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News aus der Fischbranche




12.12.2017  Austern: Internationale Allianz zur Ansiedlung der Europäischen Auster

Austern: Internationale Allianz zur Ansiedlung der Europäischen Auster

Auf einem internationalen Workshop Anfang November in Berlin haben mehr als 65 Experten aus zehn Ländern Europas ein europäisches Netzwerk gegründet, das sich die Wiederansiedlung und Bestandsstärkung der seltenen und stark bedrohten heimischen Europäischen Auster (Ostrea edulis) zum Ziel gesetzt hat. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), hatten gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) Vertreter von Naturschutzbehörden und -Verbänden, Wissenschaftler und Austernfarmer in die Bremer Landesvertretung in der Bundeshauptstadt eingeladen. Am AWI läuft seit dem Jahr 2016 das vom BfN geförderte Projekt RESTORE zur Wiederansiedlung der Europäischen Auster.

Die neu gegründete Native Oyster Restoration Alliance (NORA) formulierte für ihre Arbeit fünf Kernziele. Um die für Ansiedlungsprojekte benötigten Saataustern nicht aus bestehenden Wildbeständen zu entnehmen und diese damit weiter zu schwächen, sind Austernzuchtbetriebe für die Produktion geeigneter Jungaustern essentiell. Für den Erfolg von Wiederansiedlungsprojekten ist die Identifizierung ausreichend geeigneter und ungestörter Meeresgebiete Voraussetzung. Da in vielen europäischen Meeresregionen der für Europäische Austern schädliche Parasit Bonamia vorhanden ist, dürfen in Bonamia-freien Gebieten nur parasiten-freie Austern eingebracht werden. Nach international abgestimmten Methoden sollte ein Monitoring der Bestandsentwicklung und der Begleitfauna erfolgen. Und schließlich muss die genetische Variabilität der Austernbestände gewährleistet bleiben und bei entsprechender Nachzucht für Restaurationsvorhaben berücksichtig werden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
22.08.2017 Nordirland: Rooney Fish züchtet jetzt auch Austern
12.10.2016 Austern: Neue Methode erleichtert das Öffnen
07.04.2015 Austern: Oyster Boat startet kommerzielle Zucht von Europäischen Austern



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12.12.2017  Schweiz: Micarna plant Egli-Zucht in Birsfelden

Schweiz: Micarna plant Egli-Zucht in Birsfelden

Die Migros-Tochter Micarna will am Rheinhafen von Birsfelden (Kanton Basel) eine Hallenzuchtanlage für Egli bauen, schreibt die Schweizer Zeitung Blick. In einem Industriebau einen Steinwurf vom Birsfelder Rheinufer entfernt sollen auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern in Becken mit einem Volumen von 1.000 Kubikmetern jährlich rund 85 Tonnen des Flussbarsches (Perca fluviatilis), der am Bodensee auch Kretzer genannt wird, gezüchtet werden. Das Know-how für die Egli-Zucht hatte die Migros in Irland eingekauft und damit Ende 2015 eine Versuchsanlage bei Dresden eingerichtet. Elterntiere und Brut sollen auch weiterhin dort bleiben und die Besatzfische als 60 Gramm leichte Fingerlinge nach Birsfelden transportiert werden.

Um ganzjährig lieferfähig zu sein, sieht Micarna vier versetzte Laichzyklen pro Jahr vor. Innerhalb von fünf Monaten soll der Egli auf ein Marktgewicht von 200 Gramm abwachsen, schreibt Blick. Da der Flussbarsch nicht ganz einfach zu züchten sei, betrachte Micarna auch die 6 Mio. CHF - etwa 5,1 Mio. Euro - teure Anlage in Birsfelden noch als Pionierprojekt. In der Schweiz sollen jährlich 2.500 t Egli gegessen werden, wovon die Berufsfischer des Landes nur 225 t (2015) fangen, Freizeitfischer zusätzlich etwa 110 t. Zwei Indoor-Zuchten in der Schweiz produzieren weitere rund 116 t: Valperca in Raron/Kanton Wallis (rd. 80 t), ein Lieferant der Migros, und das Tropenhaus Frutigen/Kanton Bern, eine Coop-Tochter (rd. 36 t).

