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News aus der Fischbranche




19.09.2017  Österreich: Alexander Quester meldet Insolvenz an

Er wollte den Österreichern eine "bewusste Auseinandersetzung" mit Lebensmitteln näherbringen - jetzt musste Alexander Quester Insolvenz anmelden. Über das Vermögen der Questers Feines GmbH im österreichischen St. Sebastian wurde am 5. September 2017 ein Konkursverfahren eröffnet. Die im Jahre 2006 von dem früheren Bauunternehmer Quester gegründete Biofischzucht im Mariazellerland notierte in den letzten Jahren jährliche Umsätze von 2,19 und 2,76 Mio. Euro. Im Wirtschaftsjahr 2015/16 konnten noch geringfügige Gewinne erzielt werden, doch die noch nicht vorliegende Bilanz 2016/17 werde erhebliche Verluste ausweisen, teilt der Kreditschutzverband KSV1870 mit. Quester belieferte hauptsächlich den Rewe-Konzern (u.a. Merkur) und die Handelskette Spar, heißt es von Seiten des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV).

Ende August fiel der Hauptkunde Rewe weg und bei einem Unwetter starb durch Blitzschlag fast der gesamte Fischbestand in den Zuchtbecken - ohne dass der Schaden durch eine Versicherung gegen Elementarereignisse wie Unwetter versichert war. Verbindlichkeiten in Höhe vo 1,5 Mio. Euro stehen Aktiva von etwa 182.500 Euro gegenüber. "Eine Unternehmensfortführung seitens der Schuldnerin werde nicht angestrebt", teilt die KSV1870 mit. Von der Insolvenz sind neun Beschäftigte und 57 Gläubiger betroffen. Alexander Quester hatte gemeinsam mit seiner Frau Kaja Bio-Fisch und Wildprodukte produziert und gehandelt. Unter der Anschrift Mariazell, Grazer Straße 4 betreibt er auch einen Laden und ein Restaurant. Quester gehörte zu den ersten Lieferanten der Anfang 2017 ins Leben gerufenen österreichischen Nachhaltigkeitsmarke "Transgourmet Vonatur".

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
17.12.2010 Österreich: Fischwürstchen von Saibling und Forelle
03.04.2009 Österreich: Julius Meinl in Haft



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19.09.2017  Bayern: Gründerpreis für Shrimpzüchter CrustaNova

Die bayerische Garnelenzucht Crusta Nova ist beim Bayerischen Gründerpreis der Sparkassen prämiert worden, schreibt das Portal Nordbayern. Gründer Fabian Riedel und sein Team produzieren im oberbayerischen Langenpreising nachhaltig die "Good Gamba", die frisch vor allem an die gehobene Gastronomie, aber auch an den Endverbraucher in Deutschland und Österreich geliefert wird.

Lesen Sie zu Crusta Nova auch im FischMagazin-Archiv:
15.04.2016 Crusta Nova: RAS-Shrimps jetzt in allen FrischeParadiesen
02.03.2016 Bayern: Crusta Nova startet mit Auslieferung seiner Zucht-Garnelen
12.01.2015 Garnelenzucht: Archäologischer Sensationsfund auf Baugelände



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19.09.2017  Türkei: Kilic baut Forellenproduktion aus - in Albanien

Der türkische Fischproduzent und -verarbeiter Kilic ist vor allem für Wolfsbarsch und Dorade bekannt, von denen er in diesem Jahr 45.000 t produzieren will. Verstärkt engagiert sich Kilic auch in der Forellenproduktion, in die die Türken erstmals im Jahre 2007 investiert hatten, schreibt IntraFish. Seit 2014 produziert Kilic gemeinsam mit einem Partner Regenbogenforellen auch in Albanien, das mit niedrigen Arbeitskosten punkten kann. Die dortige Forellenproduktion ist vertikal integriert - mit einer Hatchery in Shkoder, gut 20 km entfernt von der Farm im Vau-Deja-Stausee, und einer Verarbeitung in Durrs zum Frosten und Verpacken der Fische. Die Produktionsmenge erreicht allmählich beachtliche Größe. "In diesem Jahr werden wir etwa 5.500 t Regenbogenforellen und weitere 1.000 t größere Regenbogenforellen von 2 bis 3 kg verkaufen", sagt Sinan Kiziltan, Vizepräsident von Kilic. In diesem Jahr beginne außerdem die Produktion von großen rotfleischigen Forellen. Die Forellen aus den Farmen in der Türkei und in Albanien werden in rund 36 vor allem europäische Länder verkauft, aber auch nach Russland.

