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News aus der Fischbranche




19.10.2017  Nordseekrabben werden wieder günstiger

Die Fischer der Nordsee fangen wieder mehr Krabben. Das heißt: Nordseekrabben werden wieder günstiger. Das teilt der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer (VDKK) mit. Nachdem die Erzeugerpreise noch im ersten Halbjahr 2017 im Durchschnitt bei 11,84 Euro/kg gelegen hatten, bekommen die Fischer derzeit zwischen 4,- und 5,- Euro, teilt der VDKK mit. Denn seit dem Sturmtief "Sebastian" Mitte September sind die Krabben wieder da. "Es gibt wieder eine Saison", sagt der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der deutschen Krabbenfischer, Philipp Oberdörffer, und ergänzt: "Wir haben jetzt einen durchschnittlichen Herbst." Der Krabbenbestand zeige einmal mehr seine große Produktivität nach dem massenhaften Wegfraß durch junge Wittlinge im letzten Jahr. "Die Unberechenbarkeit der Bestandsentwicklung scheint die Wissenschaftler und auch Fischer hingegen immer noch zu überfordern, wenn es darum geht, Bestandsabschätzungen und Prognosen zu machen", schließt die Mitteilung des Verbands.

Lesen Sie zu Nordseekrabben auch im FischMagazin-Archiv:
03.01.2017 Garnelen: Neue Gruppe Shore nv ist operativ
09.09.2016 Niederlande: Heiploeg-Berufung gegen 27 Mio.-Euro-Strafe verworfen



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19.10.2017  Norwegen: Weniger Shrimps, trotzdem niedrigere Preise

In Norwegen wurden in diesem Jahr so wenig Kaltwassergarnelen wie lange nicht mehr angelandet, schreiben die Undercurrent News. Insgesamt wurden bislang - sowohl für die Schälung als auch für gekocht in der Schale - 13.582 t gefangen, während es im gesamten Jahr 2016 noch 20.421 t waren. Der Wert der Anlandungen lag mit 39,2 Mio. Euro gut 39% unter dem Fangwert von 64,3 Mio. Euro im Jahre 2016. Die Preise seien "stabil auf niedrigerem Niveau", sagt Tor-Edgar Ripman von der Fischereivereinigung Norges Rafisklag. Angesichts geringerer Lieferungen aus Kanada und Oregon scheine die Nachfrage jedoch anzuziehen.

Lesen Sie zu Shrimps auch im FischMagazin-Archiv:
13.10.2017 Grönland: NAFO empfiehlt 17 Prozent höhere Pandalus-Quote
14.08.2017 Kanada: Ungewöhnlich viele Kontrakte für Kaltwassergarnelen
26.06.2017 Neufundland: Höhere Preise für Kaltwassergarnelen



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18.10.2017  Spanien: 50 Mio. Euro Umsatz ein Jahr nach Gründung

Das neue spanische Seafood-Unternehmen WOFCO - World of Fishing Companies - erwartet bereits im ersten Jahr nach Gründung im Juni 2016 einen Umsatz von 50 Mio. Euro, schreibt IntraFish. WOFCO verkauft Fisch aus "fünf Ozeanen". Hinter der in Vigo ansässigen Gruppe stehen unter anderem der chinesische Tintenfisch-Verarbeiter Green Food, das Thunfang-Unternehmen Transmarina aus Ecuador und eine Shrimpfischerei von den Falkland-Inseln. Doch WOFCO handelt auch Weißfische wie Rotbarsch, Kabeljau oder Weißen und Schwarzen Heilbutt. 60 Prozent des Umsatzes generiert aktuell der Export nach Asien, in die USA und Kanada, doch auch EU-Länder wie Spanien, Frankreich und Italien werden beliefert.