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
23.11.2017 Schweiz: Genossenschaft prüft mit Test-Anlage Fischzucht-Potential
02.03.2016 Schweiz: Migros züchtet Egli
13.12.2013 Sachsen: Aquakultur Thema in der Landesvertretung





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12.12.2017  Schweiz: Erneut Auszeichnung für Aemme Shrimp

Die Familie Kunz im schweizerischen Burgdorf BE ist im November für ihr Projekt Aemme-Shrimp mit dem OGG-Award der Oekonomischen Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern ausgezeichnet worden, meldet die Bauern-Zeitung aus Bern. Von den 24 eingereichten Projekten habe die Garnelenzucht mit Idee und Umsetzung überzeugt, begründete OGG-Vizepräsident Urs Nufer die Entscheidung der Jury. Aemme Shrimp würde "für ein globales Problem eine kleine, lokale Lösung erarbeiten". Die Auszeichnung ist mit 8.000 Franken - fast 6.850,- Euro - dotiert. Im November 2016 hatte die Familie Kunz für ihre Shrimp-Zucht schon den Konsumpreis des Schweizerischen Konsumentenforums (kf) in der Kategorie "Innovativste Konsumentenstory" erhalten. Die Generationengemeinschaft Fritz und Christian Kunz, deren Familie den EyHof in Burgdorf seit 1747 bewirtschaftet, hatte im Jahre 2015 den Wechsel von der Schweinemast zur Zucht von White Shrimps (Litopenaeus vannamei) gewagt, hält jedoch weiterhin auch Mutterkühe, Schafe und Pferde.

Lesen Sie zur Indoor-Shrimpzucht auch im FischMagazin-Archiv:
29.11.2017 Strande: Förde Garnelen baut Shrimp-Zucht im kommerziellen Maßstab
28.02.2017 Internationales Symposium zur Shrimp-Zucht: EuroShrimp 2017
06.11.2015 Schweiz: Erste hofeigene Garnelenzucht startet Verkauf



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11.12.2017  Nordsee-Fangquoten 2018: Mehr Kabeljau und Hering, weniger Scholle

Nordsee-Fangquoten 2018: Mehr Kabeljau und Hering, weniger Scholle

Die Delegationen von Norwegen und der EU haben sich am 1. Dezember in Bergen auf die Gesamtfangmengen für die Nordseefischerei 2018 geeinigt, meldet der Deutsche Fischerei-Verband (DFV). "Da viele Nordseebestände von den EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen gemeinsam bewirtschaftet werden, sind diese Ergebnisse maßgeblich für die Entscheidung des EU-Ministerrrates am 11. und 12. Dezember 2017", teilt DFV-Sprecher Claus Ubl mit. Nach übereinstimmender Einschätzung der Verhandlungspartner und auf der Grundlage wissenschaftlicher Analysen habe sich die Situation vieler Bestände weiter verbessert. Dadurch können wichtige Fangquoten heraufgesetzt werden. Dies betrifft beispielsweise den Kabeljau (+10%) und den Hering (+25%). Bei der Scholle beschlossen die Verhandlungspartner eine Kürzung der Gesamtfangmenge für 2018 um 13%, obwohl sich der Bestand auf einem sehr hohen Niveau weit über den Zielwerten für eine nachhaltige Bewirtschaftung befinde. Fischereivertreter zeigten sich weitgehend zufrieden mit den Ergebnissen. Aus deutscher Sicht biete die Gesamtfangmenge für Seelachs noch weitere Steigerungspotenziale.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
29.08.2017 Nordsee: "So viel Speisefisch wie seit 50 Jahren nicht mehr"
24.07.2017 Schottland: Kabeljaufischerei in der Nordsee jetzt MSC-zertifiziert
23.06.2017 Island: 6% mehr Kabeljau, 20% mehr Schellfisch



11.12.2017  Alaska: Universität prognostiziert geringere Sockeye-Runs

Biologen der Universität Washington (UW) erwarten für die kommende Wildlachs-Saison in Alaska einen "Run" von 47,6 Mio. Sockeye-Wildlachsen. Damit, schreibt Fish Information & Services (FIS), liegen die Wissenschaftler niedriger als Alaskas Behörde für Fisch und Wild (ADF&G), die 51,3 Mio. Fische erwarte. Insbesondere für den Distrikt Nushagak weichen die Prognosen ab: ADF&G erwarte dort eine Rückkehrerzahl auf der absoluten Rekordhöhe von 21,8 Mio. Sockeyes, während die UW-Schätzung bei 14,7 Mio. Fischen liege. Die UW-Biologen betonen jedoch, dass ihre Gesamtzahl noch immer 11% über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre und sogar 25% höher als der Durchschnitt der letzten 20 Jahre liege.

