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News aus der Fischbranche




22.06.2018  Griechenland: Finanzinvestor übernimmt führende Wolfsbarsch-/Doraden-Züchter

Der US-amerikanische Finanzinvestor Amerra Capital übernimmt die Mehrheitsanteile der beiden führenden griechischen Wolfsbarsch- und Doraden-Züchter Selonda und Nireus, meldet das Portal IntraFish. In dem seit Monaten laufenden Bieterprozess war das New Yorker Private Equity-Unternehmen schon früh als Favorit gehandelt worden. Amerra hatte im Mai 2016 schon den ebenfalls auf Bass & Bream spezialisierten Züchter Andromeda, der in Griechenland und Spanien produziert, gekauft. Er gilt als drittgrößter Akteur der Branche in Griechenland. Sowohl Selonda als auch Nireus befinden sich seit dem Jahre 2015 unter der Kontrolle von Banken, nachdem sie Insolvenz hatten anmelden müssen. Der am Mittwoch geschlossene Übernahme-Vertrag, der noch von den Kartellbehörden geprüft werden muss und bis Ende 2018 umgesetzt werden soll, sieht vor, dass Amerra 80 bis 85 Prozent der Unternehmensanteile erwirbt.

Damit entsteht ein Aquakultur-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 460 bis 470 Mio. Euro. Die Geschäftsführer der beteiligten Zuchtunternehmen begrüßten die Übernahme. "Unser Ziel ist es, ein neues multinationales Unternehmen zu schaffen, das international eine führende Rolle im Aquakultur-Sektor spielen wird", kündigte Dimitrios Valachis an, Geschäftsführer von Andromeda. Mihalis Panagis, CEO der Selonda-Gruppe, sieht den Zusammenschluss als "positiv für die gesamte mediterrane Aquakultur". Nireus-CEO Antonis Chachlakis erwartet Einsparungen durch die Produktionsvergrößerung, positive Einflüsse im Bereich Innovation und selbst Auswirkungen auf die Produktqualität. Marktbeteiligte rechnen mit stabileren Preisen, da sich durch die Übernahme die Zahl der Marktakteure verringert.

Lesen Sie zu Wolfsbarsch/Dorade auch im FischMagazin-Archiv:
09.05.2018 Griechenland: Neuer Verband will "Fisch aus Griechenland" bewerben
12.01.2018 Fish International: ASC präsentiert neuen Farmstandard Wolfsbarsch/Dorade
24.11.2017 Türkei: Gümüsdoga expandiert mit Wolfsbarsch und Dorade



Industrial-Auctions




22.06.2018  Island: Neuer Geschäftsführer bei HB Grandi

Island: Neuer Geschäftsführer bei HB Grandi

Der Vorstand von Islands größtem Fischereiunternehmen HB Grandi hat gestern Gu∂mundur Kristjánsson zum neuen Geschäftsführer gewählt, meldet das isländische Portal Kjarninn. Kristjánsson, Inhaber des isländischen Fangunternehmens Brim Seafood, hatte bereits am 4. Mai 2018 ein Drittel der Unternehmensanteile von HB Grandi gekauft. Er übernahm 34,1 Prozent im Wert von 176,5 Mio. Euro von Kristján Loftsson, Eigner des Walfangunternehmens Hvalur, und von Halldór Teitsson, der Anteile über Fiskiveidahlutafélagid Venus hielt. Sollte Kristjánsson auch die verbleibenden Anteile von HB Grandi übernehmen, müsste er, geschätzt auf Basis des Preises für die ersten 34,1 Prozent, weitere 512,4 Mio. Euro finanzieren - eine Summe, die Islands größte Bank Landsbankinn nach Insider-Einschätzungen nicht zur Verfügung stellen werde. Kristjánsson wird als CEO Vilhjálmur Vilhjálmsson ablösen, der in den Ruhestand tritt. Neuer Vorstandsvorsitzender von HB Grandi ist Magnús Gústafsson. Auch der Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung, Svavar Svavarsson, geht zum Herbst in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt der bisherige Direktor der Abteilung Grundfische, Torfi Dorsteinsson, an. Für die Grundfische wird in Zukunft Inga Jóna Fri∂geirsdóttir verantwortlich sein, die derzeit Betriebsleiterin Trockenfisch ist.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
15.11.2017 Island: Kollagenfabrik will sämtliche Kabeljauhäute verarbeiten




Fisch-Etikettierungsgesetz 2017-18

Alle offiziellen Handelsnamen der in Deutschland zugelassenen Fisch- und Seafoodarten. Sortiert nach 1. deutschen Handelsnamen und 2. wissenschaftlicher (lat.) Bezeichnung. Was muss ausgezeichnet werden? Wer muss auszeichnen? Wie zeichnet man richtig aus?