Lesen Sie zu Spanien auch im FischMagazin-Archiv:
21.09.2017 Spanien: Hohe Entschädigung für beschlagnahmten illegalen Fisch
18.09.2017 Seehecht: Fangquote soll um 4 Prozent gesenkt werden
14.03.2017 Spanien: Züchter von Rotem Thun verliert 4,4 Mio. Euro



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18.10.2017  Schottland: Lachszüchter entsorgten 2016 zehn Millionen Fische

Schottlands Lachsfarmer haben im vergangenen Jahr aufgrund von Krankheiten, Parasiten und weiteren Problemen bis zu zehn Millionen Lachse vernichtet, schreibt die britische Tageszeitung The Herald. Offiziellen Angaben zufolge stieg die Tonnage an Fisch, der entsorgt werden musste, von 10.599 t im Jahre 2013 auf 22.479 t im Jahre 2016. Ungewollte Todesfälle sind in Lachsfarmen schon seit langem ein Problem, doch erst in den letzten drei Jahren 2014, 2015 und 2016 sind die Zahlen auf ein Rekordniveau gestiegen. Bis Juni 2017 wurden weitere 7.700 t Lachs vernichtet. Die größten Verluste erlitt Marine Harvest, bei denen sich die Sterblichkeit von 2013 auf 2016 auf 7.609 t verdreifacht hat. Im selben Zeitraum notierte die Scottish Salmon Company eine Verdoppelung der Menge an toten Fischen auf mehr als 5.873 t. Während Kritiker die Zahl der vernichteten Lachse auf 10 bis 20 Mio. Stück schätzen, beziffert die Branche ihre Verluste auf "zwischen 6 und 10 Mio. Fische, je nach Größe". Da in Schottland nach Regierungsangaben 2016 fast 43 Mio. Smolts eingesetzt wurden, entsprächen die Verlustzahlen fast einem Viertel der Fische. Die gesamte schottische Lachsproduktion lag 2016 bei 162.817 t.

Lesen Sie zur Sterblichkeit in schottischen Lachsfarmen auch im FischMagazin-Archiv:
27.06.2017 Schottland: Pressekampagne trotz sinkender Abschüsse von Kegelrobben
13.05.2015 Schottland: Pestizid gegen Lachsläuse vom Markt genommen
16.12.2014 Schottland: 300.000 Lachse sterben nach Feuerquallen-Befall



18.10.2017  Ostsee-Fangquoten: Weniger Hering, Lachs und Scholle

Die EU-Fischereiminister haben sich auf neue Fangquoten für die Ostsee geeinigt, meldet der Norddeutsche Rundfunk. Für die Fischer sind die Quoten mit erheblichen Einbußen verbunden. In der gesamten Ostsee dürfen im kommenden Jahr 10% weniger Scholle und 5% weniger Lachs gefischt werden. Die für Deutschland wichtigen Heringsbestände in der westlichen Ostsee erfahren eine Fangmengenreduzierung um 39%. "Mit den jetzt verabschiedeten Gesamtfangmengen können wir nicht leben", sagte der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Kutter- und Küstenfischer (DVKK), Dirk Sander. Entsprechend fordert der DVKK, das in diesem Jahr begonnene Hilfsprogramm für die Dorschfischer nun auf die Heringsfischerei auszuweiten. Der Bund müsse für die befristete Stilllegung von Booten einen Ausgleich zahlen, sagte Sander. Lorenz Marckwardt, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes Schleswig-Holstein, betonte, die Kürzung der Hering-Fangmenge sei für die Betriebe ähnlich katastrophal wie die Kürzung der Dorsch-Fangmengen um 56% im vergangenen Jahr. 2018 bleibt die Dorschfangquote in der westlichen Ostsee unverändert.

