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18.06.2018  Bundesverband Fisch fordert Freihandelsabkommen mit Großbritannien

Bundesverband Fisch fordert Freihandelsabkommen mit Großbritannien

Fordern ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien und eine internationale Abstimmung von Maßnahmen zur Erhaltung der Meeresumwelt: Dr. Matthias Keller und Thomas Lauenroth vom Bundesverband Fisch. (Foto: Archiv, 2017)
Der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels fordert die Aushandlung eines Freihandelsabkommens mit Großbritannien. "Fisch und Meeresfrüchte aus dem Vereinigten Königreich stellen eine Bereicherung für den Fischabsatz in Deutschland dar", begründet der Bundesverband Fisch seine Forderung und untermauert sie mit Zahlen. 2017 habe Deutschland aus Großbritannien Fischereierzeugnisse im Wert von 81 Mio. Euro bezogen. Umgekehrt sei das United Kingdom für die Unternehmen der deutschen Fischindustrie und des hiesigen Fischgroßhandels der viertbedeutendste Absatzmarkt im Ausland mit einem Warenwert von 173 Mio. Euro. "Diese Exporte auf die Insel, aber auch die Importe von der Insel könnten durch Zölle administrativ verteuert werden, wenn nicht rechtzeitig ein Freihandelsabkommen ausgehandelt wird", meint Geschäftsführer Dr. Matthias Keller. Anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung in Kiel stellte der neugewählte Vorsitzende des Bundesverbandes, Thomas Lauenroth, fest: "Bei den anstehenden Gesprächen sollten Fangrechte für die EU-Fischer und zollfreier Handel als Paket zum Thema werden, damit unsere Anliegen ausreichend Gewicht in den Verhandlungen haben."

Weiteres Absatzpotential sieht der neue Vorsitzende auch in Deutschland: "Obwohl der Gesamtumsatz der Branche mit 4,4% Zuwachs auf 2,22 Mrd. Euro zulegen konnte, nahm die Produktionsmenge um 4,8% auf 439.665 t im Jahr 2017 ab." Eine erfreuliche Entwicklung zeigte die Steigerung der im Jahr 2017 neu besetzten Stellen in der Branche um 231 Personen auf 6.391 Beschäftigte. Die Mitglieder des Bundesverbandes begrüßten ferner die national wie international gestarteten Bemühungen, den Eintrag von Müll in die Meere zu verringern. Nur damit könne garantiert werden, dass auch in Zukunft eine große Auswahl an sicheren und leckeren Fischen, Krebs- und Weichtieren und daraus hergestellten Lebensmitteln angeboten werden kann. Entsprechend fordert die Branche eine Forcierung der internationalen Abstimmung von Maßnahmen zur Erhaltung der Meeresumwelt.

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