Edeka Center Weserpark - Beste Fischtheke im LEH über 2.000 m2 Regiebetrieb 2022
Edeka Center im Weserpark, Bremen

Edeka Center im Weserpark, Bremen

„Ein rundes 360 Grad-Konzept“

Das 2020 neu eröffnete Edeka Center Weserpark gilt als Flaggschiff der Edeka Minden-Hannover. Ebenso herausragend wie das 6.800 Quadratmeter große Center in Bremen ist dessen „die Fischwerker“-Fischabteilung mit französischer Theke, Räucherofen und eigener Produktion. Features wie Tablets mit Fischplatten und Rezepten runden das ausgereifte Konzept ab.

Schon von weitem erkennt der Kunde den dunkelblauen Schriftzug „die Fischwerker“ über der Fisch­theke, daneben der bärtige Fischer „Kuddel“, das Aushängeschild des neuen Konzeptes, und ein handschriftliches „Moin!“. Die Fischabteilung in dem neuen, Ende November 2020 eröffneten Edeka Center Weserpark in Bremen ist in mancherlei Hinsicht genauso Pilotprojekt wie das gesamte Center. Nicht nur aufgrund seiner Größe von 6.800 Quadratmetern und einem Sortiment von 50.000 Artikeln ist das in einem ehemaligen Real-Markt entstandene E-Center ein Flaggschiff der Edeka Minden-Hannover. Die Abteilung gehört mit zu den ersten, in denen das Konzept „die Fischwerker“ der größten Edeka-Regionalgesellschaft seit gut einem Jahr umgesetzt wird.

„Es geht um Fisch und um Handwerk“

Edeka Center im Weserpark, Bremen
Schon von weitem erkennt der Kunde den dunkelblauen Schriftzug „die Fischwerker“ über der Fischtheke, daneben der bärtige Fischer „Kuddel“, das Aushängeschild des neuen Konzeptes.

„Für das Markenkonzept haben wir einen Namen gewählt, der schon sagt, worum es geht: um Fisch und um Handwerk“, erklärt Sebastian Hause. Als Spartenleiter Fisch betreut er bei der Edeka Minden-Hannover inzwischen 240 Fischbedienabteilungen, von denen derzeit 22 als Fischwerker-Abteilungen firmieren. Die Fischwerker-Abteilungen müssen ihren Fisch von Hagenah beziehen, dem Fischproduktionsbetrieb der Regionalgesellschaft. Vor fast vier Jahren, im Frühjahr 2017, hatte die Edeka das 1892 gegründete Hamburger Traditionsunternehmen Fisch Hagenah übernommen. Dort werden die Fischwerker-Artikel produziert, für die klare Qualitäten formuliert worden sind. „Frischfisch hat einen besonderen Zuschnitt, eine besondere Größe. Die Anforderung ist immer MSC, ASC oder Bio – ein konventionelles Fischfilet ist bei uns kein Fischwerker-Artikel“, betont Sebastian Hause. In der Theke erkennt der Kunde die Fischwerker-Artikel an einem Crowner „die Fischwerker“ auf dem Preisschild.

Umfangreiche Werbemaßnahmen

Umfangreiche Werbemaßnahmen begleiten diesen Markenauftritt und punkten mit lockeren Sprüchen: „Wir haben das beste Netz Deutschlands – seit 1892.“ – „Nicht lang schnacken, Fisch einpacken.“ Zentral ist das Storytelling auf Handzetteln und in dem viermal jährlich erscheinenden Fischwerker-Schnack-Heft, produziert von der zur Edeka gehörenden Mios-Werbeagentur. Hause: „Da spielen wir Stories und erzählen etwas über die Hagenah-Produktion. In der aktuell vierten Ausgabe erhält der Kunde Informationen über Muscheln, von den bekannten Austern bis zu Schwert- und Venusmuscheln.“ Wo immer eine Story erzählt oder erklärt wird, wer die Fischwerker sind, wofür sie stehen, dient „Kuddel“ als Testimonial. Entsprechend optisch präsent ist die Grafik der bärtigen Fischer-Figur auch in der Fischabteilung, ob auf Image-Plakaten, den entsprechend gebrandeten Verpackungsmaterialien vom Beutel bis zur Papiertüte oder auf den Schürzen des Bedienpersonals.

