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05.09.2018  Fischverzehr in Deutschland: "Pro-Kopf-Verbrauch kein guter Wegweiser"

Fischverzehr in Deutschland: "Pro-Kopf-Verbrauch kein guter Wegweiser"

Dr. Matthias Keller, Thomas Lauenroth: "Seit vier Jahren stellen wir fest, dass auf Grund der sehr großen Schwankungen von Jahr zu Jahr der Pro-Kopf-Verbrauch kein guter Wegweiser ist, um das aktuelle Konsumverhalten darzustellen."
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland lag im Jahre 2017 bei 13,5 kg und damit deutlich unter dem Verbrauch des Jahres 2016 mit 14,4 kg. Das zumindest suggeriert diese Kennzahl, die im internationalen Maßstab zu Vergleichszwecken herangezogen wird. "Seit vier Jahren stellen wir aber fest, dass auf Grund der sehr großen Schwankungen von Jahr zu Jahr diese Kennzahl kein guter Wegweiser ist, um das aktuelle Konsumverhalten in Bezug auf Fisch und Meeresfrüchte darzustellen", sagte der Vorsitzende des Fisch-Informationszentrums (FIZ), Thomas Lauenroth, heute auf einer Pressekonferenz in Hamburg. Das FIZ halte vielmehr die Daten über Einkäufe privater Haushalte für verlässlicher, obgleich diese keine Einblicke in den Außer-Haus-Verzehr gewährten. Dieser Fischeinkauf pro Kopf lag 2017 nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei 5,0 kg Produktgewicht - ein Mehr von 0,3 kg gegenüber 2016. Die von den Haushalten in Deutschland insgesamt eingekaufte Menge an Fischereierzeugnissen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 %. Mit 3,9 Milliarden Euro gaben die Verbraucher außerdem 2,6 % mehr für Fisch und Meeresfrüchte aus.

Unter den Top-5-Fischarten liegt weiterhin der Lachs mit einem Marktanteil von 19,2 % (2016: 20,3 %) vorn, gefolgt vom Alaska-Seelachs mit 17,5 % (2016: 16,7 %) auf Rang 2 und Hering mit 16,2 % (2016: 17,6 %) auf Rang 3. Thunfisch und Boniten steigen um 3,4 Prozentpunkte auf 14,3 % (2016: 10,9 %). Auch Forellen sind mit einem Marktanteil von 7,1 % (2016: 6,0 %) eine der wichtigsten Fischarten auf dem deutschen Markt. Beim einem Vergleich des Einkaufsverhaltens in den Bundesländern fällt auf, dass sich Berlin mit einem Fischeinkauf pro Kopf von 5,6 kg erstmals zwischen die Nordländer geschoben hat, als da sind: Spitzenreiter Bremen (6,1 kg), gefolgt von Hamburg (5,8 kg), Schleswig-Holstein (5,6 kg) und Niedersachsen (5,4 kg). Dabei werden in den einzelnen Ländern unterschiedliche Produktkategorien präferiert: Hamburg führt beim Frischfisch, Bremen landet auf Rang 1 bei TK-Fisch, Räucherwaren und Marinaden und Sachsen-Anhalt führt beim Verzehr von Konserven. Wichtigste Einkaufsstätte ist weiterhin der Discounter, wo fast jedes zweite Fischprodukt gekauft wird. Der Anteil der Fischfachgeschäfte sank binnen Jahresfrist von 5,2 % auf 4,6 %. Die Preise für Fisch steigen weiterhin stärker als die Gesamtinflation und bleibt relativ teuer: während der Kunde für alle Einkäufe im Schnitt 9,- Euro/kg zahlt, kostet Fisch durchschnittlich 14,- Euro/kg.

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25.01.2018 Für Kurzentschlossene: Fisch auf der Grünen Woche 2018
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25.03.2015 Hamburg: Thomas Lauenroth als FIZ-Vorsitzender bestätigt

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