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News aus der Fischbranche

03.01.2019  Nordsee: Immer mehr Roter Thun in britischen Gewässern

In den Gewässern um Großbritannien beobachten Wissenschaftler seit etwa fünf Jahren eine steigende Zahl an Roten Thunfischen, meldet der Sender BBC. Die Thunfisch-Art ist weltweit bedroht und schon vor rund 40 Jahren aus britischen Meeren verschwunden. Eine ähnliche Situation wurde im Nordmeer beobachtet, in den Gewässern zwischen Grönland und Norwegen, wo die Thunfischzahlen in den 1960er Jahren binnen zwei Jahren dramatisch zurückgegangen waren. Forscher gehen nun davon aus, dass der Schlüssel für diese Veränderung die Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMO) ist, auch als Golfstrom-System bezeichnet. "Wenn die Wassertemperaturen während einer positiven AMO ansteigen, wandert der Rote Thun weiter gen Norden", erläutert Dr. Robin Faillettaz von der Universität im französischen Lille. Diese Erwärmungsphasen der AMO führten aber im Gegenzug zu einer geringeren Rekrutierung der Spezies im Mittelmeerraum, dem derzeit wichtigsten Laichgrund des Roten Thuns. Die Folge: "Wenn die AMO über mehrere Jahre in dieser positiven Phase verbleibt, treffen wir vielleicht mehr Thunfisch in unseren Gewässern, aber die Gesamtpopulation könnte tatsächlich abnehmen."

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