Erste französische Fischtheke bei Edeka Minden

Dem rustikal-handwerklichen Image der Fischwerker entspricht die Anmutung der Abteilung. Der Thekenbauer Schweitzer Ladenbau hat neben den klassischen Edelstahlblechen Elemente in Holzoptik verbaut, etwa vor der Räucherfischtheke. Auch die „französische“ Frischfischtheke, übrigens die erste bei der Edeka Minden-Hannover, bedient das Flair des Ursprünglichen. „Es erinnert ein bisschen an einen Basar in Barcelona, an die offenen Märkte, auf denen man die Fische ganz toll sieht und sich von der beeindruckenden Präsenz inspirieren lassen kann“, kommentiert Sebastian Hause diese in Deutschland noch nicht weit verbreitete Form der Frischfisch-Präsentation. In dem großzügigen Eisbett sind ganze Fische sehr präsent – von Doraden und Forellen bis zum ganzen Rotbarsch und einem kapitalen Stör. Die Meeresfrüchte linker Hand sind in Körben ausgestellt: von heimischen Taschenkrebsscheren und Kaisergranat über Argentinische Rotgarnelen, Grünschalmuscheln und Tintenfisch-Tubes bis zu Kammmuschelfleisch und einem Langustenschwanz.

Kuddels Fisch des Monats: verortet auf der Europakarte

Im Hintergrund hat die Edeka eine Innovation installiert. Auf der Thekenrückseite wird wandfüllend „Kuddels Fisch des Monats“ ausgelobt, verortet auf einer aus Holz geschnittenen Europakarte. „Wir müssen unserem Kunden beantworten können, wo der Fisch herkommt. Das nutzen wir, um jeden Monat einen Fisch hervorzuheben“, erläutert Sebastian Hause, „diesen Monat ist es der Steinbeißer. Der Steinbeißer, den wir aktuell haben, wird in der nördlichen Nordsee gefangen. Das Bild des Fisches wird mit einem Saugnapf dort an die Acrylglasscheibe gehaftet, wo er gefangen wurde.“

Ein weiteres Highlight der Abteilung ist ein Räucherofen, in dem täglich geräuchert wird. „Wir räuchern insgesamt so zehn bis zwanzig Artikel“, schätzt die Abteilungsverantwortliche Swetlana Heidt und nennt Dorade, Garnelen, Lachse, Schellfisch, Filets von Wels und Karpfen. Dabei reagiert das Team auch auf Wünsche der Kundschaft: „Eine Kundin fragte, ob wir auch Stör räuchern können. Der hat ihr sehr gut gefallen.“ Daneben besteht das Räuchersortiment aus Fisch, der bei Hagenah über Buchenholz veredelt wird, und aus Deutsche See-Produkten. „Deutsche See hat tolle Lachse wie den kalt geräucherten Lachs ‚Der Kelte‘ oder das von Hand gebeizte Ikarimi-Lachsfilet ‚Sizilianer‘, die zu produzieren wir bei Hagenah gar nicht schaffen“, begründet Sebastian Hause den Einkauf bei der Bremerhavener Fischmanufaktur. Auch im Räuchersegment tragen einige Spezialitäten das Hinweisschild „Die Fischwerker“.

