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News aus der Fischbranche




22.05.2018  Iglo: Erfolgreich nach radikalem Strategiewechsel

Iglo konnte seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um 15,3 Prozent auf 466 Mio. Euro steigern. "Wir haben innerhalb eines Jahres aufgeholt, was wir in den vier Jahren zuvor eingebüßt hatten", teilt Geschäftsführerin Antje Schubert (51) dem Hamburger Abendblatt mit. Schubert hatte die Deutschland-Führung im Jahre 2015 übernommen, nachdem die Iglo-Gruppe vom britischen Finanzinvestor Permira im Frühjahr desselben Jahres an Nomad Foods Europe verkauft worden war. Die Lebensmittel-Managerin verordnete Iglo einen radikalen Strategiewechsel. In den Jahren zuvor hatten die Briten eine Internationalisierungsstrategie gefahren. Die in Deutschland wichtige Werbefigur Käptn Iglo, die in Frankreich, Spanien und Portugal unbekannt ist, verschwand. Der "Blubb" im Spinat, den es allein hierzulande gibt, wurde nicht mehr beworben. Das ist jetzt wieder anders. "Wir setzen wieder regionale Akzente und konzentrieren uns auf das Kerngeschäft", sagt Schubert. Das sind Tiefkühlfisch und -gemüse. Die Folge: "64 Prozent Marktanteil im vergangenen Jahr ist der höchste Wert, den wir je hatten", meint die Geschäftsführerin. Kamen im ersten Halbjahr 2015 von den 20 absatzstärksten Tiefkühlprodukten drei von Iglo, waren es im ersten Halbjahr 2017 bereits fünf.

Lesen Sie zu Iglo auch im FischMagazin-Archiv:
22.03.2018 Frankreich: Nomad Foods gibt Marke Iglo auf
27.09.2017 Iglo: Weniger Fischanteil als vorgeschrieben
07.07.2016 Bremerhaven: Iglo-Tochter Frozen Fish streicht 79 Stellen
19.05.2018  Argentinien: Steigende Nachfrage für Rotgarnelen

Argentinien: Steigende Nachfrage für Rotgarnelen

Die Nachfrage nach der Argentinischen Rotgarnele (Pleoticus muelleri) steigt weltweit rasant, meldet das Portal IntraFish. Traditionell kauften vor allem Spanien, Italien und Japan, seit neuerem auch China die geschmacksintensive Garnele aus Wildfang, die Argentinien quasi exklusiv handelt. Parallel zur wachsenden Mittelklasse in China steigen auch die Lieferungen dorthin: 2017 importierte China 33.908 t im Wert von 185,5 Mio. USD - ein Plus um 4 bzw. 5 Prozent. Damit ist China zweitgrößter Importeur der Rotgarnele. Auch in Vietnam, der aktuell am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft Asiens, geben die Verbraucher mehr für Seafood aus: das Land importierte 11.349 t Rotgarnelen im Wert von 62,7 Mio. USD, ein Anstieg auf Basis Wert um fast 82% und nach Menge um 79% im Vergleich zu 2016. Auf Rang 6 der Importnationen folgen die USA, die 6.267 t für 50,1 Mio. USD kauften und damit 36% mehr als im Vorjahr. Außerdem zahlten die US-Amerikaner 9% mehr. "Wir beobachten einen erheblich Nachfrageschub sowohl bei der Foodservice- als auch bei der LEH-Belieferung in den USA", sagt A.J. Maggio, Verkaufsleiter bei Camanchaca aus Chile, einem Kunden des Rotgarnelen-Händlers Krustanord. Ingesamt fischte Argentinien 2017 gut 220.000 t Rotgarnelen, wovon 184.607 t exportiert wurden.

Lesen Sie zur Argentinischen Rotgarnele auch im FischMagazin-Archiv:
14.05.2018 Argentinien/Spanien: Produzent von Rotgarnelen investiert in eigene Flotte
26.03.2018 Argentinien: Weniger Rotgarnelen
11.01.2018 Argentinien: Gute Shrimp-Fänge, stabile Preise



Fisch-Etikettierungsgesetz 2017-18

Alle offiziellen Handelsnamen der in Deutschland zugelassenen Fisch- und Seafoodarten. Sortiert nach 1. deutschen Handelsnamen und 2. wissenschaftlicher (lat.) Bezeichnung. Was muss ausgezeichnet werden? Wer muss auszeichnen? Wie zeichnet man richtig aus?

