30.03.2009

Kreislaufanlagen: Neues Futter soll schwimmfähigen Fischkot produzieren

Die Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg will gemeinsam mit der Zordel Fischhandels-GmbH (Neuenbürg) und der Fischzucht Peter Störk (Bad Saulgau) ein spezielles Fischfutter für den Einsatz in Kreislaufanlagen entwickeln, nach dessen Aufnahme die Fische schwimmfähigen, festen Kot erzeugen, der sich leicht von der Wasseroberfläche abschöpfen lässt. Das meldet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 350.000 € fördert. "Die sichere und nahezu vollständige Entfernung der Ausscheidungsstoffe aus dem Kreislaufsystem ist eine echte technische Herausforderung", erläutert Dr. Alexander Brinker von der Fischereiforschungsstelle. "Die feinen Fischkotpartikel verteilen sich gleichmäßig im gesamten Wasser und lassen sich nur bedingt und mit großem Energieaufwand herausfiltern." Eine unzureichende Filterung des stickstoff- und phosphathaltigen Kots wirke sich wiederum negativ auf die Wasserqualität und auf die Gesundheit der Fische aus. In hauseigenen Versuchsanlagen der Forschungsstelle werden derzeit verschiedene neuartige Futtermischungen getestet. In der Fischzucht Störk soll sich der Ansatz unter kommerziellen Bedingungen bewähren, wobei ein neues, von Zordel konstruiertes Gerät zum Abschöpfen der Fäkalien verwendet werden wird. Ein verbessertes Fütterungsmanagement sei ein wegweisender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Aquakultur.
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