27.08.2021

Ökotest: Kabeljau und Alaska Seelachs im Test

Ökotest hat 19 tiefgekühlte Kabeljau- und Alaska-Seelachs-Filets im Hinblick auf die Nachhaltigkeit ihrer Fischerei, Schadstoffbelastung und Geschmack getestet. "Fast alle Fischfilets schmeckten den von uns beauftragten Sensorikexperten einwandfrei", konstatiert das Verbrauchermagazin in seiner Zusammenfassung des in der September-Ausgabe 2021 erschienenen Berichts. Außerdem fanden die Labore wenig Schadstoffe. Auch mikrobielle Belastung oder Nematoden waren kein Thema. In zahlreichen Filets fanden sich Spuren von Chlorat, jedoch nur in einem Fall war der Gehalt "leicht erhöht". Sechs Stichproben wurden auf Mikroplastik untersucht. Im Durchschnitt fanden sich 4.164 Plastikpartikel in der Größe zwischen 6 Mikrometern und 5 Millimetern. Diese können sowohl aus dem Meer stammen als auch im Laufe der Produktionskette aufs Filet gekommen sein, etwa aus der Kleidung im Verarbeitungsbetrieb oder als Abrieb aus der Verpackung.

Während Ökotest den Alaska-Seelachsfilets acht mal die Note "sehr gut" verlieh, erhielten die Kabeljaufilets schlechtere Noten. Der Hauptgrund: Notenabzüge bei Nachhaltigkeit und Transparenz. Unter Berufung auf den Meeresbiologen Dr. Rainer Froese, leitender Wissenschaftler am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, kritisierte Ökotest insbesondere die beim Kabeljau gängigste Fangmethode der Grundschleppnetzfischerei. In diesem Kontext bemängelten die Verbraucherschützer, dass auch drei Produkte, "für die Kabeljau mit Grundschleppnetzen aus den überfischten Beständen des Atlantiks gefangen wurde", das MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei trügen.
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