Lesen Sie zu Kilic auch im FischMagazin-Archiv:
03.12.2016 Wolfsbarsch/Dorade: Kilic will Nireus schlucken
02.09.2015 Türkei: Kilic strebt dieses Jahr 20 Prozent Umsatzplus an



7.086 Seafood-Anbieter im direkten Zugriff



19.09.2017  Mecklenburg-Vorpommern: Stellnetzfischerei auf Hering startet MSC-Verfahren

Die Stellnetzfischer auf Hering (Clupea harengus) an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern lassen ihre Fischerei nach den Kriterien des Marine Stewardship Councils (MSC) bewerten. Während die Schleppnetzfischerei auf den Frühjahrslaicher in der westlichen Ostsee (Fangmenge: 12.519 t) schon seit dem Jahre 2015 eine MSC-Zertifizierung besitzt, ist dies noch nicht der Fall bei jener Fischerei, die mit Kiemennetzen, Stellnetzen und Reusen arbeitet. Der Zeitplan für das Verfahren sieht nach einem offiziellen Start am 15. August 2017 und einem Besuch der Auditoren vor Ort vom 19. September bis zum 21. Oktober 2017 vor, dass das Verfahren im Sommer 2018 abgeschlossen ist.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
10.02.2016 Ostsee: Erfolgreiche Heringsfischerei - niedrigere Preise für Fisch ohne MSC-Zertifikat
25.05.2015 Ostsee: Stellnetz- und Reusenfischerei erhält Förderung für MSC-Verfahren
27.04.2015 Deutschland: MSC-Siegel für den "Rügenhering"



18.09.2017  Russland: Fischerei auf Zander und Barsch im Peipussee beginnt MSC-Verfahren

Russland: Fischerei auf Zander und Barsch im Peipussee beginnt MSC-Verfahren

Für die russische Fischerei auf Zander (Sander lucioperca) und Barsch (Perca fluviatilis) im Peipussee (FAO-Fanggebiet 05) hat am 8. September 2017 offiziell ein Bewertungsverfahren nach den Kriterien des Marine Stewardship Councils (MSC) begonnen. Co-Auftraggeber sind die vier Unternehmen Gdvosky fishing plant CJSC (Uste/Russland), Revanch fishing company LLC (Yukhonovschina/Russland), Bernard Wolf SA (Chevroux/Schweiz) und GRiKO JV LLC (Uste/Russland). Auf dem See aktive Fischer könnten das MSC-Label ebenfalls nutzen, sofern sie ihre Fänge an eines der genannten Unternehmen verkaufen. Die Fischerei auf dem Peipussee wird von einer estnisch-russischen Fischereikommission gemanaged, die die Fangquoten jährlich gemeinschaftlich festlegt. Für das Jahr 2016 lag die Gesamt-TAC für beide Fischarten bei 3.714,3 Tonnen, wovon rund 1.925 Tonnen auf die russische Seite entfielen. Das Zertifizierungsverfahren, das in den Händen von Marine certification LLC liegt, wird voraussichtlich zehn Monate dauern und könnte, falls erfolgreich, im Juni 2018 mit der Übergabe des MSC-Zertifikats abgeschlossen werden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
18.07.2017 Schweden: Weitere Zanderfischereien MSC-zertifiziert
02.05.2017 Mecklenburg-Vorpommern: Zandergenom wird weltweit erstmals erforscht
06.12.2016 Mecklenburg-Vorpommern: Satzzander aus Hohen Wangelin jetzt ganzjährig