Den Anspruch des Handwerklichen kommunizieren ‚die Fischwerker‘ auch im feinköstlichen Salatsegment. Schon die Salatschüsseln aus der Reihe ‚Casablanca‘ im mediterran-marokkanischen Stil mit einem „Used-Look“ harmonieren mit dem Anspruch des Ursprünglichen. Am gefragtesten seien die Salate der Deutsche See-Tochter Beeck, darunter Garnelensalate mit Aioli oder Dill. Doch darüberhinaus produziert die Abteilung auf Basis von 300 eigenen Salat-Rezepturen der Edeka Minden-Hannover vor Ort. Die stärksten Salate in der Edeka-Welt seien der Eiersalat mit Räucherlachsstreifen und der Räucherlachs-Kartoffelsalat.

Selbst bei den Fischbrötchen ergänzen die Bremer jene Variationen, die für sämtliche 240 Fischabteilungen der Regionalgesellschaft entwickelt wurden, durch eigene Rezepturen. „Wir haben hier am Standort mit der Hausbäckerei eigene Brötchen kreiert. Das ‚Matjes Pepper-up-Brötchen‘ gibt es nur im Bremer Weserpark: ein Rauchmatjes mit Zwiebeln in einem Brötchen, das mit geschrotetem Pfeffer bestreut ist“, nennt Sebastian Hause ein Beispiel.

Tablet für Plattenservice und Rezepte

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In dem großzügigen Eisbett sind ganze Fische sehr präsent – von Doraden und Forellen bis zum ganzen Rotbarsch und einem kapitalen Stör.

Beim Fischplatten-Service profitieren ‚die Fischwerker‘ von einer technischen Installation, die für sämtliche Bedientheken eingerichtet wurde. Renato Bolsonaro, seit zehn Jahren leidenschaftlicher Mitarbeiter der Edeka-Fischwelt, stellt das Tablet vor, das einige Meter von der Abteilung entfernt installiert ist. „Ich habe gerade eine Kundin, die ich zu einer Fischplatte individuell beraten habe, zu unserem Tablet geführt, weil es sich anbietet, zusätzlich eine Käseplatte zu bestellen.“ Auf dem intuitiv zu bedienenden Touchscreen erhält die Kundin einen Überblick über Plattenvariationen der Fisch-, Käse- und Fleischwaren-Bedientheken. Auch verschiedene Antipasti sind hier gelistet. Neben einem Warenscanner bietet das Tablet zahlreiche Rezepten für denjenigen, der noch nicht weiß, was er kochen soll. „Der Kunde kann das Rezept ausdrucken und direkt nach Rezept einkaufen. Ich bin begeistert von dem Apparat“, schwärmt Bolsonaro. Angesichts der Möglichkeiten, die ein Mobiltelefon heute bietet, mag das Tablet überflüssig erscheinen, doch Sebastian Hause gibt zu bedenken: „Die größte Zielgruppe der Fischabteilung sind Kunden ab 40 Jahren und älter.“

Zufriedenes Team dank vielfältiger Aufgaben

Von der bunten Vielfalt der Fischwelt, die „die Fischwerker“ dem Kunden bieten, profitiert auch das Team hinter der Theke. Renato Bolsonaro fasst es mit wenigen Sätzen zusammen: „Ich habe nicht immer nur die 500g-Hackfleisch-Kunden, sondern ich habe ganz viel Abwechslung: Heute mache ich einen Salat, morgen mache ich Fischfrikadellen, übermorgen räuchere ich etwa, dann stehe ich ganz viel im Verkauf. Das ist das, was mich persönlich einfach fröhlich stimmt.“ Die Leidenschaft, ohne die ein Seafood Star kaum zu gewinnen ist, spiegelt sich in jedem einzelnen der Mitarbeiter. Abteilungsleiterin Swetlana Heidt will sich den Herausforderungen einer Schulung zur Fisch-Sommelière stellen, ihr Kollege Pascal Volkmer hat die Fortbildung bereits erfolgreich absolviert und trägt nicht nur das gestickte Abzeichen auf der Teamkleidung: ein Tattoo auf seinem Unterarm zeigt eine Fischgräte und den Schriftzug „Sommelier“.

bm


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