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22.06.2018  Kormoran: EU-Parlament fordert drastische Reduzierung des Bestandes

Kormoran: EU-Parlament fordert drastische Reduzierung des Bestandes

Das Europäische Parlament hat mit Beschluss vom 12. Juni 2018 die EU-Kommission aufgefordert, die Kormoranbestände "mit allen Mitteln drastisch zu reduzieren". Ziel müsse es sein, "dass einerseits die Bestandserhaltung der Kormorane gewährleistet wird und andererseits keine Bedrohung für andere Arten entsteht und Schäden in den betroffenen Aquakulturen abgewendet werden."

Der Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes (DFV), Holger Ortel, begrüßte die Forderung: "Die bisherige Tatenlosigkeit von EU-Kommission und Bundesregierung angesichts der Kormoranschäden gefährt die Existenz der naturnahen Teichwirtschaft in Deutschland und Europa." Die große Artenvielfalt in den Teichgebieten sei von der Bewirtschaftung der Teiche abhängig. Geben die Teichwirte angesichts ihrer finanziellen Einbußen auf, verlören dadurch zahlreiche bedrohte Arten wichtige Lebensräume. Ortel: "Die Regulierung des Kormorans sollte so selbstverständlich sein wie die Regulierung von Schwarz- und Rehwild." Eine oft angeführte "Selbstregulation der Population" des Kormorans bezeichnete Stefan Jäger, Vorsitzender der Kormorankommission des DFV, als "realitätsfernes Wunschdenken."

Der Kormoranbestand habe sich allein in Deutschland in den letzten 20 Jahren mehr als verfünffacht und liege derzeit bei ca. 160.000 Kormoranen. Hinzu kämen zahlenmäßig weit größere Kormoranbestände, die ab dem Spätsommer aus den Brutkolonien entlang der gesamten Ostseeküste auf dem Weg in ihre Winterquartiere auch im deutschen Binnenland Station machten.

Lesen Sie zum Kormoran auch im FischMagazin-Archiv:
27.12.2017 Österreich: Einbußen durch Fressfeinde, Trockenheit und Hochwasser
28.06.2017 Kormoran: Fischereiexperten fordern koordiniertes Bestandsmanagement
22.07.2016 Sachsen: Kormoran beschert Karpfenzüchter bis zu 50 Prozent Verlust



20.06.2018  Norwegen vergibt neue Lachszucht-Lizenzen für 242 Mio. Euro

Norwegen vergibt neue Lachszucht-Lizenzen für 242 Mio. Euro

In Norwegen sind in den vergangenen zwei Tagen neue Lizenzen für die Lachszucht verauktioniert worden, meldet IntraFish. Alleine in den ersten zwei Tagen wurden im Auftrag des Norwegischen Fischereiministeriums Lizenzen über eine Produktionsmenge von 11.879 Tonnen versteigert, die 2,3 Mrd. NOK oder 242,6 Mio. Euro für die Staatskasse erlösten. Am heutigen Mittwoch werden weitere 3.480 Tonnen verauktioniert. Die Lizenzpreise lagen zwischen 132.000 und 252.000 NOK je Tonne Produktionsmenge Lachs, umgerechnet 13.922 bis 26.578 Euro die Tonne.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
24.05.2018 Norwegen: Immer mehr Lachse verenden
22.03.2018 Chile: Lachsproduzenten verdoppeln ihren Gewinn
03.07.2017 Norwegen: Grünes Licht für weitere landgestützte Lachszucht




