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News aus der Fischbranche




Seafood Star 2018

Seafood Star 2018

FischMagazin zeichnet die besten Fachgeschäfte, Konzepte, Marketing-Ideen und Events im Fischhandel mit dem Branchenpreis Seafood Star aus. Bis zum 1. September läuft die Bewerbungsphase für den Seafood Star 2018.

Bewerben Sie sich jetzt, wir haben das Verfahren weiter vereinfacht. Laden Sie den Bewerbungsbogen einfach herunter und füllen Sie ihn direkt aus.

Der Seafood Star 2018 wird im Februar im Rahmen der Bremer Fischmesse vergeben.







21.08.2017  Trend: Die Sardinen-Bar serviert Dosenfisch

Trend: Die Sardinen-Bar serviert Dosenfisch

"Berlins eigenwilligstes Fischlokal" nennt die Süddeutsche Zeitung die Sardinen-Bar: seit Oktober 2016 serviert dort der gelernte Koch Thomas Vetter Fisch aus der Dose. In dem "Feinkostbistro", so die Selbstbezeichnung, werden Konserven zum Preis von je 8,- bis 20,- Euro hübsch angerichtet auf einem Holzbrett serviert, dazu Salat, Baguette und passende Weine aus Frankreich und Portugal. Seine Spezialitäten bezieht Vetter aus dem Laden seiner Schwiegerfamilie, dem seit 1994 bestehenden Berliner Feinkostgeschäft Maître Philippe et filles. "Wir setzen ausschließlich auf hochwertige Produkte von kleinen Familienbetrieben aus Frankreich, Spanien und Portugal, die in kaltgepresstem Olivenöl eingelegt sind", erläutert Vetter das Konzept gegenüber der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ).

Thomas Vetter hat sowohl Vorgänger wie auch Nachfolger. Mare-Autorin Brigitte Kramer stellte schon im Sommer 2014 im Magazin "Der Spiegel" das portugiesische Lokal "Sol e Pesca" vor. In einem ehemaligen Anglergeschäft in Lissabon belebt Wirt Henrique Vaz Pato, eigentlich Architekt, die "Kultur der Fischkonserve" neu. Er hat mehr als 100 verschiedene Konserven im Sortiment, die man ungeöffnet kaufen kann oder die er zu Gerichten ergänzt serviert, etwa in Moscatel-Wein eingelegte Anchovis mit Ziegenkäse und frischem Thymian oder Thunfischschinken mit reifem Kuhmilchkäse, kandierten Feigen und grasgrüner Minze. Wer die Konserven zuhause selber zubereiten möchte, kann auf Patos Buch "Sol & Pesca" zurückgreifen, das mehr als hundert Rezepte enthält. Seit der Architekt die Konserven serviert, laufe das Geschäft bei den portugiesischen Fabriken besser, schreibt Kramer, denn: "In der Konserve steckt nicht nur ein Fisch, sondern auch das gute Leben von früher."

Im Frühjahr 2017 setzten Daniel Rietdorf und Sebastian Morgenstern in Köln ein ähnliches Konzept um. Für zwei Wochen residierte im "Laden Ein", einem Restaurant, das alle zwei Wochen neue Gastronomen beherbergt, ihre Tapas-Bar "Sin Tin". "Viele kennen nur den Hering in Tomatensoße. Das wollen wir ändern," nennt Rietdorf ein Motiv für das 14-tägige Experiment. Angeboten wurden etwa Anchovis mit Datteln und einem "Stunden-Ei", das 60 Minuten bei 64 Grad gegart wird, oder Klassiker wie "Fischers Fritte": marinierte Miesmuscheln mit belgischen Pommes. Zum Nachtisch gab es Algeneis mit Anchovikeksen. Mit Blick auf die Sardinen-Bar fragte Fabienne Hurst in der SZ: "Ist die Dosennummer nach dem Haferbrei-Café und der Cookieteig-Eisdiele nur der nächste kulinarische Hipster-Gag?"

Lesen Sie zu Fischkonserven auch im FischMagazin-Archiv:
07.07.2017 Dänemark: Hersteller von Makrelenkonserven mit schlechtem Ergebnis
23.02.2017 Dänemark: Mehrheitsanteile von Amanda Seafoods verkauft
25.11.2016 Österreichische Süßwasserfische in der Dose



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18.08.2017  Historisches: Wikinger handelten bereits vor 1.200 Jahren mit Kabeljau

