15.09.2021

Schottland: Bakkafrost investiert über 800 Mio. Euro in Lachsproduktion

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Der färingische Lachsproduzent Bakkafrost will in seine Lachsproduktion in Schottland innerhalb der kommenden vier Jahre 6,2 Mrd. DKK, fast 834 Mio. Euro investieren, um dort wieder schwarze Zahlen zu schreiben, meldet das Portal IntraFish. Bakkafrost hatte Ende 2019 für umgerechnet 470 Mio. Euro die Scottish Salmon Company gekauft. Doch Schottland war 2020 ein Verlustgeschäft für die Eigner von den Färöern: die Produktionskosten lagen mit 5,90 Euro/kg über dem durchschnittlichen Verkaufspreis, teilte Geschäftsführer Regin Jacobsen gestern mit. Zum Vergleich: Bakkafrost Färöer hatte 2020 Produktionskosten von knapp mehr als 40 NOK, rund 3,90 Euro/kg. Die größte Herausforderung in Schottland sei ein erheblicher Investitionsstau, konstatierte Jacobsen.

Nun will Bakkafrost an zahlreichen Stellschrauben drehen. Das Fischfutter soll sukzessive nur noch von der eigenen Tochter Havsbrun kommen, die FCR soll unter 1,1 gesenkt werden. Die Größe der Smolts soll auf 500g angehoben werden, damit die Lachse nur noch einen Sommer im Meeresgehege schwimmen, was Risiken und Sterblichkeit reduziert. Bei der Mortalität werde ein Wert von unter 8 % angestrebt. Außerdem hat der Züchter in ein Boot zur Bekämpfung der Lachslaus investiert. Bakkafrost will mehr Lizenzen für größere Standorte kaufen und binnen der kommenden 15 Jahre die Produktion um den Faktor 15 (sic!) steigern. Auch der Bau einer eigenen Verarbeitung in Schottland sei geplant.
FischMagazin
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