20.06.2018  Litauen: Weißfischverarbeiter sucht Investoren

Die Eigner einer erst vor drei Jahren errichteten Weißfischverarbeitung im litauischen Klaipeda verkaufen den modernen Betrieb, weil die "Rohwarenpreise nicht-nachhaltige Höhen" erreicht haben, meldet das Portal IntraFish. Die Fabrik Vesvela in der Freihandelszone der Hafenstadt Klaipeda (ehemals dt. Memel) war 2015 für 10 Mio. Euro gebaut worden und produziert Kabeljau, Schellfisch und Seelachs (ausgenommen, ohne Kopf - H&G) für den europäischen Lebensmitteleinzelhandel, darunter Kunden in Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Ländern. Die Jahreskapazität von 7.000 bis 8.000 t sei zuletzt nicht ausgeschöpft worden, es wurden vielmehr nur rund 4.000 t per anno produziert. Entsprechend war die Belegschaft von 200 im Februar auf derzeit 110 Beschäftigte reduziert worden. Grund für die Schwierigkeiten seien zu schnell gestiegene Preise für Kabeljau, zitiert IntraFish eine "Quelle". Jetzt sei Vesvela "gezwungen, einen Investor zu suchen" oder nach Alternativen zu schauen, um die Fabrik am Laufen zu halten.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
05.06.2018 Dänemark: Bei "hartem Brexit" würde Espersen im UK produzieren
25.05.2018 Norwegen: Lerøy baut VAP-Produktion aus



20.06.2018  Spanien: Erste Hotelkette in Südeuropa ist MSC-zertifiziert

Die spanische Iberostar-Gruppe hat als erste Hotelkette nicht nur in Spanien, sondern in ganz Südeuropa eine Produktkettenzertifizierung des Marine Stewardship Councils (MSC) erhalten. In diesem Sommer will die mallorquinische Gruppe zertifizierten Fisch in jeweils zwei Restaurants ihrer 4- und 5-Sterne-Hotels auf Mallorca und auf dem spanischen Festland - in Madrid und Barcelona - anbieten. Außerdem habe Iberostar Fischarten von seiner Speisekarte gestrichen, die nicht nachhaltig befischt werden. Die Bewerbung von Fisch aus nachhaltiger Fischerei erfolgt im Rahmen eines drei Arbeitsgebiete beinhaltenden Programms "Welle der Veränderung", das das Unternehmen vor einigen Monaten vorgestellt hatte. Unter anderem will Iberostar in ihren Hotelzimmern auch auf sämtliche Wegwerfplastikartikel verzichten.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.06.2018 Asien: Erste Hotelgruppe ist MSC-zertifiziert
01.10.2015 Schweden: Erste Hotel-Kette serviert ASC- und MSC-Seafood



20.06.2018  Chile: Ventisqueros will 59 Prozent ASC-Anteil bis Ende 2018

Der chilenische Lachszüchter Ventisqueros will bis Ende diesen Jahres 59 Prozent seiner Farmzentren nach dem Standard des ASC zertifizieren lassen, kündigt Geschäftsführer José Luis Vial an. Ende 2017 lag der Anteil bei 24 Prozent. Ventisqueros produziert jährlich 40.000 t Lachs, davon 75 Prozent Atlantischen Lachs und 25 Prozent Coho-Wildlachs (= Silberlachs). Unter dem seit Ende 2015 amtierenden CEO Vial legt Ventisqueros den Fokus auf Effizienzsteigerung - mit Erfolg: inzwischen gehört der Züchter gemessen am EBIT/kg zu den drei erfolgreichsten Produzenten der chilenischen Lachsindustrie. Weltweit rangiere Ventisqueros auf Rang 4, sagt Vial.

Lesen Sie zum ASC auch im FischMagazin-Archiv:
14.05.2018 Kanada: Cermaq stoppt freiwillig Verkauf von ASC-zertifiziertem Lachs
08.05.2018 Bilanz: Was bringt das ASC-Label in der Praxis?
07.05.2018 Norwegen: ASC-Zertifikat für vier Lachsfarmen




[18.06.2018] Bundesverband Fisch fordert Freihandelsabkommen mit Großbritannien

[15.06.2018] Bremerhaven: Deutsche See ist Lieferant bei der Fußball-Nationalmannschaft
[15.06.2018] Holland: Klaas Puul und Foppen fusionieren
[15.06.2018] Norwegen: Lachsverarbeitung für 70.000 Tonnen im Testlauf

[14.06.2018] Freiburg: Ralph Schwab eröffnet eigenes Fischgeschäft

[13.06.2018] Ostsee: Managementplan für den Boddenhecht

[11.06.2018] Asien: Erste Hotelgruppe ist MSC-zertifiziert
[11.06.2018] Schweiz: Landwirte verdienen mit Fischzucht kaum Geld
[11.06.2018] Hennigsdorf: Vogler eröffnet Fisch-Eck

[08.06.2018] Kanada: Lachs im Wert von 2,6 Mio. Euro verendet
[08.06.2018] UN-Studie: Im Jahr 2050 mehr Plastik als Fisch im Meer
[08.06.2018] Vietnam: Teurer Pangasius treibt Exporteure zum Tilapia

[07.06.2018] Nordfrost baut Netz für Frischelogistik

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