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News aus der Fischbranche




15.11.2017  Island fängt im Oktober 84 Prozent mehr Hering

Isländische Fangschiffe haben im Oktober 114.258 t Fisch angelandet und damit 40% mehr als im Vorjahresmonat, meldet IntraFish. Das Plus sei vor allem auf gute Heringsfänge zurückzuführen, die mit fast 59.000 t beachtliche 84% über dem Fangergebnis von 32.000 t im Oktober 2016 lagen. Die Grundfischfänge lagen mit 42.000 t etwa 5% über dem Vorjahreswert. Während die Kabeljaufänge im Vergleich zum Vorjahr relativ schwach waren, verzeichneten Rotbarsch, Seelachs (+11%) und Schellfisch (+2%) Zuwächse.

Lesen Sie zur Fischerei und Fischzucht auf Island auch im FischMagazin-Archiv:
01.11.2017 Island: Makrelenfischerei ist jetzt MSC-zertifiziert
13.11.2017 Island: Lachse von Züchter Laxar schon 2 kg schwer
25.09.2017 Island: 31 neue Arten aufgrund höherer Meerestemperaturen




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15.11.2017  Island: Kollagenfabrik will sämtliche Kabeljauhäute verarbeiten

Island: Kollagenfabrik will sämtliche Kabeljauhäute verarbeiten

In diesem Winter soll nun auf Island der Bau einer Fabrik beginnen, die langfristig alle dort anfallenden Kabeljauhäute verarbeiten will, melden die Undercurrent News. Ursprünglich hatte Codland, ein Joint-Venture der vier Fischerei- und Fischverarbeitungsunternehmen Visir, Thorbjörn, Samherji und HB Grandi, mit dem Bau nahe der Hauptstadt Reykjavík schon dieses Frühjahr starten wollen. "Unsere Fortschritte waren ein wenig langsam, aber wir haben viel Zeit damit verbracht uns zu versichern, dass es für unsere Produkte auch definitiv einen Markt gibt", sagt Geschäftführer Tómas Thór Eiríksson. Bislang hatte Codland die isländischen Kabeljauhäute bei dem spanischen Spezialisten Junca zu Kollagen für den Gesundheits- und Kosmetikmarkt verarbeiten lassen. Auf Island selbst lässt Codland bei einer kleinen Brauerei Limonade mit Kollagen herstellen, die als "gesunder Softdrink" vermarktet wird. "Wir haben das Produkt in der Blauen Lagune - einem Thermalfreibad - getestet, wo es gut läuft", berichtet Eiríksson. Wenn die neue Fabrik voraussichtlich 2019 läuft, soll sie so viele Häute verarbeiten wie möglich. Und sie soll als Zentrum fungieren für die Idee, den Kabeljau zu 100 Prozent zu verwerten. Denn neben dem Kollagen sollen - möglicherweise unter derselben Marke - auch Fischleberöl sowie weitere Fischölprodukte hergestellt werden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.08.2017 Island: Konferenz zur Nutzung von "Fischabfällen"
31.03.2017 Norwegen: Neue Proteinfabrik im Schwarmfischhafen Egersund
20.01.2017 Island: Führende Fischverarbeiter bauen Fabrik für Fisch-Nebenprodukte



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14.11.2017  Kaltwassergarnelen: Bestände werden weiter abnehmen

Die Bestände der Eismeergarnele werden auch in den kommenden Jahren weiter schrumpfen. Dr. Carsten Hvingel, Leiter der Forschungsgruppe Bodenhabitate und Muscheln am Norwegischen Institut für Meeresforschung, bedauerte die düstere Prognose, die er auf dem International Coldwater Prawn Forum 2017 abgeben musste, schreiben die Undercurrent News. Gleichzeitig verwies er jedoch darauf, dass schon die Bestandsentwicklung der letzten zwei Jahrzehnte seinen negativsten Vorhersagen entsprochen habe. So hätten die Shrimpfänge östlich von Island von ursprünglich 150.000 t um 70% auf etwa 50.000 t abgenommen. Sollten sich die Bestände im Westatlantik - vor Kanada und westlich Grönlands - analog entwickeln, so sei dort noch eine Abnahme um 85.000 t zu erwarten.

Ursache sei vor allem das Wachstum der Kabeljaubestände: "Wenn Du nicht weißt, wie es um die Shrimps bestellt ist, solltest Du aus dem Fenster schauen und gucken, was der Kabeljau macht." Auch wenn ein Anstieg der Shrimpvorkommen in der Barentssee die Verluste teilweise ausgleichen könne, sei insgesamt mit einem weiteren jährlichen Bestandsrückgang von 3,5% zu rechnen. Sollte sich das Fischökosystem bis zum Jahre 2026 wieder stabilisieren, könnten die Garnelenfänge im Nordatlantik für die folgenden fünf Jahre bei jährlich etwa 160.000 t liegen.