18.09.2017  Spanien: Nachhaltig produzierte Algen in der Konserve

Spanien: Nachhaltig produzierte Algen in der Konserve

Algen werden im spanischen Galicien schon seit mehr als 35 Jahren für die menschliche Ernährung verwendet. Doch das junge Unternehmen Conservas Mar de Ardora, gegründet von zwei Meeresbiologen, nimmt jetzt für sich in Anspruch, die Algen erstmals auf nachhaltige Weise zu nutzen, schreibt Fish Information & Services (FIS). Der im Seehafen Ortigueira (A Coruña) an der Nordwestspitze Spaniens ansässige Hersteller produziert aus Braunalgen (Wakame), Grünalgen (Codium) und Seetang (Kombu) zehn Variationen getrockneter Produkte und Konserven, die direkt gegessen werden können oder gebraten in Salaten, Canapés, Füllungen, Pasteten, Suppen und Brühen, in Frischkäse, mit Reis oder in Eintöpfen eingesetzt werden. Der Konservenhersteller gewährleiste die nachhaltige Produktion durch Kontrolle, Überwachung und Biomonitoring, um die natürlichen Bestände und die Ökosysteme zu erhalten. Die Algen werden von Hand in Meerwasser gewaschen und gereinigt, und zwar "vorsichtig und unter Vermeidung mechanischer Methoden, um die Zelltextur und osmotische Prozesse nicht zu zerstören", teilt der Produzent mit. Die Produkte tragen das Biosiegel der galicischen Kontrollstelle "Consello Regulador da Agricultura ecoloxica" (CRAEGA).

Lesen Sie zu Algenprodukten auch im FischMagazin-Archiv:
06.03.2015 Der Fernsehtipp: Remis Algenwurst - NDR, 7. März 2015
29.11.2014 Garnelenzucht: Förde-Garnelen erhält 180.000 Euro für Forschungsprojekt



18.09.2017  Seehecht: Fangquote soll um 4 Prozent gesenkt werden

Die EU-Fangquote für den Seehecht soll in der kommenden Fangsaison 2018 auf 115.335 Tonnen festgelegt werden. Diese aktuell ausgesprochene Empfehlung von Wissenschaftlern des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) liegt 6,5 Prozent unter dem Vorschlag des letzten Jahres und 4 Prozent niedriger als die tatsächlich festgelegte Quote für 2017, schreibt IntraFish. Erstmals seit 2012 schlagen damit die Experten eine Reduzierung der Seehecht-TAC vor. Für die Seehechtfischerei im Nordosten der Biskaya und im Atlantik vor Spaniens Küste soll die Quote sogar um 18,6 Prozent auf 8.561 Tonnen gesenkt werden.

Lesen Sie zum Seehecht auch im FischMagazin-Archiv:
13.04.2017 Anteil nachhaltig bewirtschafteter Fischbestände in EU-Gewässern bei 60%
28.09.2016 Spanien: Viel Mikroplastik in Speisefischen
20.07.2016 Spanien: Sieben Fischereien werden für MSC-Programm vorbereitet



[18.09.2017] Neuenbürg: 500 Forellen aus Fischzucht gestohlen

[15.09.2017] Weltweit fast 9.500 ASC-zertifizierte Produkte
[15.09.2017] Großbritannien: Co-op startet "Scottish Salmon Farming Group"
[15.09.2017] Alaska: Zweitbeste Fangsaison seit 20 Jahren in der Bristol Bay
[15.09.2017] Harald Jerke hat IP Fischmaster verlassen

[14.09.2017] Japan: Tokios neuer Fischmarkt wird zum Milliardengrab

[13.09.2017] Schottland: Loch Duart engagiert "kulinarischen Botschafter"

[12.09.2017] Klimawandel: Erwärmung bedroht Austern

[08.09.2017] Weltweiter Fischhandel steigt bis Jahresende auf 150 Milliarden US-Dollar

[07.09.2017] Trend: Sternekoch eröffnet "Poké You" in Hamburg

[04.09.2017] Bremerhaven: Larsen Danish Seafood schließt Standort Leegina
[04.09.2017] Dänemark: Erster heimischer LEH-Kontrakt für Danish Salmon
[04.09.2017] Dänemark: Dansk Supermarked sucht neuen Lachslieferanten

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