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News aus der Fischbranche




22.06.2017  Dänemark: Langsand Laks schreibt Verluste im vierten Jahr in Folge

Dänemark: Langsand Laks schreibt Verluste im vierten Jahr in Folge

Die dänische landgestützte Lachszucht Langsand Laks hat für das Geschäftsjahr 2016 Verluste in Höhe von 14,9 Mio. DKK, rund 2 Mio. Euro, gemeldet, schreibt das Portal IntraFish unter Verweis auf deren jüngsten Geschäftsbericht. Schon in den Jahren zuvor hatte die in Hvide Sande an der dänischen Westküste ansässige Lachsfarm Defizite von 1,1 Mio. Euro (2015), 2 Mio. Euro (2014) und 700.000 Euro (2013) notiert. Im vergangenen Jahr hatte die Muttergesellschaft Atlantic Sapphire Langsand Laks mit 1,3 Mio. Euro unterstützt. Mitte Juni teilte die Gruppe mit, ihren Betrieb in Dänemark über eine private Platzierung von Wertpapieren in Höhe von 93,7 Mio. Euro ausbauen zu wollen und außerdem den Bau seiner landgestützten Lachszucht in Miami/USA fertigzustellen. Außerdem plant Atlantic Sapphire den Gang an die Börse im norwegischen Oslo. In Hvide Sande hatte Langsand Laks im vergangenen Jahr 391 t Lachs geerntet, in diesem Jahr sollen es 500 t werden. Während Langsand-Geschäftsführer Jon-Birger Lovik die Geschäftszahlen nicht kommentieren wollte, erklärte Atlantic Sapphire-CEO Johan Andreassen, dass die Produktionskosten mit steigender Produktionsmenge "dramatisch fallen" würden.

Lesen Sie zur landgestützten Lachszucht auch im FischMagazin-Archiv:
31.03.2017 Schweiz: Erste Lachszucht der Schweiz liefert ab Ostern
10.03.2017 Kreislaufanlagen könnten 2020 schon 150.000 Tonnen produzieren
03.12.2015 Dänemark: Erstmals wieder Lachs aus landgestützter Zucht



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21.06.2017  Dänemark: Wettbewerb um die beste Verwendung von Beifang

Die dänische Regierung hat einen Geldpreis in Höhe von 1 Mio. DKK (= 134.000 Euro) ausgelobt für die beste Nutzung von fischereilichem Beifang, melden die Undercurrent News. Wie andernorts in der Europäischen Union müssen auch dänische Fischer "unerwünschten" Fisch anlanden - sei es, dass er zu klein für den Verkauf ist, sei es, dass die Fischart kaum etwas wert ist. Nach den Vorschriften der Europäischen Fischereipolitik dürfen diese Fische nicht über Bord geworfen werden. Derzeit wandert der Großteil dieser unerwünschten Fänge ins Fischmehl. "Zuviel guter Fisch wird zu relativ billigeren Produkten verarbeitet, weil es nicht möglich ist, ihn besser zu verwenden", umreißt Dänemarks Minister für Umwelt und Lebensmittel, Esben Lunde Larsen, die Problemstellung und beschreibt das Konzept des Wettbewerbs: "Ich möchte einen Wettbewerb ausrufen für die weitere Verwendung dieses Fischs. Es kann sein, dass die Kosmetikindustrie, die Lebensmittelindustrie oder ein Dritter von diesem Fisch profitieren kann. Ich bin sicher, da ist Potential, mehr aus dem Discard rauszuholen als wir das bislang tun." Die ausgelobten 1 Mio. DKK seien für die Realisierung der Idee vorgesehen. Und: "Jeder mit einer guten Idee kann mitmachen."

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
12.12.2016 Island: Fischverarbeiter werfen viel Geld weg
06.06.2014 Fischindustrie: Umsätze 2013 lagen 1,4 Prozent unter Vorjahr



Polfish 2017




21.06.2017  Norwegen: ICES empfiehlt Senkung der Kabeljau-Quote für 2018

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat empfohlen, die Fangquote für Kabeljau in der Barentssee 2018 auf höchstens 712.000 t festzusetzen - eine Reduzierung um 20% gegenüber der TAC für 2017 von 890.000 t. "Wir beobachten einen natürlichen Rückgang bei den atlantischen Kabeljaubeständen, den wir berücksichtigen müssen", erklärt Geir Huse, Forschungsdirektor beim Institute of Marine Research (IMR). In den vergangenen Jahren hatten die Fangquoten für Kabeljau im Nordostatlantik auf Rekordhöhe gelegen: im Jahre 2013 überschritten sie die Marke von 1.000.000 t. Die hohen Quoten der letzten Jahre seien vor allem auf die guten Altersklassen 2004 und 2005 zurückzuführen gewesen, sagt Geir Huse: "Wir sehen, dass die Altersklassen danach schwächer sind, was zu einem natürlichen Rückgang bei den Beständen führt." Der Meereswissenschaftler Bjarte Bogstad, verantwortlich für Kabeljau in der Barentssee, betont jedoch, dass es dort einen guten Bestand an nordostatlantischem Kabeljau gebe.

