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News aus der Fischbranche




19.01.2018  Norwegen: 2017 bescherte Lachszüchtern Rekordgewinn

Norwegen: 2017 bescherte Lachszüchtern Rekordgewinn

Norwegens Lachszüchter haben im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern von 21 NOK/kg Lachs - etwa 2,20 Euro/kg - erwirtschaftet. Das teilt Lars Liabø mit, Gründer des norwegischen Marktforschungsunternehmens Kontali Analyse. Die Profitschätzung beruhe auf den Kilopreisen FOB am Schlachthaus, die sich im Schnitt auf 57,38 NOK bzw. 5,90 Euro beliefen. Das sei ein Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt hätte Norwegens Lachsindustrie damit 2017 einen Vorsteuergewinn in der Rekordhöhe von 22 bis 23 Mrd. NOK eingefahren - etwa 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro, schätzte Liabø bei einem Treffen des Norwegian Seafood Councils (NSC) in Tromsø. Die Gewinnmarge habe bei 37 Prozent gelegen und damit gleichauf mit 2016. Mit einer Genauigkeit von 97,5 Prozent schätzte Lars Liabø auch die Gesamtmenge an Lachs, die weltweit in den Schlachthäusern der Produktionsländer verarbeitet wurde, auf 2,2 Mrd. Tonnen (Details siehe Tabelle). Das durchschnittliche Schlachtgewicht lag in Chile bei 4,93 kg, in Norwegen bei 4,82 kg.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
19.12.2017 Lachs: Preise könnten 2018 um 18 Prozent fallen
21.07.2017 Fischmarkt Deutschland: Lachs bleibt die Nr. 1
30.06.2017 Chile: Rekordverdächtige Lachsproduktion könnte Weltmarktpreis drücken



Ehlert




19.01.2018  Frankreich: Carrefour verzichtet auf Produkte aus Elektrofischerei

Carrefour Frankreich teilt mit, dass die Hypermarkt-Kette seit Dezember 2017 unter ihrer Eigenmarke keinen Frisch- und TK-Fisch mehr handele, der unter Einsatz von Elektrofischerei gefangen wurde, schreibt Fish Information & Services (FIS). Die seit 1998 in Europa verbotene, auch Pulsfischerei genannte Fangmethode wird seit dem Jahre 2007 wieder zu Forschungszwecken eingesetzt. Carrefour teilte mit, auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten zu den Einflüssen dieser Fischerei habe sich der LEH-Filialist entschieden, dem Vorsorgeprinzip zu folgen. Carrefour setze sich für die Verwendung von Fischereitechniken ein, die das marine Ökosystem weniger schädigten. Entsprechend hat sich die Supermarktkette zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahre 2020 die Hälfte seiner gehandelten Aquakulturprodukte nachhaltig produziert sein soll.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv.
18.01.2018 EU-Parlament stimmt für Verbot der Elektrofischerei



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19.01.2018  Kanada: Bitcoin-Schürfen beheizt Aquaponik-System

Ein kanadischer Unternehmer verwendet die Abwärme, die beim Generieren von Bitcoins entsteht, für die Beheizung einer Kombination aus Fischzucht und Gewächshäusern, meldet Kanadas staatlicher Rundfunk CBC. Bruce Hardy, Inhaber eines Softwareunternehmens in St. Francois Xavier bei Winnipeg, betreibt in den Räumen eines alten Automuseums mehr als 30 Computer, die Bitcoin-Transaktionen verifizieren. Die entstehende Wärme hatte er zunächst durch Airconditioning heruntergekühlt. Inzwischen setzt er die Abwärme für eine nachhaltige Kreislauf-Produktion von Lebensmitteln ein. Im 1. Stockwerk des Hauses schwimmen in Bassins 800 Seesaiblinge, deren nitratreiches Abwasser wiederum den Dünger abgibt für die Produktion von Grünem Salat, Basilikum und Futtergerste. Der Standort in der Provinz Manitoba eignet sich aus mehreren Gründen für das mit hohem Stromverbrauch verbundene Bitcoin-Schürfen: die Provinz hat die niedrigsten gewerblichen Strompreise in Kanada, außerdem zählt ihre Hauptstadt Winnipeg zu den nordamerikanischen Städten mit den geringsten Durchschnittstemperaturen. Finanziert hat Bruce Hardy den Betrieb mit dem Erlös der generierten Bitcoins. Inzwischen hätten australische Forscher und chinesische Investoren Interesse an seinem Projekt gezeigt.