Lesen Sie zur Situation der Eismeergarnele auch im FischMagazin-Archiv:
19.10.2017 Norwegen: Weniger Shrimps, trotzdem niedrigere Preise
13.10.2017 Grönland: NAFO empfiehlt 17 Prozent höhere Pandalus-Quote
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht



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14.11.2017  Polen/Norwegen: Farstad neuer Geschäftsführer von Milarex

Thomas Farstad (46), derzeit noch Geschäftsführer von Lerøy Norway Seafoods, ist zum Geschäftsführer des polnischen Lachsverarbeiters Milarex berufen worden, meldet das Portal IntraFish. Milarex war 2016 von Jerzy Malek gegründet worden, der jedoch im Juli 2017 die Mehrheitsanteile an die Private Equity-Gesellschaft Summa Equity verkaufte und als CEO zurücktrat. "Farstad war sowohl mein als auch Maleks Favorit", kommentierte der Milarex-Vorstandsvorsitzende Jon Hindar die Personalentscheidung. Farstad arbeitete nach Universitätsabschlüssen aus Frankreich und den USA bei McKinsey & Company, Fjord Seafod, Aker Maritime und schließlich als CEO bei Aker Seafoods, das 2012 in das Fangunternehmen Havfisk und den Verarbeitungsbetrieb Norway Seafoods aufgespalten wurde, bevor beide Unternehmen Teil der Lerøy Seafood Group wurden. "Ich habe große Pläne, was das Wachstumspotential von Milarex anbelangt", kündigte Farstad an. Er werde weiterhin von Norwegen aus operieren, während die Milarex-Fabrik im polnischen Slupsk liegt. Die Produktion befindet sich noch im Aufbau und soll in diesem Jahr 7.000 bis 8.000 Tonnen Fertigprodukt herstellen, während die Kapazität bei rund 17.500 Tonnen liege. Jerzy Malek hält 25 Prozent der Anteile und ist beratend tätig.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
24.07.2017 Polen: Schwedischer Fonds übernimmt Jerzy Maleks neue Lachsräucherei
28.02.2017 Italien: Lachsräucherei Fjord steht zum Verkauf




14.11.2017  Royal Greenland: "Den Wert aus der Kaltwassergarnele pressen"

Angesichts der seit Jahren sinkenden Fangmengen bei der Eismeergarnele fordert Royal Greenland-Geschäftsführer Mikael Thinghuus, den Wert aus jedem einzelnen Kilo, das gefischt wird, zu "pressen". Denn: "Anders als bei der Zuchtgarnele haben wir nicht die Möglichkeit, die Menge zu erhöhen", sagte er auf dem diesjährigen International Coldwater Prawn Forum. Es gehe darum sicherzustellen, dass jedes Kilo jener rund 225.000 Tonnen, die derzeit gefangen werden, zu 100 Prozent genutzt werde. Momentan würden rund 62 Prozent der Fangmenge nicht verwertet, darunter etwa 30.000 Tonnen Köpfe, Beine und Schalen: "Ein Teil wird zu Fischmehl verarbeitet, aber wir brauchen eine höhere Wertschöpfung."

Während sich die Produzenten derzeit bemühten, die Ausbeute zu steigern, sollten sie sich vielmehr um Qualität kümmern: manchmal sei gut produzierte Doppelfrostware besser als ein schlecht produziertes Single-Frozen-Produkt. Und schließlich gehe es auch darum, die richtigen Kunden zu finden und nicht nur auf traditionelle Märkte wie Großbritannien und die meisten EU-Märkte zu schauen, denen es um das beste Preis-Leistungsverhältnis gehe, das heißt: es muss billig sein. Eine Option sei China, wohin man aktuell online verkaufen könne. Momentan, sagt Thinghuus, werden Eismeergarnelen fast ausschließlich gefroren gehandelt, doch er glaube: noch "bevor wir im Ruhestand sind" werden Garnelen aus dem Nordostatlantik lebend nach China exportiert.