Auch bei mehreren anderen Fischarten nördlich von 62 ºN empfehle der ICES Veränderungen bei den Fangquoten, sagt Meeresforscher Harald Gjøsæter, norwegischer Vertreter im Beratungskomitee des ICES. So sollte die Schellfisch-Quote von 233.000 t um 13% auf 202.305 t reduziert werden, die Seelachs-Quote könne von 150.000 t um 15% auf 172.500 t angehoben werden, die Quote für Grönländischen Heilbutt solle mit 23.000 t 1.000t niedriger angesetzt werden als im Vorjahr und schließlich empfiehlt das Gremium eine leichte Erhöhung der TAC für Tiefenrotbarsch (Sebastes mentella) für 2018 von 30.000 t im laufenden Jahr um 9% auf maximal 32.658 t. Die endgültigen Quoten für Kabeljau, Schellfisch, Tiefenrotbarsch und Grönland-Heilbutt wird das gemeinsame norwegisch-russische Fischereikomitee im Oktober festlegen, während Norwegen allein über die Seelachsquote entscheidet.

Lesen Sie zum Kabeljau auch im FischMagazin-Archiv:
12.05.2017 Island: Größter Kabeljau-Bestand seit Beginn der Aufzeichnungen
02.05.2017 Norwegen: Neues Herkunftszeichen für Seafood aus Norwegen
21.04.2017 Norwegen: Lieferanten beklagen zuviel großen Skrei



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21.06.2017  Norwegen: Cermaq meldet Erfolge im Kampf gegen die Lachslaus

Der norwegische Lachszüchter Cermaq, mit einer Produktionsmenge von 137.000 t (2016) einer der weltweit größten, meldet Fortschritte im Kampf gegen die Lachslaus in der nordnorwegischen Finnmark. Dank einer "proaktiven Strategie zur Reduzierung der Lauszahlen und guten Arbeitsbeziehungen zu benachbarten Züchtern in der Region" habe Cermaq Norway seit November 2016 keine Behandlung gegen Lachsläuse durchführen müssen, zitiert IntraFish den Produzenten. Sieben Monate ohne Entlausungsmittel sei "unglaublich", meint Karl Fredrik Ottem, Leiter der Abteilung Gesundheit bei Cermaq. Eventuell benötige das Unternehmen in der Finnmark überhaupt keine Antilachslausbehandlung mehr.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
10.05.2017 Norwegen: Lerøy notiert höchsten Umsatz der Geschichte
13.10.2016 Chile: Cermaq erhält Zertifizierung "antibiotika-frei" für drei Farmen
13.07.2016 Norwegen: Lerøy verliert 150.000 Lachse bei Entlausung



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20.06.2017  Mecklenburg: Erstes Netzwerktreffen "Afrikanischer Wels in Kreislaufanlagen"

Mecklenburg: Erstes Netzwerktreffen "Afrikanischer Wels in Kreislaufanlagen"

In Sukow bei Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) fand am 14. Juni 2017 ein erstes Netzwerktreffen "Afrikanischer Wels in Kreislaufanlagen" statt. Organisiert von der Sukower Bioenergie und Welsfarm trafen sich mehr als 20 Erzeuger sowie Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel, den Kontakt zwischen den Akteuren in dieser noch kleinen Sparte der Fischbranche zu intensivieren und sich über Erfahrungen bei der Aufzucht und Vermarktung auszutauschen. "Etwa zwölf Anlagen ziehen derzeit im Bundesgebiet diese Fischart auf. Doch der rotfleischige Wels ist beim Verbraucher noch relativ unbekannt und wir müssen gemeinsam etwas dafür tun, dass der Wert dieser nachhaltigen Lebensmittelerzeugung mehr erkannt wird", kommentierte Catharina Haenning von der Sukower Welsfarm den Anlass für das Netzwerktreffen. Nach einer Besichtigung der Fischhalle der Welsfarm folgten drei Fachvorträge im Gasthaus "Zur Tenne" von den Referenten Dr. Günther Scheibe (PAL-Anlagenbau), Dr. Florian Nagel (Aller Aqua Research) und Prof. Dr. Harry Palm (Universität Rostock). Zum Abendessen wurde eine Variation vom Sukower Wels verkostet. Ein zweites Netzwerktreffen soll in wenigen Monaten folgen.