Lesen Sie zur Aquaponik auch im FischMagazin-Archiv:
20.04.2016 Schweiz: Bis zu 40 Tonnen Lachsforelle und Barramundi aus der Aquaponik
19.04.2016 Holland/Schweiz: Europas größte städtische Aquaponikfarm gestartet
03.07.2015 Berlin: Aquaponikfarm ECF kündigt Verkaufsstart für Oktober an



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19.01.2018  Hamburg: Fisch zu Hundefutter

Hamburg: Fisch zu Hundefutter

Nicht nur für den Menschen, auch für den Hund ist Fisch gesund. Ausgehend von diesem Gedanken haben drei Hamburgerinnen eine Hundefutter-Linie auf Basis von luftgetrocknetem Fisch für den deutschen Markt entwickelt, schreibt das Hamburger Abendblatt. Unter dem Label "Tales & Tails" - übersetzt: Geschichten und (Hunde-)Schwänze - gibt es seit August Leckerlis unter lustigen Namen wie "Gepimpt mit Shrimp", "Ich dreh Dorsch" oder "Lachs doch mal". Unter Beratung durch die Tier-Ernährungsspezialistin Inga Teegen haben die Initiatoren Kaja Ringert, Cathrin Hansen und Stella Mohr ein Sortiment entwickelt, das natürlich und gesund sein sollte, ohne lange Zutatenlisten und viel Zucker. Stella Mohr hatte ehemals als Produktentwicklerin für Fischfeinkost gearbeitet. Partner der drei ist eine Manufaktur auf Island, die ein schonendes Trocknungsverfahren für die Verarbeitung von frischem Fisch zu Tierfutter entwickelt hat. Snacks wie Wunderbarsch oder Kabeljauchzen werden vor allem über den eigenen Online-Shop, aber auch in derzeit 100 Hundeläden vertrieben. Für jeden verkauften Beutel geht eine Spende von fünf Cent an Tierschutzprojekte.

Lesen Sie zu Tierfutter auch im FischMagazin-Archiv:
16.06.2017 Evonik und DSM planen industrielle Produktion von Omega-3-Fettsäuren
01.02.2011 Schweiz: Katzenfutter mit Fisch aus MSC-Fischerei



18.01.2018  EU-Parlament stimmt für Verbot der Elektrofischerei

EU-Parlament stimmt für Verbot der Elektrofischerei

Das Europäische Parlament hat sich am Dienstag mehrheitlich für ein Verbot der Elektrofischerei (engl. electric pulse fishing) ausgesprochen, melden die Undercurrent News. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Our Fish stimmten 402 für und 232 Abgeordnete gegen ein Verbot. "Our Fish" ist eine von 18 NGOs und Fischereigruppen, die sich unter Führung der französischen NGO Bloom dafür eingesetzt hatten, die Pulse-Fischerei in Europa zu verbieten. Die Kritiker begrüßten das Abstimmungsergebnis als "großen Gewinn für die europäischen Meere".

"Geschockt" äußerte sich nach Angaben der Dutch News die holländische Fischerei. Die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten bezeichnete die Entscheidung als "unbegreiflich": Emotionen und Vorurteile hätten gegenüber Fakten und unabhängiger Forschung gesiegt. Holländische Fischer hätten Millionen Euro in eine Spezialisierung ihrer Ausrüstung investiert, seit das Verbot der Elektrofischerei vor einigen Jahren aufgehoben worden war. Derk Berends vom holländischen Fischereiverband hatte schon vor der Abstimmung darauf hingewiesen, dass diese Fischereimethode zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Techniken wie den Baumkurrentrawlern habe, etwa 46 Prozent weniger Dieselverbrauch, um 50 Prozent geringere Discards und ein um 20 Prozent reduziertes Fanggebiet bedeute. Entsprechend twitterte auch Ministerin Schouten, dass dies "die Zukunft der Fischerei" sei. Die jetzige Entscheidung gefährde "den Lebensunterhalt von 400 Familien", warnte die holländische christdemokratische EU-Abgeordnete Annie Schreijer-Pierink. Allerdings bedeute das Abstimmungsergebnis nicht unbedingt, dass es zu einem Verbot komme, schreibt IntraFish.



