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News aus der Fischbranche




24.04.2017  Großbritannien: Kaum Warenunterschiebung im Fish & Chips-Shop

Wer in einem britischen Fish & Chips-Laden ein Menü bestellt, der erhält in mehr als 95 Prozent der Fälle tatsächlich jenen Weißfisch unter der Panade, den er bestellt hat. Das hat der Marine Stewardship Council (MSC) bei seiner regelmäßig durchgeführten "Echtheitsprüfung" bei 122 Fish & Chips-Shops im UK und in Irland festgestellt. Allerdings, so betont der MSC, sei die Wahrscheinlichkeit, einen "falschen Fisch" zu bekommen, in einem nicht MSC-zertifizierten Laden fünfmal so hoch wie in einem Fischimbiss, der eine Produktkettenzertifizierung des MSC besitzt. Die Organisation hatte jeweils eine Stichprobe in 61 MSC-zertifizierten Shops gezogen und ergänzend außerdem eine Probe im nächstliegenden nicht-zertifizierten Imbiss. Das Ergebnis: bei den 61 MSC-Proben wurde bei den folgenden DNA-Tests im Labor nur in einem Fall Schellfisch nachgewiesen, wo Kabeljau deklariert war (= 1,64%), während es bei den Läden ohne Zertifikat 5 von 61 waren (= 8,2%). Allerdings wurde nur in einem Fall eine geringerwertige Fischart verkauft - Wittling statt Kabeljau -, während in den übrigen vier Fällen entweder Kabeljau gekauft und Schellfisch serviert worden war oder umgekehrt.

Lesen Sie zum MSC auch im FischMagazin-Archiv:
30.03.2017 Ostafrika: Fischerei auf Octopus wird kartiert
28.03.2017 Dänemark: Fischerei auf Sandaal, Sprotte und Franzosendorsch zertifiziert
16.03.2017 MSC-Zertifizierung für Nordsee-Frischfischtheken



Seafoodexpo 2017




21.04.2017  Norwegen: Lieferanten beklagen zuviel großen Skrei

Niemals zuvor haben Norwegens Fischer soviele große Skrei angelandet wie in diesem Jahr, meldet das Portal IntraFish. Warme Wassertemperaturen, ein günstiges Nahrungsangebot und ein seit Jahren gutes Bestandsmanagement haben dem Handel jetzt ein Problem beschert, denn: der Markt will keinen zu großen Winterkabeljau. Die Folge: die Exporteure haben Schwierigkeiten, diesen Skrei zu vernünftigen Preisen zu verkaufen. Nach Angaben der Norwegischen Verkaufsorganisation der Fischer (Norges Råfisklag) habe sich der prozentuale Anteil von Kabeljau, der mehr als 9 kg Lebendgewicht bzw. 6 kg ausgenommen mit Kopf (H&G) auf die Waage bringt, von 2010 bis heute nahezu verdoppelt. Alleine im vergangenen Jahr nahm die Anlandemenge dieser Sortierung um 3 Prozent zu. Auf der anderen Seite gingen die Fangmengen von Skrei kleiner als 2,5 kg seit 2011 um 10 Prozent zurück. Große Kabeljaue eigneten sich am besten für den Salzfischmarkt, doch selbst dieser Markt könne die gestiegenen Mengen nicht aufnehmen. Noch laufen die diesjährigen Bestandsuntersuchungen für den Skrei, doch für 2016 wurde beim Kabeljau ein Durchschnittsgewicht von etwa 9 kg gemeldet. Obgleich die großen Kabeljaue erheblich mehr Eier tragen als kleinere Exemplare, gebe es jedoch keine Garantie für zukünftige starke Jahrgänge.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
13.04.2017 Anteil nachhaltig bewirtschafteter Fischbestände in EU-Gewässern bei 60%




Polfish 2017




21.04.2017  Großbritannien: Führender Frischfischproduzent wird verkauft

Die Icelandic Group will ihre britische Tochter Icelandic Seachill verkaufen, meldet IntraFish. Der im Fischereihafen Grimsby ansässige Fischproduzent ist Inhaber der Marke The Saucy Fish Co. und mit 750 Beschäftigten einer der führenden Frischfisch-Lieferanten für den LEH in Großbritannien. In diesem Jahr ist The Saucy Fish Co. auch in das Geschäft mit Frostprodukten eingestiegen. Für 2016 meldete Seachill Umsätze in Höhe von 318,1 Mio. Euro und einen Gewinn (EBITDA) von 12,4 Mio. Euro. Das Verkaufsverfahren für Icelandic Seachill liegt in den Händen von Islandsbanki und Oghma Partners, einer der führenden Beratungsfirmen in Großbritannien.