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18.05.2018  Hering: Norwegischer Frühjahrslaicher behält MSC-Zertifikat vorerst

Hering: Norwegischer Frühjahrslaicher behält MSC-Zertifikat vorerst

Mehrere Monate lang waren Nordeuropas Heringsverarbeiter in Unruhe, jetzt können sie vorerst wieder entspannen: der im Nordostatlantik gefangene norwegische Frühjahrslaicher (NSS) darf seine MSC-Zertifizierung bis auf Weiteres behalten, teilte der Marine Stewardship Council mit. Die Unruhe war aufgekommen, nachdem der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) im Oktober 2017 die Bestandsdaten und die Fangquotenempfehlung für die vier Fischereien auf den atlanto-skandischen Frühjahrslaicher korrigiert hatte: die Institution senkte die empfohlene TAC um 32%. Jetzt kamen die Zertifizierer DNV-GL, MEC und Acoura nach Harmonisierung ihrer Auditberichte zu dem Schluss, die MSC-Zertifizierung aufrechtzuerhalten, sofern ein vereinbartes jährliches Überwachungsprogramm umgesetzt werde und es Fortschritte bei einer Anzahl weiterer Bedingungen für die Fischerei gebe. Diese Entscheidung gelte bis zu den nächsten jährlichen Audits, betont MSC-Sprecherin Gerlinde Geltinger, und diese "stehen schon diesen Sommer an".

Die Zertifizierer notieren, dass die Bestände des Frühjahrslaichers zwar abnehmen, dass aber die Laicherbiomasse (SSB) über dem unteren Grenzwert für die Biomasse (Blim) und über dem Vorsorge-Referenzwert (Btrigger) liege. Allerdings kamen die Auditoren auch zu dem Schluss, dass das Management der Fischerei viel zu wünschen übrig lasse. Vor 19 Jahren hatten sich die an der Fischerei beteiligten Parteien - die EU, die Färöer Inseln, Island, Norwegen und Russland - auf einen langfristigen Managementplan geeinigt, der auf dem Vorsorgeansatz des ICES sowie Referenzwerten für einen höchstmöglichen, nachhaltigen Dauerertrag (MSY) und für die fischereiliche Sterblichkeit beruhe. "Dieser Plan oder zumindest zentrale Bestandteile des Plans funktionieren nicht", hatte der ICES bemerkt. Denn die von den Anrainerstaaten festgelegten Erntekontrollregularien sind derzeit nicht wirksam: 2017 lagen die addierten TACs 20 bis 30% über jener TAC, die der Managementplan vorsieht: 805.142 t statt, wie im September 2017 empfohlen, 646.075 t. Das MSC-Label hat große Bedeutung für den LEH in Deutschland, aber auch in Dänemark.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
06.04.2018 Norwegen: Heringspreise auf Sieben-Jahres-Tief
26.03.2018 Dänemark: "Modernste Schwarmfischverarbeitung der Welt" geplant
02.03.2018 Hering: Produzenten fürchten Verlust des MSC-Siegels



18.05.2018  Rückruf: Hepatitis-Viren in Wakame-Algensalat

Rückruf: Hepatitis-Viren in Wakame-Algensalat

Der Discounter Lidl hat einen Meeresalgensalat zurückgerufen, weil er möglicherweise mit Hepatitis-E-Viren belastet ist, meldet das Hamburger Abendblatt. Betroffen ist das Produkt "Wakame Salat - Meeresalgen Natur, 100g" des niederländischen Herstellers Heiploeg International B.V. mit einem Verbrauchsdatum bis einschließlich 05.06.2018. Es wurde in mindestens 14 Bundesländern verkauft. Lidl hat das Produkt bereits aus seinem Sortiment genommen. Hepatitis-E-Viren können schwere Leberentzündungen auslösen. Käufer des möglicherweise betroffenen Salats sollten unbedingt vom Verzehr absehen. Sie können den Salat in allen Lidl-Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.12.2017 Antibiotikarückstände: Rewe ruft ja! King Prawns zurück
01.11.2017 Österreich: Produktrückruf bei Lidl
01.09.2017 Dänemark: Vier Kranke und ein Toter wegen Listerien in Lachs



18.05.2018  Mexiko: Krankheiten drosseln Shrimp-Produktion

Mexiko, nach Ecuador der zweitgrößte Garnelen-Züchter in Lateinamerika, wird in diesem Jahr voraussichtlich nur 110.000 bis 120.000 t Shrimps produzieren, etwa 11 bis 18,5% weniger als die 135.000 t im Jahre 2017, melden die Undercurrent News. Die Ursache: Labore insbesondere aus dem Nordosten Mexikos hätten den Farmen Larven geschickt, die am Early Mortality Syndrom (EMS) oder an der Weißfleckenkrankheit starben. Offenbar haben die Labore verstärkt bakterielle Probleme, verursacht durch eine schlechtere Wasserqualität. Die wiederum resultiere aus einer klimabedingten Erwärmung des Wassers vor der Nordostküste des Landes, wo 95% der Laboreinrichtungen ansässig seien.

