20.12.2022

Galeria: Doppelt soviel Filialschließungen wie angekündigt

Die insolvente Kaufhauskette Galeria schließt eventuell erheblich mehr Filialen als ursprünglich angekündigt, meldet das Hamburger Abendblatt unter Verweis auf einen Bericht der Lebensmittel-Zeitung (LZ). Nachdem Galeria-CEO Miguel Müllenbach zunächst mitgeteilt hatte, mindestens ein Drittel der 131 Filialen in 97 Städten zu schließen, drohe inzwischen bis zu 90 Geschäften das Aus. Das geht aus einem Schreiben des Gesamtbetriebsrates hervor. Unter besonderer Beobachtung stünden Doppelstandorte. Außerdem sei weiterer Personalabbau geplant. Neben jenen Entlassungen, die mit Standortaufgaben verbunden wären, sei von Personalabbau von bis zu 30 Prozent in den verbleibenden Filialen die Rede. Derzeit arbeiten mehr als 17.000 Beschäftigte für den Konzern Galeria Karstadt Kaufhof. Der Personalabbau soll die Personalkostenquote um drei Prozent unter den aktuellen Durchschnitt senken. So soll in den Service-Centern bis zur Hälfte der MitarbeiterInnen eingespart werden. Darüberhinaus sei angedacht, das Facility-Management und den Reisebereich auszugliedern. Der Betriebsrat übte scharfe Kritik. Personalabbau und Ausgliederung seien die "kreativen" Lösungen des Managements: "Die gleichen Maßnahmen wie immer, nur in einer wesentlich härteren Form."
Galeria: Doppelt soviel Filialschließungen wie angekündigt
Foto/Grafik: Björn Láczay - Flickr/Wikicommons
Die insolvente Kaufhauskette Galeria schließt eventuell erheblich mehr Filialen als ursprünglich angekündigt.
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