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News aus der Fischbranche




23.11.2017  Schweiz: Genossenschaft prüft mit Test-Anlage Fischzucht-Potential

Die schweizerische Agrargenossenschaft Fenaco will in einer Test-Anlage in Büron (Kanton Luzern) herausfinden, ob die Mast von Egli und Zander wirtschaftlich betrieben werden kann und ob die Fisch-Wertschöpfungskette für Landwirte funktioniert, schreibt die Bauernzeitung. Die Indoor-Anlage steht in einem umgebauten Schweinestall auf dem Betrieb von Christian und Doris Steiger. Eine Herausforderung ist juristischer Art: da Fische nicht als landwirtschaftliche Nutztiere gelten, ist damit die Fischmast in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Somit gelten für diese Produktion dieselben Auflagen wie für einen nichtlandwirtschaftlichen Nebenerwerb. Die Genossenschaft plane eine mehrjährige Testphase, während der laufend Schlüsse gezogen werden sollen. Die Fenaco hat gut 42.000 Mitglieder, vor allem Schweizer Bäuerinnen und Bauern, und erzielte 2016 einen Umsatz von 5,94 Mrd. Franken.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
22.09.2017 Schweiz: Erstes Ritz-Carlton eröffnet mit Fischtheke
31.03.2017 Schweiz: Erste Lachszucht der Schweiz liefert ab Ostern
02.03.2016 Schweiz: Migros züchtet Egli



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22.11.2017  Spanien/Großbritannien: Regionales Abkommen soll Brexit-Folgen mildern

Die spanische Region Galicien und die britische Region Wales wollen mit einem eigenen bilateralen Abkommen versuchen, die Folgen des britischen EU-Austritts so gering wie möglich zu halten und Schaden vom Fischereisektor fernzuhalten, schreibt Fish Information & Services (FIS). "Wir wollen Sicherheiten schaffen", sagte Galiciens Präsident Alberto Núñez Feijóo und betonte, dass der Brexit nicht "neue Grenzen" für "maritime Ressourcen" schaffen dürfe. Feijóo erinnerte daran, dass ein harter Brexit "den Nettogewinn der Flotten auf dem Kontinent um 50 Prozent reduzieren könnte und die Löhne der Besatzungen um 15 Prozent".

Lesen Sie zum Brexit auch im FischMagazin-Archiv:
12.05.2017 Deutsche Hochseefischerei fischt 67 Prozent in britischen Gewässern
25.04.2017 Dänemark will gegen Großbritanniens Fischerei-Ansprüche klagen
03.03.2017 Großbritannien: Fischer versprechen sich zu viel vom Brexit



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22.11.2017  Shrimps: EU-Importeure wechseln von Indien zu Vietnam

Die Möglichkeit, dass die Europäische Union die Einfuhr von Aquakulturprodukten aus Indien sperren könnte, verunsichert Importeure. Einkäufer begännen, im Vorfeld des nahen Weihnachtsgeschäfts auf Alternativen auszuweichen, insbesondere Vietnam, schreibt das Portal IntraFish. Im Oktober 2016 hatte die EU die Kontrollen von Shrimps aus Indien von bis dato 10 Prozent auf nun 50 Prozent der Einfuhren angehoben. Ein vollständiges Einfuhrverbot könne "nicht ausgeschlossen" werden, teilte eine Vertreter der EU-Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD Sante) mit. Vor zwei Tagen hätten erneut EU-Vertreter das Land zu einem Kontrollbesuch bereist.

Dabei habe Indien schon reagiert. Im Bundesstaat Andhra Pradesh, wo 70 Prozent der indischen Vannamei-Shrimp produziert werden, hätten Behörden 34 nicht lizensierte Brutanstalten und mehrere Läden, die Antibiotika an Züchter verkauften, geschlossen. "Die Wahrheit ist, dass mehr als 60 Prozent der Shrimpzüchter in Indien nicht registriert sind, dass es keine Kontrollen des Futters, der Biosicherheit und auf Antibiotika gebe", meint Adrian de Leeuw, Geschäftsführer des belgischen Seafood-Traders Solea International. Er habe begonnen, in anderen Ländern zu kaufen. Das Problem: "Es gibt kein Land, das alleine das indische Produkt ersetzen kann. Indien ist in den letzten zwei Jahren der wichtigste Lieferant für Europa geworden", sagt de Leeuw.

Jiro Takeuchi, Mitarbeiter beim Berliner Importeur Bonmea, rechne nicht damit, dass die EU Shrimps aus Indien vollständig verbieten werde. Und wenn doch, dann wäre es nicht schlecht, denn trotz steigender Nachfrage aus China und den USA seien die Preise relativ stabil geblieben: "Es wäre daher nicht schlecht, das Angebot zu verknappen." Definitiver Gewinner wäre dann Vietnam, meint Takeuchi.