Lesen Sie zum Afrikanischen Wels auch im FischMagazin-Archiv:
27.03.2017 Oberndorf: Dorfgemeinschaft züchtet und vermarktet Wels
17.12.2015 Sukow: 400 Tonnen Wels im Jahr für LEH und GV
27.06.2014 Erzeugung von Fischen in Aquakultur im Jahr 2013 um 4,2 % gestiegen



9.509 Fisch-Adressen im direkten Zugriff



20.06.2017  Bodensee: Breite Front gegen Felchen-Aquakultur

Die anfängliche Skepsis gegenüber einer Felchen-Aquakultur im Bodensee ist bei vielen Akteuren zu einer offenen Ablehnung geworden. In den letzten Wochen schlossen sich zunächst der Stadtverband und die Gemeinderatsfraktion der CDU der Haltung von Radolfzells Oberbürgermeister Martin Stab an und legten "ein klares Bekenntnis zur klassischen Fischerei am ganzen Bodensee ab", schreibt der Südkurier. Anfang Juni betonte der FDP-Kreisverband Bodenseekreis, "eine Massentierhaltung habe im Trinkwasserspeicher für fünf Millionen Menschen nichts zu suchen." Die Argumente gegen die Fischzucht im See unterstützten auch Anita Koops vom Württembergischen Verband der Berufsfischer, Reto Leuch, Präsident des Schweizer Berufsfischer-Verbandes, und Elke Dilger, Vorsitzende des Verbandes Badischer Berufsfischer am Bodensee. Unterstützung erfährt die geplante Aquakultur durch die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg.

Lesen Sie zu Felchen-Aquakultur im Bodensee auch im FischMagazin-Archiv:
15.12.2016 Bodensee: Genossenschaft für die Felchenzucht gegründet
31.10.2016 Friedrichshafen: Skepsis gegenüber einer Felchen-Aquakultur
21.07.2015 Bodensee: Fangrückgang um weitere 23 Prozent



19.06.2017  Polen: Espersen kauft Royal Greenland-Fabrik in Koszalin

Der dänische Weißfisch-Verarbeiter Espersen hat mit dem dänischen Seafood-Produzenten Royal Greenland zum 1. September 2017 eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart, meldet das Portal IntraFish. In diesem Zusammenhang kauft Espersen die Royal Greenland-Fabrik im polnischen Koszalin. Die Royal Greenland-Fabrik soll mit der bisherigen Organisationsstruktur und unter derselben Leitung weiterarbeiten. Der Betrieb mit rund 1.000 Beschäftigten ergänzt die benachbarte Fabrik von Espersen, in der sich mehr als 1.350 Arbeitskräfte der Primärverarbeitung und der Wertsteigerung widmen. Damit werde Espersen zu einem der größten Arbeitgeber in der westpommerschen Region Koszalin, schreibt IntraFish. Espersen folgt mit der Partnerschaft seiner Strategie, seinen internationalen Kunden ein Vollsortiment anzubieten. "Wir sind stolz und freuen uns, dass Royal Greenland uns als starkem, strategischem Partner vertraut", kommentierte Espersen-CEO Klaus B. Nielsen die Kooperation. Royal Greenland wird weiterhin Rohware für die in Koszalin produzierten eigenen RG-Produkte einkaufen. Royal Greenland-CEO Mikael Thinghuus nannte als einen Grund für den Verkauf, dass man damit "freie Ressourcen erhalte, um sich stärker auf das vertikal integrierte Nordatlantik-Geschäft zu konzentrieren."

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht
20.04.2017 Dänemark: Espersen verlegt Produktion von Fredericia nach Polen
13.05.2015 Grönland: Fischerei auf Kabeljau, Schellfisch und Seelachs erhält MSC-Zertifikat



[19.06.2017] Fidschi will 75 Prozent seiner Langleinenfänger zertifizieren

[16.06.2017] Evonik und DSM planen industrielle Produktion von Omega-3-Fettsäuren

[14.06.2017] Mecklenburg-Vorpommern: Publikation zum Aalmanagement

[12.06.2017] SEG 2017: Soviele Aussteller und Besucher wie nie zuvor

[08.06.2017] Fokken & Müller sowie Abrahams erneut Kulinarische Botschafter Niedersachsens

[06.06.2017] Nordsee baut Filiale Darmstadt zu Flagship-Store um

[01.06.2017] Meeresschutz: Illegale Fischerei führt zu mehr "Geisternetzen"
[01.06.2017] Island: Erste Capelin-Fischerei weltweit erhält MSC-Zertifikat

[31.05.2017] MSC will Fischölproduzenten von nachhaltiger Fischerei überzeugen

[30.05.2017] Ecuador: Weitere Shrimp-Farmen von Songa zertifiziert

[29.05.2017] Hummer: US-Exporteure könnten unter CETA leiden
[29.05.2017] Alaska: Lachsfischerei im Prinz-William-Sund ist nachhaltig

[26.05.2017] Grönland: Weltweit erste Fischerei auf Schwarzen Heilbutt MSC-zertifiziert

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