Lesen Sie zum Wildlachs auch im FischMagazin-Archiv:
27.11.2017 Dänisch-chinesisches Joint Venture zielt auf Europas LEH
15.09.2017 Alaska: Zweitbeste Fangsaison seit 20 Jahren in der Bristol Bay
29.05.2017 Alaska: Lachsfischerei im Prinz-William-Sund ist nachhaltig



11.12.2017  Antibiotikarückstände: Rewe ruft ja! King Prawns zurück

Antibiotikarückstände: Rewe ruft ja! King Prawns zurück

Rewe ruft das Produkt "ja! King Prawns Garnelen" (225g TK, EAN: 4388840222964, MHD 14.04.2019) mit der Los-Nr. VN 786V 088 bundesweit zurück. In einzelnen Proben wurden Rückstände eines Antibiotikums gefunden. Das Unternehmen rät vom Verzehr des oben genannten Produktes ab. Kunden können die Ware im jeweiligen Markt zurückgeben. Sie erhalten den Kaufpreis erstattet.

Lesen Sie zu Produktrückrufen auch im FischMagazin-Archiv:
01.11.2017 Österreich: Produktrückruf bei Lidl
01.09.2017 Dänemark: Vier Kranke und ein Toter wegen Listerien in Lachs




08.12.2017  Nordseekrabben erhalten MSC-Zertifikat

Nordseekrabben erhalten MSC-Zertifikat

Nach jahrelanger intensiver Zusammenarbeit der Krabbenfischer aus den drei Anrainerstaaten des Wattenmeeres - Deutschland, Dänemark und den Niederlanden - erhalten die einschlägigen Fischerei-Verbände der drei Länder eine Zertifizierung des Marine Stewardship Council (MSC) für ihre Fischerei auf die Nordseegarnele (Crangon crangon). Die Verleihung des Zertifikats wird am kommenden Dienstag, den 12. Dezember 2017, in Brüssel unter prominenter Beteiligung stattfinden, meldet das Niederländische Fischbüro. In Gegenwart der drei Fischereiminister aus den erwähnten Staaten - Christian Schmidt (D), Karen Ellemann (DK) und Carola Schouten (NL) - wird der Europa-Direktor des MSC, Camiel Derichs, die Zertifizierung kommentieren. In Gegenwart von Vertretern der German Brown Shrimp Steering Group (GbR), der Danish Fishermen Producer Organisation (DFPO) und der Coöperatieve Visserij Organisatie (CVO), wird Derichs darstellen, was die Fischerei erreicht hat. Der Zertifizierungsprozess der gut gemanagten Fischerei, die minimale Auswirkungen auf die weitere Meeresumwelt hat, wurde intensive von einem Bündnis aus acht Umweltorganisationen begleitet, darunter WWF, North Sea Foundation, Waddenvereniging und Natuurmonumenten.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
29.01.2016 Nordseekrabbenfischerei startet Bewertungsverfahren
29.08.2013 Forschungsprojekt soll MSC-Zertifizierung für Krabbenfischerei bringen
20.01.2010 Deutschland: Nordseekrabben-Fischer bewerben sich um MSC-Zertifikat




[04.12.2017] Norwegen: 10 Prozent mehr Lachs-Biomasse im Oktober
[04.12.2017] Ecuador: Shrimps jetzt wichtigstes Exportgut vor Bananen

[30.11.2017] Vietnam: ASC zunehmend Voraussetzung für Shrimp-Export nach Europa

[29.11.2017] Deutsche See gegen Volkswagen: Fischmanufaktur geht in Berufung
[29.11.2017] Strande: Förde Garnelen baut Shrimp-Zucht im kommerziellen Maßstab
[29.11.2017] Yo! Sushi: Neuer Geschäftsführer
[29.11.2017] Großbritannien: Sainsburys will bis 2020 zu 100% MSC handeln

[28.11.2017] Großbritannien: Parlamentarier fordern rechtliche Schritte gegen den MSC
[28.11.2017] Besatzmaßnahmen für den Deutschen Edelkrebs

[27.11.2017] Panama: Open Blue nimmt moderne Cobia-Verarbeitung in Betrieb
[27.11.2017] Falklandinseln: Erste landgestützte Fabrik für Schwarzen Seehecht
[27.11.2017] Dänisch-chinesisches Joint Venture zielt auf Europas LEH

[24.11.2017] Hamburg: Hafen leidet unter langer Zollabfertigung

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