02.03.2022

Norwegen liefert die Smolts für Russlands Aquakultur-Aufbau

Im September 2021 meldete Russland eine beeindruckende Zahl: Die heimische Aquakultur-Produktion hatte sieben Jahre nach Verhängung des Einfuhrverbots für Lachs aus Norwegen jene Menge von 120.000 t Fisch überschritten, die Russland im Jahre 2014 noch importiert hatte, meldet IntraFish. Möglich ist der zügige Aufbau einer eigenen Aquakultur, weil Norwegen den Russen in den letzten sieben Jahren Smolts im Wert von 843 NOK, rund 83,6 Mio. Euro geliefert hatte - trotz des russischen Einfuhrverbotes für Seafood aus Norwegen seit Sommer 2014. "Russland wird in Kürze keinen Lachs mehr importieren müssen aufgrund unserer Eigenproduktion", kommentierte Borge Prytz Larsen, Direktor des russischen Importeurs Severnaya. Russland züchtet Atlantische Lachse und Regenbogenforellen in der Barentssee in der Region Murmansk sowie Regenbogenforellen in Seen, unter anderem in Karelien an der Grenze zu Finnland. In den letzten Jahren hat Russland zwei norwegische Smoltproduktionen erworben. Außerdem, sagt Prytz Larsen, baue Russland Smoltanlagen im Raum Murmansk und plane den Bau weiterer. Vor dem Einfuhrstopp 2014 war Russland Norwegens größter Seafood-Exportmarkt im Wert von rund 644,3 Mio. Euro.
FischMagazin
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