19.05.2022

Schottland: Kleinere Lachsräuchereien kämpfen

Während der Lebensmitteleinzelhandel dank fester Kontrakte die dramatischen Lachspreiserhöhungen der letzten Monate vergleichsweise entspannt sehen kann, leiden all jene kleineren Räucherer und Großhändler, die ihren Fisch üblicherweise zu einem großen Teil am Spotmarkt kaufen.

Das gilt beispielsweise für die lachsverarbeitenden Betriebe in Schottland. Im vergangenen Monat meldete bereits die Räucherei Bleiker's in North Yorkshire Insolvenz an. Carl Fanthorpe, Direktor des in Grimsby ansässigen Fischverarbeiters Saltire Salmon, teilte mit, dass sein Geschäft mit Räuchereien und Großhändlern in den letzten Monaten um 50 % zurückgegangen sei. Er verarbeitet mit 22 Beschäftigten rund 18 t Lachsfilet die Woche, wovon rund 70 % aus Norwegen stammten, der Rest aus Schottland. "Wer wie ich eine Mischung aus Kontrakten und Spotware hat, wird eine schwere Zeit haben." Die "Profitgier" der Lachsproduzenten, habe das Potential, die Kategorie Lachs zu beschädigten, warnt Fanthorpe.

Eine Lösung für kleinere Verarbeiter sei Diversifizierung. John Corfield vom Skye Smokehouse biete nun Touren und Verkostungen an, denn Restaurants und Hotels, die er normalerweise beliefere, achten sorgfältig auf ihre Marge. Max Bergius vom Secret Smokehouse in London empfiehlt seinen Kunden jetzt seine über Eichenholz geräucherte Forelle, die weiterhin einen akzeptablen Preis habe. Auch in Grimsby hat Saltire Salmon eine neue Verarbeitungslinie für Forelle installiert.
Schottland: Kleinere Lachsräuchereien kämpfen
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
In Schottland leiden insbesondere kleinere Räucherer und Großhändler, die ihren Fisch zu einem großen Teil am Spotmarkt kaufen, unter den dramatischen Lachspreiserhöhungen.
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