Historisches: Wikinger handelten bereits vor 1.200 Jahren mit Kabeljau

Bislang ging die historische Forschung davon aus, dass der Stockfisch-Handel erst im 13. Jahrhundert zu Zeiten der Hanse richtig begann. Jetzt hat ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung herausgefunden, dass die Bewohner der Wikinger-Siedlung Haithabu bereits vor 1.200 Jahren luftgetrockneten Stockfisch aus Nordnorwegen verspeisten. Das berichten die Wissenschaftler unter Leitung der Universität Oslo in der Zeitschrift "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Die Forscher nutzten archäologische Proben, darunter fünf Funde von Fischknochen aus Haithabu, und untersuchten diese mit genetischen Analyseverfahren. Der Vergleich des rekonstruierten Erbguts dieser Fische mit der DNA von Fischen aus heutigen Beständen in der östlichen Ostsee, im Öresund, in der Nordsee, vor den Lofoten und in der nordöstlichen Arktis ergab: vier der fünf Funde stammen von den Lofoten. Da Frischfisch damals über diese Entfernung nicht transportiert werden konnte, muss es sich um Trockenfisch gehandelt haben. Weil die Funde aus unterschiedlichen Schichten und Zeiten stammen, sind sich die Wissenschaftler sicher, dass es sich bei den Fischresten nicht um Proviant der Wikinger handelt.

Lesen Sie zur Geschichte des Fischkonsums auch im FischMagazin-Archiv:
10.11.2015 Kiel: Neue Museumsführung zur Fischereigeschichte mit Fischimbiss
23.09.2014 Hamburg-Altona: "350 Jahre Kampf um den Fisch"



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17.08.2017  Island: Neue Vereinigung "Frauen in der Seafood-Industrie"

Island: Neue Vereinigung "Frauen in der Seafood-Industrie"

Auf Island hat sich Ende 2016 eine "Internationale Vereinigung für Frauen in der Seafood-Industrie" gegründet, die auf der diesjährigen isländischen Fischereimesse Icefair ihren ersten öffentlichen Auftritt hat. Die "International Association for Women in the Seafood Industry" (WSI) will den Frauen in der Fischwirtschaft mehr Aufmerksamkeit verschaffen, schreiben die Icenews. Denn von den 120 Millionen Menschen, die weltweit in Fischerei und Aquakultur beschäftigt sind, sind die Hälfte Frauen. "40% der Menschen, die direkt von Fischfang und Fischverarbeitung leben, sind Frauen; 70% aller Menschen, die direkt von der Fischzucht leben, sind Frauen", heißt es auf dem Portal Fishforward. Besonders hoch ist der Frauenanteil in der handwerklichen Fischerei, der Fischverarbeitung und dem Fischhandel. Im Management sind sie eher selten anzutreffen. Die WSI wurde im Dezember 2016 von Akteuren aus der Seafood-Branche und Experten für Gender-Fragen gegründet. Island sei Gründungsland gewesen, weil das Land in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter eine Vorreiterrolle einnehme, sagt Marie Christine Monfort, Seafood-Consultant und WSI-Mitgründerin . Es bleibe jedoch noch viel zu tun, um den Beitrag von Frauen zur Seafood-Industrie zu betonen, meint Monfort.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.08.2017 Island: Konferenz zur Nutzung von "Fischabfällen"
19.10.2015 Bremerhaven: Erika Siegel mit "Belladonna-Gründerinnenpreis" geehrt



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16.08.2017  Ecuador: Kleinere Shrimpzüchter streben gemeinsam nach ASC-Zertifikat

Nachdem 2014 die weltweit erste ASC-zertifizierte Shrimp-Farm eine aus Ecuador war, bemühen sich jetzt zahlreiche kleinere Garnelenfarmer des Landes um eine Zertifizierung des Aquaculture Stewardship Councils. In der Provinz El Oro beteiligen sich derzeit 50 Shrimp-Farmer - von insgesamt 700 in dieser ecuadorianischen Provinz - an dem Versuchsprojekt des ASC, teilt Jessenia Angulo mit, Direktorin für Nachhaltigkeit bei der Non-Profit-Organisation GeaConnections. GeaConnections, die sich für die Schaffung nachhaltiger Lieferketten für kleine Farmen engagieren, arbeitet mit dem holländischen Büro der Exportförderorganisation Pro-Ecuador und den Farmern der Provinz zusammen. Bislang hätten landesweit schon rund 1.835 kleine Farmer an Kursen über "Gute Aquakultur-Praktiken" teilgenommen. Von 92 Züchtern, die außerdem ein ASC-Training erhalten hatten, warten 50 auf ein Audit nach dem ASC-Standard. Auch Shrimpzüchter-Verbände aus Peru, Zentralamerika und Brasilien haben Interesse an dem Programm geäußert, sagt Angulo. In Brasilien und Zentralamerika seien schon zwei Trainingsveranstaltungen durchgeführt worden.