Lesen Sie zu Shrimps aus Indien auch im FischMagazin-Archiv:
31.08.2017 Indien: EU droht mit Einfuhrverbot für Shrimps
07.08.2017 Shrimps: EU-Import steigt um 2 % auf 783.900 Tonnen
24.10.2016 Indien: Schärfere EU-Grenzkontrollen für Shrimps



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22.11.2017  Alaska: Trident investiert in weitere Fabriken

Der US-Seafoodkonzern Trident investiert auf den Aleuten in die Verarbeitungsbetriebe einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft, schreibt IntraFish. Die Aleutian Pribilof Island Community Development Association (APICDA) und Trident werden gemeinsam eine Lachsverarbeitung in False Pass sowie die Cannon Fish Company in Seatlle (US-Bundesstaat Washington), die aus Alaska-Seafood LEH-Produkte herstellt, betreiben. Damit könne sich die APICDA stärker auf die Entwicklung der fischereilichen Infrastruktur in den Gemeinden Atka, Nikolski, Akutan, False Pass, Nelson Lagoon und St. George konzentrieren, sagt deren Geschäftsführer Joe Bundrant. Trident hat auch eine Fabrik in Riepe/Ostfriesland.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
16.01.2017 Holland: Willem Appeldorn wechselt von J.P. Klausen zu Trident
14.04.2016 Pickenpack: US-Gigant Trident übernimmt Fabrik in Riepe



22.11.2017  Spanien: Fischzuchtpläne für Atomkraftwerk

Spanien: Fischzuchtpläne für Atomkraftwerk

Das Atomkraftwerk im spanischen Lemóniz soll zu einer Fischzucht umgebaut werden, schreibt die Tageszeitung taz. Lemóniz, mit dessen Bau 1972 begonnen wurde, war nie in Betrieb genommen worden. Proteste gegen das Akw, Sabotageakte und Morde der ETA hatten 1982 zum Baustopp geführt. Jetzt will die Ministerin für Wirtschaftsentwicklung der baskischen Autonomieregierung, Arantxa Tapia, die Industrieruine am Ufer der Biskaya für 25 bis 60 Mio. Euro zu einer Zucht von jährlich 11.000 Tonnen Fisch und Krustentieren umbauen. Investoren aus Frankreich und Norwegen hätten Interesse an dem Projekt gezeigt, das auf eine Größe von bis zu 5,5 Hektar ausgedehnt werden könne.



21.11.2017  Ägypten plant größtes Fischzuchtprojekt im Mittleren Osten

In Ägypten soll der größte Fischfarm-Komplex des Mittleren Ostens entstehen, meldet IntraFish. Für 81,7 Mio. Euro soll in Kafr al-Sheikh im Nildelta auf einer Fläche von 1.155 Hektar eine integrierte Anlage entstehen, die bis zu 3.000 t Meeresfische, 2.000 t Shrimps und weitere 2.000 t Süßwasserfische farmen soll. Zum Projekt gehören außerdem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie Futterfabriken für Meeresfische (Kapazität: 120.000 t/Jahr) und Shrimps (60.000 t). In einer 1.200 Quadratmeter großen Fabrik sollen Fisch- und Garnelencontainer hergestellt werden. Eine Eisfabrik rundet das Ensemble ab. Ägypten produziert nach Behördenangaben derzeit 1,5 Mio. t Fisch und importiert weitere 236.000 t.

Lesen Sie hierzu im FischMagazin-Archiv:
27.05.2015 Afrika soll 2020 bis zu 1,7 Mio. Tonnen Fisch produzieren



20.11.2017  Dänemark: Neue Regeln sollen Konzentration bei Fangquoten verhindern

Dänemark: Neue Regeln sollen Konzentration bei Fangquoten verhindern

Die dänische Regierung erlässt neue Regularien, die verhindern sollen, dass die Fischerei des Landes von einer kleinen Zahl so genannter "Quotenkönige" beherrscht wird, schreibt das Portal IntraFish. Auslöser war ein kritischer Bericht des dänischen Rechnungshofs (Rigsrevisionen) und der Rechnungsprüfer zu den Quotenkonzentrationen in der Fischerei des Landes. Die Einführung strengerer Regularien, verstärkter Kontrollen und schärferer Sanktionen soll in Zukunft verhindern, dass große Teile der staatlichen Fangquoten von Wenigen kontrolliert werden. So sollen Schlupflöcher gestopft werden, die es den "Quotenkönigen" bislang ermöglichten, Fänge anzulanden, die formell auf die Quote anderer Fischer angerechnet wurden. Darüber hinaus soll es eine Meldepflicht für alle Quoteninhaber geben, die an Betrieben, die Quoten halten, finanziell beteiligt sind. Die neuen Vorschriften sollen es erschweren, über kreative Eigentumskonstrukte exzessiv große Quoten zu besitzen oder zu managen.

"Es wird nicht länger möglich sein, Quotenbeschränkungen zu umgehen", betont Dänemarks Fischereiministerin Karen Ellemann, "nicht durch Schlupflöcher, Kapitalflüsse oder sonstige kreative Akrobatik. In Zukunft werden Limits Limits sein." Die Regierung werde sehr genau beobachten, wenn Halter zu großer Quoten gezwungen seien, einen Teil davon zu verkaufen. Ellemann: "Und schließlich werden wir erheblich schärfere Strafen verhängen. Das heißt: wir werden Betrügereien aufdecken und auf eine Weise bestrafen, die spürbar sein wird." Die einzelnen Vorschriften der neuen Vereinbarung sollen im Laufe des kommenden Jahres bis 2019 sukzessive eingeführt werden. Derweil überlegt die Dänische Vereinigung der Schwarmfisch-Produzenten (DPPO), die die 14 größten Industriefangschiffe des Landes repräsentiert, sich zu wehren. "Wir werden die neue Absprache juristisch analysieren und überlegen dann, ob wir ein Entschädigungsverfahren einleiten", zitiert die Zeitung "Berlinske Business" DPPO-Direktor Esben Sverdrup Jensen.

Lesen Sie zu Dänemark auch im FischMagazin-Archiv:
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04.10.2017 Dänemark: Großes Taschenkrebs-Festival in Lemvig
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[02.11.2017] Norwegen: Marine Harvest plant 18 Prozent höhere Lachsproduktion

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