10.05.2022

Makrele: Große Marken steigen auf Schildmakrele um

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Führende europäische Seafood-Marken setzen neuerdings chilenischen Stöcker, auch bekannt als Schildmakrele (Trachurus spp.), als Alternative zur nordostatlantischen Makrele ein, weil letztere seit dem Jahre 2019 nicht mehr MSC-zertifiziert ist. Nach Angaben des MSC werde die Makrele im Nordostatlantik derzeit 40 % stärker befischt, als es für eine nachhaltige Befischung des Bestandes notwendig wäre. In Deutschland bietet Followfood Schildmakrelenfilets in der Dose an, in der Schweiz habe die Migros, in Belgien Delhaize und in den Niederlanden Albert Heijn vor kurzem damit begonnen, den chilenischen Stöcker als Alternative zu verkaufen. "Für uns ist das blaue MSC-Label die wichtigste Basis für unsere fischereilichen Einkaufsdirektiven", erklärt Julius Palm, bei Followfood verantwortlich für Strategie und Marke. Der belgische Produzent Charlier-Brabo Group (CBG), Inhaber der Marke First State und Lieferant für Fish Tales, kritisiert, dass die nicht MSC-zertifizierte nordostatlantische Makrele noch nicht vollständig aus den Regalen des LEH verschwunden sei. "Das hat ein falsches Signal an die Verbraucher gesendet", meint Raf de Smet, CBG-Categorymanager für Fisch und Fleisch. Die chilenische Schildmakrele wird im Südpazifik von 15 Staaten befischt. Der MSC bewertet die Größe dieses Makrelenbestandes als gesund, die Fangmenge bewege sich im Rahmen wissenschaftlicher Empfehlungen.
Makrele: Große Marken steigen auf Schildmakrele um
Foto/Grafik: C. Ortiz Rojas/Wikicommons
Führende europäische Seafood-Marken setzen neuerdings chilenische Schildmakrele als Alternative zur nordostatlantischen Makrele ein, weil letztere seit 2019 nicht mehr MSC-zertifiziert ist. Foto: Schildmakrele im Netz eines chilenischen Ringwadenfängers vor Peru, 1997.
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