26.02.2025

Island: Wieder Quote für den Capelin

Das isländische Institut für Meeres- und Süßwasserforschung (MFRI) hat seine Empfehlung für die diesjährige Capelin-Fangquote auf 8.589 t angehoben, meldet Seafood Media. Im vergangenen Jahr war die Fischerei auf die wegen ihres Rogens geschätzte Lodde (Mallotus villosus) komplett geschlossen. Jetzt hatten drei isländische Forschungsschiffe im Januar vor der Ostküste Islands einen Capelin-Bestand von rund 180.000 t ausgemacht und Anfang Februar vor Islands Nordwestküste eine Bestandsbiomasse von weiteren etwa 98.200 t, so dass sich die Bestandsschätzung für den laufenden Winter auf insgesamt 278.200 t belaufe. Allerdings entfallen von der TAC nur 6.957 t oder 81 % auf Island, während Grönland 1.546 t (= 18 %) und Norwegen 86 t (= 1 %) erhalte. Letztendlich dürfen Islands Schiffe in dieser Fangsaison jedoch nur 4.683 t fischen: Zum einen führe Überfischung durch Island in der Vergangenheit zu einer Reduzierung seiner aktuellen Quote, zum anderen erhalten die Färöer im Rahmen eines bilateralen Abkommens 429 t Capelin-Quote im Tausch gegen Islands Fischerei auf Blauen Wittling in den Hoheitsgewässern der Färöer Inseln. Trotz der historisch niedrigen TAC begrüßt die Branche, dass es überhaupt eine Quote gebe, zumal sich der Fisch aufgrund eines Rogenanteils von 18 % bestens für das Einfrieren eigne.
Island: Wieder Quote für den Capelin
Foto/Grafik: Assianir/Wikicommons
Der Capelin, deutsch: Lodde, wird insbesondere für seinen Rogen geschätzt. Nach einer Nullrunde im Jahre 2024 dürfen in Islands Hoheitsgewässern in der Saison 2025 wieder 8.589 Tonnen gefischt werden.
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