17.07.2026
Hamburg: HHLA meldet akute Probleme im Hamburger Hafen
Die operative Situation im Hamburger Hafen bleibe "äußerst schwierig und verschlechtert sich weiter", zitiert das Hamburger Abendblatt den weltweit tätigen Logistik- und Hafenkonzern DP World. Anlass sei eine Kundeninformation der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) vom 10. Juli 2026. Darin verweise der führende Terminalbetreiber in Hamburg auf zahlreiche Projekte, die ins Stocken geraten seien. So verzögere sich die vollständige Inbetriebnahme neuer ferngesteuerter Containerbrücken am Container Terminal Altenwerder (CTA). Außerdem sei die Einführung des neuen Terminalbetriebssystems N4 auf das erste Quartal 2027 verschoben worden. Auch der automatisierte Containertransport am Containerterminal Burchardkai (CTB) soll sich von Mitte 2026 auf "nicht vor Herbst" verschieben. Am dritten HHLA-Terminal – dem Containerterminal Tollerort (CTT) – soll es in KW 34 bis 36 aufgrund von Sanierungsarbeiten Einschränkungen geben. Ergänzend werde an allen drei Terminals "wegen überlappender Sommerferien" mit weniger Personal gearbeitet. Als Folge sei mit kurzfristigen Fahrplanänderungen, Verspätungen, längeren Wartezeiten und steigenden Kosten durch zusätzliche Umschlags-, Rangier- und Lagergebühren sowie höherem Treibstoffverbrauch zu rechnen. Die Kunden werden gebeten, vereinbarte Mengen einzuhalten, keine zusätzlichen Leercontainer zu schicken, Sonderanläufe zu vermeiden und vorübergehend weniger Container zwischen Schiffen umzuladen.
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