Lesen Sie zu Icelandic auch im FischMagazin-Archiv:
03.03.2017 Belgien: Zahlreiche Bieter für Icelandic Gadus
26.09.2016 Island: Icelandic-Gruppe verkauft Frischfisch-Verarbeiter Ny-Fiskur
06.02.2014 Großbritannien: Icelandic-Gruppe entlässt 250 Mitarbeiter



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21.04.2017  Geomar-Wettbewerb: "Fischdetektive-Challenge" für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren sind aufgerufen, in diesem Sommer Fisch aus dem deutschen Handel auf seine Herkunft zu überprüfen. Das Berliner "Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane" und das "Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel" veranstalten gemeinsam die "fischdetektive challenge". "Über 30 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt. Verbindliche Fangquoten sollen dies eigentlich verhindern, doch eine flächendeckende Überwachung aller Fischereiflotten ist kaum zu bewerkstelligen. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst mithelfen, dass sich Fische aus überfischten Beständen nicht mehr gut verkaufen lassen", schreiben die Veranstalter in ihrer Pressemitteilung. Deshalb soll der Nachwuchs bei der fischdetektive challenge überprüfen, ob die Angaben zu Fischart, Fangregion und -methode vorliegen. Ab dem 8. Juni 2017, dem Welttag der Ozeane, ziehen die jungen Detektive mit Probenahme-Kits durch Supermärkte, Restaurants und Fischläden, um Proben zu sammeln.

Die Analyse der winzigen Gewebeproben übernehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Molekularlabor des Geomar Helmholtz-Zentrums. Während des gesamten Aktionszeitraums können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Punkte sammeln. Unter den Detektiven, die am Ende auf der Bestenliste ganz oben stehen, werden Preise verlost. Zu gewinnen sind zum Beispiel eine Mitfahrt auf einem Forschungsschiff des Geomar oder die Möglichkeit, bei der Analyse der Fischproben selbst dabei zu sein. Punkte gibt es für das Einsenden der Proben, wobei die Punktzahl vom Kaufort abhängt, denn Supermarkt, Fischladen oder Restaurant machen es unterschiedlich schwer, alle benötigten Informationen zu erhalten. Zusätzlich kann das Punktekonto durch Interaktionen auf der Website www.fischdetektive.de aufgebessert werden. Alle Informationen zum Projekt, ein Erklärvideo und wöchentlich neue Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Fisch finden sich auf der Website oder in der Webapp. Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
27.01.2017 Irland: Deutsche Discounter in der Kritik
19.03.2013 DNA-Tests: Kein Betrug bei MSC-Fisch
19.04.2012 Studie: MSC-Siegel unzuverlässig, aber empfehlenswert




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20.04.2017  Dänemark: Espersen verlegt Produktion von Fredericia nach Polen

Der dänische Weißfisch-Verarbeiter Espersen will seine Fabrik in Fredericia (Jütland) bis Ende 2018 schließen und die Produktion nahezu vollständig nach Polen verlegen. Das bestätigte Geschäftsführer Klaus Nielsen gegenüber dem Portal IntraFish. Rund 125 Beschäftigte in Dänemark verlieren damit ihre Arbeit. Die Höhe ihrer Löhne sei auch der Hauptgrund für Espersen, in Zukunft in Polen zu produzieren, wo insbesondere die Arbeitskosten niedriger sind. Jahrelang habe die Fabrik in Fredericia versucht, durch eine Reihe von Effizienzsteigerungen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. "Das Team in Dänemark hat einen sehr guten Job gemacht, aber die Kosten ziehen unser Ergebnis nach unten", sagte Nielsen,"die Produktion von Fertiggerichten und Backfischprodukten ist arbeitsintensiv und wir waren nicht in der Lage, die Produktion derart zu optimieren, dass sie wieder profitabel war." Ende März hatte Espersen in seinem Jahresbericht für 2016 Verluste in Höhe von 4,7 Mio. Euro gemeldet. Der zukünftige Standort der Fabrik in Polen stehe noch nicht fest.

