandegewicht) oder 92,3 % der Gesamtanlandungen im Wert von 163 Mio. Euro (= 69 % des Wertes) steuerten die deutschen Fischereifahrzeuge ausländische Häfen an. Mehr als drei Viertel der 159.877 t verkaufter und eingelagerter Ware wurden in den Niederlanden angelandet, 11,3 % entfielen auf Häfen in Dänemark und 7,5 % auf norwegische Häfen. Die Anlandestatistik 2025 ist abrufbar unter
www.ble.de/fischwirtschaft.
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