01.10.2026

Makrele: ICES empfiehlt für 2027 doppelte Quote

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat für die Fischerei auf die Nordostatlantische Makrele im Jahre 2027 eine TAC von 352.938 t empfohlen, meldet das Fiskerforum. Angesichts einer Verdoppelung der höchstzulässigen Fangmenge gegenüber 2026 (= 174.357 t) begrüßt der Schwarmfischsektor diese Empfehlung. Der in Kopenhagen ansässige Rat schätzt die derzeitige Laicherbiomasse (SSB) der Makrele auf 3,2 Mio. t. Damit läge diese über dem biologischen Grenzwert, unterhalb dessen die Fähigkeit des Bestandes zur Reproduktion und zur Erholung als eingeschränkt gilt. Für 2028 rechne der ICES mit einem Anstieg der SSB auf 3,34 Mio. t dank guter Rekrutierung von Jungfischen im Bestand. Für Blauen Wittling empfiehlt der ICES eine Fangmengenbegrenzung auf 1.064.191 t und beim Atlanto-Skandischen Hering sollten die Fänge 588.044 t nicht übersteigen.

Die North Atlantic Pelagic Advocacy Group (NAPA) begrüßt die TAC-Anhebung für die drei Schwarmfischarten verhalten, verweist jedoch darauf, dass sich der Makrelenbestand nur knapp außerhalb der Gefahrenzone befinde – nur 4,5 % jenseits einer Grenze, unterhalb der die Gefahr eines Zusammenbruchs des Bestandes bestehe. Insofern fordere die NAPA alle sieben Küstenstaaten – Norwegen, Island, die Färöer Inseln, Grönland, Großbritannien, die EU und Russland – auf, ein gemeinsames Abkommen zu verhandeln, das gewährleiste, dass die kombinierten Fangmengen innerhalb der wissenschaftlich empfohlenen Grenzen blieben.
Makrele: ICES empfiehlt für 2027 doppelte Quote
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat für die Fischerei auf die Nordostatlantische Makrele im Jahre 2027 eine Verdoppelung der TAC auf 352.938 t empfohlen. Foto: Makrelenverarbeitung in Schottland im Jahre 2007.
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