Lesen Sie zur Ostsee auch im FischMagazin-Archiv:
11.10.2017 Ostsee: Schlechte Perspektiven für marine Aquakultur
19.09.2017 Mecklenburg-Vorpommern: Stellnetzfischerei auf Hering startet MSC-Verfahren
31.08.2017 Ostsee-Fangquoten 2018: Weniger Hering und Kabeljau



18.10.2017  Biebrich: Eröffnung des "Fisch Palasts"

Im Wiesbadener Stadtteil Biebrich (Hessen) soll noch im November das Fischfachgeschäft "Fisch Palast" eröffnen, schreibt der Wiesbadener Kurier. In den 540 Quadratmeter großen Räumen des bisherigen Reformhauses Diefenbach in der Rathausstraße 44 will der Deutsch-Tunesier Wissem Mehouachi Meeres- und Süßwasserfische verkaufen. Integriert in das Geschäft ist eine heiße Theke mit Grill, so dass vor Ort Snacks wie Backfisch und gegrillte Dorade angeboten werden können. Mehouachi betreibt in Frankfurt außerdem die Alremal GmbH, die Groß- und Einzelhändler sowie Hotels und Restaurants mit Fisch und Meeresfrüchten beliefert. Entsprechend soll auch die Ware im "Fisch Palast" "nicht von einem Zwischenhändler" stammen, teilt Mehouachi mit und betont: "Wir arbeiten aus erster Hand." Er importiere seinen Fisch vor allem aus dem französischen Fischereihafen Boulogne-sur-Mer, von der italienischen Adria und aus nordafrikanischen Ländern wie Tunesien und Marokko: "In Boulogne-sur-Mer sind wir die einzigen deutschen Händler." Der Großhandel soll ebenfalls in die Räume an der Rathausstraße integriert werden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
17.09.2013 Fisherman Tom eröffnet nach Wien auch in Wiesbaden
24.02.2010 Wiesbaden: Waldrestaurant Fischzucht eröffnet neu



17.10.2017  USA: Seafood-Umsatz bei Amazon Fresh steigt um 50 Prozent

Das E-Commerce-Unternehmen Amazon Fresh meldet für seine Abteilung leichtverderbliche Waren für das 3. Quartal 2017 einen Umsatz von 76,1 Mio. Euro, berichtet One Click Retail. Davon entfallen 18% auf den Bereich "Fleisch", zu dem Seafood gerechnet wird, das hiervon wiederum einen Anteil von 11% ausmacht. Damit lagen die Seafood-Umsätze von Amazon Fresh im 3. Quartal bei 1,5 Mio. Euro oder rund 2% des Amazon Fresh-Umsatzes. Das entspreche einem Anstieg von 50% gegenüber dem 2. Quartal 2017. One Click-Analyst Nathan Rigby vermutet, dass Amazons Übernahme von Whole Foods zu diesem Plus beigetragen haben können, und zwar durch das damit an Amazon Fresh geweckte Interesse.

Lesen Sie zu Amazon auch im FischMagazin-Archiv:
09.08.2017 Schottland: Fishbox-Anbieter expandiert
11.07.2017 Online-Versand: Kaum frischer Fisch aus dem Netz
01.07.2010 Amazon startet Online-Handel mit Lebensmitteln





[16.10.2017] Followfood wächst deutlich stärker als der Markt
[16.10.2017] Norwegen: Marine Harvest erwartet erneut Gewinnzuwachs
[16.10.2017] Thai Union Europe: Neues Management

[13.10.2017] München: Fischtheke eröffnet nach Renovierung neu
[13.10.2017] Grönland: NAFO empfiehlt 17 Prozent höhere Pandalus-Quote

[11.10.2017] Ostsee: Schlechte Perspektiven für marine Aquakultur

[10.10.2017] Alaska: AP-Surimi-Markt droht keine Überproduktionskrise
[10.10.2017] Kanada: Keine Zölle für Lebendhummer seit 21. September
[10.10.2017] Dänemark: Vega Sea mit 40 Prozent Umsatzplus

[09.10.2017] Ecuador fängt 18 Prozent mehr Thunfisch im östlichen Pazifik
[09.10.2017] Holland: NorthSeafood Holland unter neuem Eigner

[04.10.2017] Holland: Seafood Connection übernimmt Verarbeiter Weerstand
[04.10.2017] Dänemark: Großes Taschenkrebs-Festival in Lemvig

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