Lesen Sie zum Shrimp-Markt auch im FischMagazin-Archiv:
14.05.2018 Argentinien/Spanien: Produzent von Rotgarnelen investiert in eigene Flotte
09.05.2018 Vietnam: WWF fördert Shrimp-Zertifizierung
27.04.2018 Vannamei-Shrimp: Dramatischer Preisverfall



18.05.2018  Berlin: Flusskrebse - die Plage wird zur Delikatesse

Berlin: Flusskrebse - die Plage wird zur Delikatesse

Im vergangenen Sommer sorgten Fotos aus dem Berliner Tiergarten bundesweit für Aufsehen: zahlreiche Flusskrebse krabbelten dort über Straßen und Wege. Bei einer Fangaktion gingen fast 4.000 Exemplare des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses (Procambarus clarkii) ins Netz. Damals wurden die Krebse in Biogasanlagen verarbeitet, weil nicht auszuschließen war, dass sie mit Schwermetallen und Schadstoffen belastet sind. Jetzt, so die Süddeutsche Zeitung (SZ), gibt Senatsmitarbeiter Derk Ehlert Entwarnung: "Es wurden keinerlei Grenzwerte überschritten." Ein kleiner Spandauer Fischereibetrieb hat - zunächst bis Ende 2018 - das alleinige Recht, die bis zu 15 cm großen Sumpfkrebse in zwei Seen - dem Neuen See im Tiergarten und dem See im Britzer Garten - zu befischen. Seniorchef Klaus Hidde (63) verkauft sie derzeit an Matthias Engels (54), der einen Fischstand in der Markthalle Neun (Berlin-Kreuzberg) betreibt. Das rötlich-weiße Fleisch der gekocht leuchtend roten Krebse schmeckt angenehm mild. "Wir haben inzwischen mehrere Anfragen von Berliner Köchen", zitiert der Deutschlandfunk den Fischhändler, "wir arbeiten mit dem Philipp Liebisch zusammen, der als Sternekoch in Bautzen arbeitet." Matthias Engels überlegt schon, ob er Konserven produziert - Aufschrift: "Berlin Lobster".

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
28.11.2017 Besatzmaßnahmen für den Deutschen Edelkrebs
17.02.2017 China: Erstmals BAP-Zertifikat für Flusskrebse
27.03.2015 Luxemburg: Alain Schmit tödlich verunglückt



18.05.2018  Großbritannien: Norovirus in zwei von drei Austern

Mehr als zwei Drittel der in Großbritannien verkauften Austern tragen den Norovirus in sich, was jährlich zu 11.800 Vergiftungen im Lande führe. Das ist das Ergebnis neuer Studien des walisischen Centre for Environment, Fisheries and Aquaculture Science (CEFAS), meldet das US-Portal Food Safety News. Für die Untersuchung hatten Wissenschaftler über die Dauer von 12 Monaten landesweit über 600 Proben in Supermärkten, Online-Shops und Restaurants gezogen. "Die meisten Austern werden auf E-Coli-Bakterien negativ getestet, aber das viel größere Risiko des Norovirus wird derzeit ignoriert", meint Team-Leiter James Lowther. Allein von Januar bis März 2018 habe es in England 145 Noro-Fälle gegeben.

Lesen Sie zu Austern auch im FischMagazin-Archiv:
28.12.2017 Frankreich: Austerndiebe sind oft "Kollegen"
12.12.2017 Austern: Internationale Allianz zur Ansiedlung der Europäischen Auster
12.09.2017 Klimawandel: Erwärmung bedroht Austern





[17.05.2018] Baggerseen: Totes Holz sorgt für mehr Leben
[17.05.2018] Island: Farm für Seesaibling expandiert
[17.05.2018] MSC entzieht PTC versehentlich die Zertifizierung
[17.05.2018] Bottrop: Krichel mit neuem Inhaber

[16.05.2018] Fernseh-Tipp: Expedition Antarktis. Der harte Kampf gegen Umweltsünder

[15.05.2018] Surimi: Überfischung reduziert Produktion in den Tropen

[14.05.2018] Kanada: Cermaq stoppt freiwillig Verkauf von ASC-zertifiziertem Lachs
[14.05.2018] USA/Israel: IFF übernimmt Frutarom
[14.05.2018] Dänemark: Futterproduzent BioMar steigert Kapazität um 50 Prozent
[14.05.2018] Argentinien/Spanien: Produzent von Rotgarnelen investiert in eigene Flotte

[09.05.2018] Hamburg: Gosch sucht Standort an den Landungsbrücken
[09.05.2018] Griechenland: Neuer Verband will "Fisch aus Griechenland" bewerben
[09.05.2018] Hamburg: "Appel Store" - Appel Feinkost setzt auf Guerilla-Marketing

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