Lesen Sie zu Espersen auch im FischMagazin-Archiv:
08.03.2017 Norwegen/Dänemark: Marine Harvest und Espersen vermarkten gemeinsam
28.09.2015 Dänemark: Espersen verlegt China-Produktion nach Vietnam und Europa

19.04.2017  USA: Scallops aus US-Fischerei mit Fair Trade-Siegel

USA: Scallops aus US-Fischerei mit Fair Trade-Siegel

In den USA wird erstmals ein Seafood-Produkt mit Fair Trade-Label angeboten, das aus einer US-Fischerei stammt, meldet IntraFish. Bristol Seafood aus Portland/Maine werde im April mit dem Verkauf von Fair Trade-Scallops beginnen, sagt Unternehmenspräsident Peter Handy. Das Interesse an Seafood aus "fairem Handel" nimmt offenbar zu. So wuchs 2016 die Menge in die USA importierter Seafood-Produkte mit Fair Trade-Siegel um über 350 Prozent auf 500 Tonnen, teilte Fair Trade USA mit, eine in Kalifornien ansässige Non-profit-Organisation. In Deutschland stellt Follow Food ebenfalls im April als erster Fischimporteur ein Fair Trade-Produkt vor: MSC-zertifizierten Thun von den Malediven.



19.04.2017  Spanien: Pangasius-Umsätze brechen ein

Vietnams Pangasius-Exporte nach Spanien lagen in den ersten zwei Monaten 2017 mengenmäßig um 19,9% niedriger als im Vergleichszeitraum 2016. Der Wert der Ausfuhren ging sogar um 46,7% auf 5,8 Mio. Euro zurück, schreibt IntraFish unter Verweis auf Zahlen der Vietnamesischen Vereinigung der Seafood-Exporteure und -Produzenten (VASEP). Zum Vergleich: in vergangenen Jahren exportierte Vietnam Pangasius im Wert von durchschnittlich bis zu 9,4 Mio. Euro. pro Monat nach Spanien. Auch die Pangasius-Ausfuhr in die EU ging im Januar/Februar um 17,6% auf 23,8 Mio. Euro zurück. Hauptursache sei negative Publicity, die der Auslistung des Fischs durch den französischen Filialisten Carrefour im Januar folgte.

Lesen Sie zum Pangasius auch im FischMagazin-Archiv:
06.03.2017 Pangasius: Anhaltende Nachfrage, angespannte Liefersituation
06.02.2017 ASC kritisiert Carrefour-Auslistung von Pangasius
26.01.2017 Belgien: Carrefour listet auch Pangasius mit ASC-Zertifikat aus



[19.04.2017] Völklingen: Fast 11.000 Euro Alterversorgung für Jochen Dahm
[19.04.2017] Vietnam: Shrimp-Jahresproduktion soll bis 2025 auf 1,1 Mio. t wachsen

[18.04.2017] Spanien: Erste Forellenfarm erhält ASC-Zertifizierung
[18.04.2017] Sandor Seafood errichtet neuen Produktionsbetrieb

[13.04.2017] Anteil nachhaltig bewirtschafteter Fischbestände in EU-Gewässern bei 60%

[12.04.2017] Neues Kühlhaus für den Fischereihafen Bremerhaven

[11.04.2017] Rodé Vis legt Grundstein für neue Lachsräucherei

[05.04.2017] Kempen: PTC Germany strebt Umsatz von 250 Mio. Euro an
[05.04.2017] Dänemark: Morten Bank verlässt Danforel

[03.04.2017] Seafood Expo Global: Aktuelles zu neuen ASC-Standards
[03.04.2017] China: Neue Farm für 60.000 t Shrimps startet im September

[31.03.2017] Norwegen: Neue Proteinfabrik im Schwarmfischhafen Egersund
[31.03.2017] Schweiz: Erste Lachszucht der Schweiz liefert ab Ostern

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