Lesen Sie zur Eismeergarnele auch im FischMagazin-Archiv:
14.08.2017 Kanada: Ungewöhnlich viele Kontrakte für Kaltwassergarnelen
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht
15.12.2015 Kanada: Royal Greenland investiert in Krebs- und Garnelen-Produzenten




13.11.2017  Hamburg: Fisch Hagenah wird trotz Insolvenz weitergeführt

Hamburg: Fisch Hagenah wird trotz Insolvenz weitergeführt

Der Hamburger Fischgroß- und -einzelhandel Fisch Hagenah ist erneut insolvent. Der Geschäftsbetrieb soll jedoch uneingeschränkt weitergeführt werden, teilt die mit der Sanierungsberatung betraute Rechtsanwaltskanzlei BBL Bernsau Brockdorff mit. Das Amtsgericht Reinbek habe den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bewilligt und damit den Weg für eine Restrukturierung des Unternehmens freigemacht. "Ziel ist der Erhalt und die nachhaltige Sanierung von Hagenah", erklärt Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt. Trotz einer Insolvenz vor zwei Jahren weise das Unternehmen weiterhin strukturelle Probleme auf.

Dennoch schätze er die Chancen positiv ein: "Das Unternehmen verfügt über eine lange Tradition, ist im Markt etabliert und genießt einen guten Ruf. Das zeigt sich gerade auch darin, dass Kunden und Lieferanten Hagenah in der jetzigen Restrukturierungsphase uneingeschränkt die Treue halten." Jetzt werde ein Investor gesucht, der nach Möglichkeit gute Branchenkenntnisse besitzen soll und mit Hagenah sein eigenes Portfolio sinnvoll ergänzen könne. Die rund 100 Arbeitnehmer erhalten bis einschließlich Dezember Insolvenzgeld. Hagenah war Anfang 2015 von dem Ahrensburger Unternehmer Christoph Kroschke übernommen worden, der Marktauftritt und Konzept des Traditionsunternehmens neu ausrichtete.

Lesen Sie zu Fisch Hagenah auch im FischMagazin-Archiv:
19.03.2015 Hamburg: Schilder-Händler Kroschke übernimmt Karsten Hagenah
14.11.2014 Hamburgs größter Fischhändler Hagenah in vorläufiger Insolvenz
13.11.2013 Hamburg: Karsten Hagenah baut für 7,5 Millionen Euro neu



13.11.2017  Island: Lachse von Züchter Laxar schon 2 kg schwer

Die ersten, noch nicht erntereifen Lachse des isländischen Start-up-Farmers Laxar wiegen inzwischen nahezu 2 kg, schreiben die Undercurrent News. Inzwischen habe Laxar, der zu 53,5% im Besitz der norwegischen Masoval Fiskeoppdrett ist, Finanzmittel von 10 Mio. Euro akquiriert, um die Produktionskapazität mittelfristig auf 24.000 t auszubauen. Bislang besitzt Laxar Produktionslizenzen für 6.000 t Lachs in den Ostfjorden Islands, will diese jedoch auf 16.000 t erweitern und rechnet für das Jahr 2018 mit einer entsprechenden Genehmigung, sagt Vorstandsmitglied Einar Örn Gunnarsson.

Zeit und Geld investiere der Züchter insbesondere in die Entwicklung seiner Hatcheries, erklärt Geschäftsführer Helgi Sigurdsson, denn Ziel sei es, die Smolts dort auf 500g abwachsen zu lassen, bevor sie in Meergehege gesetzt werden. Zunächst werden die Lachse in einer Süßwasserbrutanstalt mit Wasser in Trinkwasserqualität auf rund 80g gezogen, um sie dann in eine Meerwasser-Hatchery umzusetzen. Bislang werden die Lachse ab einer Größe von durchschnittlich 400g in die Seegehege gesetzt. Inzwischen unterhalte Laxar drei Hatcheries mit einer Kapazität von aktuell 3,5 Mio. Smolts. Ziel sei die Produktion von 5 Mio. Jungfischen.

Mit dem Züchter Fiskeldi Austfjarda (FA) will Laxar zunächst eine gemeinsame Verarbeitung in Djúpivogur betreiben, wo die erste Ernte 2018 zu Lachsen ausgenommen mit Kopf verarbeitet werden soll. Für die erste Vermarktung habe der norwegische Partner Masoval seine eigenen Handelskanäle angeboten. "Es gibt schon jetzt viele Märkte, aus denen wir wählen können," sagt Gunnarsson, "außerdem hat Island seit 2014 ein Freihandelsabkommen mit China."






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[02.11.2017] Norwegen: Marine Harvest plant 18 Prozent höhere Lachsproduktion

[01.11.2017] Italien: Kaviarproduzent kauft Lachsräucherei
[01.11.2017] Österreich: Produktrückruf bei Lidl
[01.11.2017] Norwegen: Größter Massenausbruch von Heilbutt
[01.11.2017] Island: Makrelenfischerei ist jetzt MSC-zertifiziert

[30.10.2017] Kanada: Ureinwohner besetzen Lachszuchten
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