18.02.2026
Berlin: HanseGarnelen-Insolvenz kostet Zahnärzte 15 Millionen Euro
Firmeninfos
Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) hat sich bei der Geldanlage am Kapitalmarkt verspekuliert. Bis zu 1,4 Mrd. Euro sollen VZB-Finanzjongleure "fehlinvestiert" haben, berichtete schon im Dezember 2025 das Handelsblatt. Unter anderem soll das VZB durch die Insolvenz der HanseGarnelen AG in Glückstadt, deren Mehrheitsaktionär das Versorgungswerk spätestens seit 2023 war, rund 15 Mio. Euro – eine andere Quelle spricht von 16,3 Mio. Euro – verloren haben. Bereits bei der Grundsteinlegung der Indoor-Garnelenfarm im Sommer 2021 war ein VZB-Vertreter anwesend. Die Funktionäre der "Rentenkasse" der Zahnärzte für Berlin, Brandenburg und Bremen hatten damals mitgeteilt, dass das VZB ungefähr 45 % der Shrimpfarm halte. Es gebe kein klar umrissenes Renditeziel, erklärten die Berliner 2021 gegenüber FischMagazin. Insgesamt soll das Versorgungswerk 2022 ein Vermögen von mehr als 2 Mrd. Euro verwaltet und pro Jahr bis zu 200 Mio. Euro neu angelegt haben. Jetzt fordere das VZB nach Meldung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) von einer Wirtschaftsprüfergesellschaft fast 82 Mio. Euro Schadensersatz. Die Verluste könnten dazu führen, dass die Altersbezüge von 11.000 Zahnärzten gekürzt werden müssen. Nach Mitteilung des Frankfurter Portals Portfolio Institutionell handele es sich um den "schwerwiegendsten Fall dieser Art in Deutschland".
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