17.01.2018  Island: Fischerei auf Blauen Wittling erhält MSC-Zertifikat

Gut ein Jahr nach Beginn des Zertifizierungsverfahrens ist die isländische Fischerei auf den Blauen Wittling im Nordostatlantik am vergangenen Donnerstag nach den Standards des Marine Stewardship Councils (MSC) als nachhaltig und gut gemanaged zertifiziert worden. Die Zertifizierung erstreckt sich auf die Fischerei mit pelagischen Schleppnetzen, Ringwaden und Grundschleppnetzen in isländischen und färingischen Gewässern. Im vergangenen Jahr stieg Islands Fangmenge beim Wittling um 22 Prozent auf 228.928 t, so dass der Fisch auf Basis Menge etwa 19 Prozent der Gesamtfangmenge von 1,2 Mio. t ausmachte. In Deutschland hatte der Wittling zuletzt einen Anteil von 0,6 Prozent am Pro-Kopf-Verzehr (2016) und lag damit im Ranking noch vor Dorade und Tilapia, aber hinter dem Karpfen. In Deutschland wurden 2016 insgesamt 9.800 t Blauer Wittling angelandet, dazu kamen Auslandsanlandungen von 10.185 t, so dass dem Markt hierzulande fast 20.000 t Wittling zur Verfügung standen.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
21.12.2017 MSC und ASC planen weitere gemeinsame Standards
08.12.2017 Nordseekrabben erhalten MSC-Zertifikat
23.12.2016 Norwegen: Große Industriefischereien starten MSC-Verfahren



17.01.2018  USA: Behörden stoppen Pangasius wegen "tasteless smoke"

US-Behörden haben in der vergangenen Woche mehrere Sendungen Pangasius aus Vietnam in Häfen der USA gestoppt, weil die Fischprodukte auf ihren Etikettierungen eine Behandlung mit "tasteless smoke" auswiesen, melden die Undercurrent News. Tasteless smoke ist ein Gasgemisch, das vor allem Kohlenmonoxid (CO) enthält. Das beim direkten Einatmen für den Menschen potentiell tödliche Gas ist bei der Behandlung von Fleisch, auch Seafood, ungefährlich. Im Jahre 2000 stufte die US-Lebensmittelkontrollbehörde tasteless smoke als "generally recognized as safe" (GRAS) - "generell als sicher anerkannt" - bei der Verwendung für Thunfisch ein. Die seit September 2017 für die Einfuhrkontrolle von Pangasius zuständige Abteilung des US-Landwirtschaftsministeriums, der Food Safety and Inspection Service (FSIS), verwies jedoch darauf, dass tasteless smoke für die Verwendung bei Pangasius nicht ausdrücklich zugelassen sei. Die FDA hatte in ihrer GRAS-Einstufung immerhin betont, dass ein mit tasteless smoke behandeltes Seafood-Produkt nicht mehr als "frisch gefroren" bezeichnet werden dürfe. Der FSIS hat auch ein Interesse daran, die heimische US-Welsproduktion zu schützen.

Lesen Sie zu Pangasius auch im FischMagazin-Archiv:
03.01.2018 China: 1,6 Millionen Tonnen geschmuggeltes Seafood
28.06.2017 Vietnam: Pangasius-Exporteure gründen Fonds für Marktentwicklung in Europa
19.04.2017 Spanien: Pangasius-Umsätze brechen ein



[17.01.2018] Dänemark: Streifenbarsch-Hybriden aus der Kreislaufanlage
[17.01.2018] USA: Pestizide gefährden Lachsbestände vor der Westküste

[16.01.2018] Deutsche See: Hartwig Retzlaff nicht mehr Geschäftsführer

[15.01.2018] Cuxhaven: Zwei neue Trawler für die deutsche Hochseefischerei
[15.01.2018] Norweger essen 15 Prozent weniger Fisch
[15.01.2018] Island: Schwarmfischfänge sorgten 2017 für 10 Prozent mehr Anlandungen
[15.01.2018] Seychellen: Erste Fischfarm startet im August

[12.01.2018] Fish International: ASC präsentiert neuen Farmstandard Wolfsbarsch/Dorade
[12.01.2018] USA: Erstmals auch Shrimps aus Myanmar zurückgewiesen

[11.01.2018] Argentinien: Gute Shrimp-Fänge, stabile Preise

[10.01.2018] Österreich: Transgourmet steigert Marktanteil auf 33 Prozent
[10.01.2018] Tilapia: Regal Springs eröffnet Büro in Hamburg
[10.01.2018] Forschungsprojekt: Fischerei auf Plattfische soll umweltfreundlicher werden

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