Lesen Sie zum ASC auch im FischMagazin-Archiv:
20.07.2017 Vietnam: Fast 30 Shrimp-Kooperativen erhalten ASC-Zertifikat
30.05.2017 Ecuador: Weitere Shrimp-Farmen von Songa zertifiziert



15.08.2017  Schottland: Fischer machen Aquakultur für Wildlachs-Rückgang verantwortlich

Lachsfischer im Norden Großbritanniens machen die dortige Lachsaquakultur dafür verantwortlich, dass die Rückkehrerzahlen beim Wildlachs im schottischen Fluss River Awe (Argyll) immer weiter zurückgingen, schreibt Fish Information & Services (FIS). Offiziellen Statistiken zufolge waren 2016 noch 807 Rückkehrer gezählt worden, während es in diesem Jahr kaum 400 seien, obgleich die Saison sich ihrem Ende nähere, teilt Salmon and Trout Conservation Scotland (STCS) mit. Die Umweltorganisation hält die durch die Aquakulturen verbreiteten Lachsläuse für eine Hauptursache dieses Rückgangs. Denn die aus den Flüssen der südwestlichen Highlands ins Meer wandernden Junglachse müssten einen "Spießrutenlauf" nahe vorbei an den Läuse produzierenden Lachsfarmen entlang der Westküste machen, bis sie das offene Meer erreichten. Seit Beginn der intensiven Fischzucht sei zunächst der Bestand der geschlechtsreifen Meerforellen eingebrochen und jetzt befänden sich die Wildlachszahlen "beschleunigt im freien Fall". Daher fordere STCS, die Farmen in geschlossene Tanksysteme zu verlegen, da nur dies die Verbreitung der Parasiten verhindern könne. Ein Vertreter der schottischen Regierung teilte mit, dass die Forschungseinrichtung Marine Scotland Science vor kurzem ein Projekt zu der Problematik begonnen habe.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
21.08.2013 Island: Zuchtlachse verändern Wildlachs genetisch
19.12.2012 Irland: Demonstration gegen geplante Lachsfarmen
20.01.2011 Kanada: Erste marine Lachszucht im geschlossenen Schwimmtank




14.08.2017  Kanada: Ungewöhnlich viele Kontrakte für Kaltwassergarnelen

Viele führende europäische Einkäufer von Kaltwassergarnelen haben begonnen, sich ihren Pandalus-Bedarf für das 2018 über Lieferkontrakte zu sichern, melden die Undercurrent News (UN). Der Hintergrund: die Rohwarenpreise explodieren. Denn Kanadas Fangquote für die Eismeergarnelen liegt in der Fangsaison 2017/18 mit 10.400 t beachtliche 62% unter der Vorjahresquote. Unter Berufung auf mehrere Quellen nennt das Nachrichtenportal für Anfang August Kilopreise für Doppelfrostware ab Island: 9,73 Euro für die größte Sortierung 100/200, 8,24 Euro für 250/300 und 6,63 Euro für 300/500. In Kanada werde die größte und rareste Sortierung in Single frozen-Qualität für 10,39 Euro/kg gehandelt. Der Umstand, dass ein Kontrakt aktuell zu 10,50 Euro/kg für 125/175 abgeschlossen wurde, spiegele die Erwartung der Käufer, wie sich die Preise weiter entwickeln werden. "Die Einkäufer sehen die drohenden Engpässe und die Notwendigkeit, sich Ware zu sichern. Das könnte die ungewöhnlich hohe Zahl von Verträgen erklären, die schon für 2018 abgeschlossen werden", zitieren die UN eine "Quelle". Auch der Preisunterschied zwischen Single frozen- und Double frozen-Ware sei größer geworden.

Lesen Sie zur Kaltwassergarnele auch im FischMagazin-Archiv:
26.06.2017 Neufundland: Höhere Preise für Kaltwassergarnelen
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht
19.07.2016 Kanada reduziert Fangquote für Eismeergarnelen um 42 Prozent



[14.08.2017] Kanada: Gen-Lachs erstmals im Handel - Empfänger unbekannt

[11.08.2017] Nomad Foods: CSR-Verantwortliche geht nach vier Monaten
[11.08.2017] Alaska: Bislang 133 Millionen Lachse gefischt

[10.08.2017] Dänemark: Aller Aqua-Bilanz leidet unter Währungsschwankungen
[10.08.2017] Norwegen: Bremnes schlachtet 900.000 Lachse nach ISA-Ausbruch

[09.08.2017] Regal Springs: Neue Verkaufsleitung Europa
[09.08.2017] Schottland: Fishbox-Anbieter expandiert

[08.08.2017] Dänemark: Neue Fischereiministerin löst Larsen ab
[08.08.2017] Mexiko: Umweltschützer kritisieren geplante Thunfisch-Zertifizierung
[08.08.2017] Norwegen: Pläne für neue landgestützte Lachszucht

[07.08.2017] Miesmuscheln: Optimismus zum Saisonstart
[07.08.2017] Shrimps: EU-Import steigt um 2 % auf 783.900 Tonnen
[07.08.2017] DLG Lebensmitteltagung Fisch & Seafood: Tierwohl in der Wertschöpfungskette

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